Weiterverwenden statt entsorgen mit dem Secondhand-Service von IKEA

Möbel sind nicht immer eine Investition fürs Leben. Geschmack, Stil oder Lebenssituation können sich ändern, und manchmal passt ein Möbelstück einfach nicht mehr in die neue Wohnung. Gebrauchtes Mobiliar kann aber weiterverwendet werden. IKEA sucht laufend neue Möglichkeiten, um die Lebensdauer ihrer Möbel zu verlängern. So etwa mit dem Secondhand-Service. Kundinnen und Kunden können ihre IKEA Produkte, für die sie keine Verwendung mehr haben, an IKEA zurückverkaufen. IKEA wiederum verkauft diese Ware dann in ihrer hauseigenen Fundgrube, dem Zweite Chance Markt, zu niedrigen Preisen weiter. Im Zweite Chance Markt werden neben Secondhand-Möbeln auch Ausstellungsmodelle oder Produkte angeboten, die nicht mehr im Sortiment sind.
Grosse Nachfrage nach Möbeln aus zweiter Hand
Die Möbel müssen für den Rückkauf in gutem Zustand, vollständig, funktionsfähig, korrekt montiert sowie sauber und unverändert sein. Gewisse Produktkategorien sind vom Rückkauf ausgenommen, etwa Heimtextilien, Matratzen oder Gartenmöbel. Kundinnen und Kunden erhalten für ihr rückkaufbares Inventar eine Guthabenkarte, welche online sowie in den IKEA Einrichtungshäusern eingelöst werden kann1 (ausgenommen sind die Bistros, Restaurants und die Schwedenshops). Alle IKEA Einrichtungshäuser in der Schweiz bieten sowohl den Rückkauf als auch den Verkauf von Gebrauchtmöbeln an. Die steigende Nachfrage zeigt, dass dieses Zurückkauf-Konzept auf grosses Interesse stösst. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Anzahl Kundinnen und Kunden, die den Rückkauf- und Wiederverkaufsservice nutzten, verdoppelt. Während im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 9’200 Artikel mit dem Secondhand-Service ihren Weg zurück zu IKEA gefunden haben, waren es im Geschäftsjahr 2023 bereits 19’200 Artikel, was einem Plus von 108 Prozent entspricht.
[1] Mehr Informationen auf Zweite Chance für IKEA Produkte - IKEA Schweiz
Vom Secondhand- zum Kultmöbel
Secondhand-Produkte sind bei Schweizerinnen und Schweizern beliebter denn je. Stand früher der günstige Preis im Zentrum, geht es heute vermehrt um nachhaltigen Konsum. Darüber hinaus gibt es einige IKEA Produkte, die im Laufe eines langen Lebens zu regelrechten Kultobjekten geworden sind und zu beträchtlichen Preisen gehandelt werden. Ein solches Beispiel ist GUIDE, ein Regal, das 1985 von dem dänischen Designer Niels Gammelgaard entworfen wurde. Es verfügt über ein minimalistisches, raffiniertes Design in Leiterform und lässt sich mittels Umdrehen der Tablare auf vier verschiedene Arten aufbauen. Auf spezialisierten Onlinemarktplätzen für Vintage- und Antik-Waren ist GUIDE aktuell für rund 1’500 Franken zu finden. Der ursprüngliche Verkaufspreis bei IKEA betrug damals um die 60 Franken.
Ein anderes Beispiel ist der Midcentury- Sessel IMPALA von Gillis Lundgren aus dem Jahr 1972. Damals eher futuristisch anmutend, ist der Longchair heute ein begehrtes Vintage-Stück für Designliebhaberinnen und -liebhaber. Zurzeit ist der Sessel gefragter denn je, weil er perfekt zum aktuellen Design-Trend «Multicushion» –mehrere Kissen statt einer durchgehenden Polsterfläche – passt. Auf Onlinemarktplätzen kann IMPALA für rund 4’500 Franken erstanden werden. In den 70er-Jahren bezahlte man dafür bei IKEA rund 40 Franken.
Zirkulär ist beliebt
Der Secondhand-Service ist Teil der vielen Bestrebungen von IKEA, bis spätestens 2030 ein zirkuläres Unternehmen zu werden. Kommenden Sommer wird in allen Schweizer IKEA Einrichtungshäusern jeweils ein Musterzimmer auch mit Secondhand-Produkten ausgestattet. Zudem sollen diese Räume beispielhaft aufzeigen, wie vielseitig einsetzbar Möbel sind, damit sie ein möglichst langes Leben haben.
Bei IKEA arbeiten wir hart daran, unseren Produktkreislauf zu schliessen, indem wir unsere Produkte so gestalten, dass sie repariert, wiederverwendet, weiterverkauft oder recycelt werden können. Mit unseren Dienstleistungen möchten wir den Menschen ermöglichen, aktiv ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern.“
Franziska BarmettlerCountry Sustainability Manager bei IKEA Schweiz
IKEA lädt alle ein, den Secondhand-Service und den Zweite Chance Markt zu erkunden und die vielfältigen Möglichkeiten zu entdecken, gebrauchten Möbeln ein neues Leben zu schenken.
Weitere Informationen zum Engagement von IKEA Schweiz finden Sie im kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht IKEA Schweiz für die Geschäftsjahre 2022 und 2023.


Sessel IMPALA von Designer Gillis Lundgren aus dem Jahr 1972
© Inter IKEA Systems B.V. 2024

Regal GUIDE von Designer Niels Gammelgaard aus dem Jahr 1985
© Inter IKEA Systems B.V. 2024