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Nachhaltigkeitsbericht IKEA Schweiz: Nachfrage für Secondhand-Service steigt um mehr als das Doppelte

Heute veröffentlichte IKEA Schweiz den Nachhaltigkeitsbericht für die Geschäftsjahre 2022 und 2023. Er fokussiert auf vier zentrale Bereiche, in denen das Unternehmen die grösste Wirkung für die Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft erzielen konnte: die Ausweitung eines nachhaltigen Angebots, das Engagement für eine inklusive Gesellschaft, die Reduktion der Treibhausgasemissionen sowie die Förderung der Mitarbeitenden.

«Im Jahr 2023 feierte IKEA das 50-jährige Bestehen in der Schweiz. Vieles hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten verändert – doch unsere Vision ist seit jeher gleich: einen besseren Alltag für die vielen Menschen zu schaffen», erklärt Janie Bisset, CEO von IKEA Schweiz. Bisset ist ebenfalls Chief Sustainability Officer, was zeigt, welch grosse Bedeutung dem Thema bei IKEA beigemessen wird. «Wir haben bedeutende Fortschritte auf unserem Weg zur Nachhaltigkeit gemacht, aber es gibt noch viel zu lernen. Wir verpflichten uns zu Transparenz und suchen ständig nach innovativen Wegen, um als nachhaltiges Unternehmen führend zu bleiben. Unsere Bemühungen sind fortlaufend, und wir setzen alles daran, uns täglich zu verbessern», erklärt Janie Bisset. Dafür hat IKEA Schweiz Lösungen in vier zentralen Bereichen umgesetzt.

1. Ausweitung eines nachhaltigen Angebots (Better Homes)

IKEA sucht immer nach Möglichkeiten, um ihre Kundinnen und Kunden dabei zu unterstützen, ihr Zuhause schön, funktional und nachhaltiger einzurichten. So führt IKEA beispielsweise seit zwei Jahren nur noch wiederaufladbare Batterien im Sortiment; seit 5 Jahren hat das Unternehmen Solaranlagen und Wärmepumpen für Eigenheime und KMU im Angebot. Darüber hinaus werden bestehende Produkte und Prozesse laufend verbessert, etwa, was Energie- und Wasserverbrauch, die Verwendung von recycelten und nachwachsenden Materialien oder Abfallvermeidung anbelangt. «Dabei ist es unser Anspruch, die Produkte zwar nachhaltiger, nicht aber teurer zu machen», erklärt Franziska Barmettler, Leiterin Nachhaltigkeit bei IKEA Schweiz. «Ein Beispiel: Um die Lebensdauer unserer beliebten BILLY-Regale zu verlängern, haben wir ein neues Aufbausystem mit Klick-Mechanismen entwickelt.» 

Ergänzt werden diese Bestrebungen durch Angebote wie dem Secondhand-Service. Mit diesem können Kundinnen und Kunden ihre gebrauchten Möbel an IKEA zurückverkaufen. Diese werden dann im «Zweite Chance» Markt zu vergünstigten Preisen wiederverkauft. Während im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 9’200 Artikel mit dem Secondhand-Service ihren Weg zurück zu IKEA gefunden haben, waren es im Geschäftsjahr 2023 bereits 19’200 Artikel, was einem Plus von 108 Prozent entspricht. «Das starke Wachstum zeigt, dass das Angebot einen Nerv der Zeit trifft. Wir sind überzeugt, dass in der Kreislaufwirtschaft ein wichtiger Hebel liegt, um die Herausforderungen unserer Zeit anzugehen», meint Franziska Barmettler. Auch pflanzenbasierte Lebensmittel spielen bei IKEA Schweiz eine zunehmend wichtige Rolle. Der Anteil des pflanzlichen IKEA Food-Angebots lag im Geschäftsjahr 2023 bei 34 Prozent. Die pflanzenbasierten Mahlzeiten werden zu einem niedrigeren Preis angeboten als vergleichbare Gerichte und Produkte mit Fleisch. 

2. Engagement für eine inklusive Gesellschaft (Better Lives)

IKEA Schweiz setzt sich auch für die lokalen Gemeinschaften ein, in denen das Unternehmen tätig ist und in denen die Mitarbeitenden sowie Kundinnen und Kunden leben. «Wir sind uns unserer Rolle als Corporate Citizen mit grosser Reichweite und der damit verbundenen Verantwortung bewusst. Mit über 2 Millionen IKEA Family-Mitgliedern und über 3’300 engagierten Mitarbeitenden sind wir gut aufgestellt, um in der Schweiz etwas zu bewirken», erklärt Janie Bisset. «Dabei setzen wir uns für das ein, woran wir glauben.» Dazu gehört die Unterstützung für politische Kampagnen wie diejenige zur «Ehe für alle» im Jahr 2021, genauso wie die Integration geflüchteter Menschen im heimischen Arbeitsmarkt. Seit 2016 führt IKEA Schweiz das Programm «Skills for Employment» durch. Im Geschäftsjahr 2023 waren 58 Menschen mit Fluchthintergrund bei IKEA Schweiz angestellt. Insgesamt konnten in den letzten 7 Jahren bereits über 300 geflüchtete Menschen ein Integrationsprogramm bei IKEA Schweiz absolvieren.

Auch innerhalb des Unternehmens setzt sich IKEA weiterhin für faire Bedingungen ein. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Elternzeit für Mütter auf 6 Wochen über dem gesetzlichen Minimum angehoben (20 Wochen total). Seit 2017 gewährt IKEA 6 Wochen Vaterschaftsurlaub und hat diesen 2020 auf 8 Wochen erhöht. Des Weiteren hat IKEA Schweiz bei der Geschäftsleitung ein Geschlechterverhältnis von 50:50 erreicht. 

3. Reduktion der Treibhausgasemissionen (Better Planet)

IKEA hat sich weltweit zum Ziel gesetzt, die Auswirkungen auf das Klima entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis 2030 im Vergleich zum Referenzjahr 2016 um 50 Prozent zu reduzieren. Der CO2-Fussabdruck des operativen Geschäfts von IKEA Schweiz (Scope 1 und 2) betrug im Geschäftsjahr 2023 756 Tonnen CO2. Das entspricht einer Reduktion von 64 Prozent gegenüber 2016 – und das trotz Umsatzwachstum und der Eröffnung neuer Standorte. «Wir sind sehr stolz, dass wir das Reduktionsziel für 2030 bereits im Jahr 2023 übertroffen haben», sagt Franziska Barmettler. «Wesentlich zur Reduktion beigetragen hat die Umstellung auf erneuerbare Energien. Bereits heute nutzt IKEA Schweiz 96 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen. Dazu tragen auch die Solaranlagen bei, die auf den Dächern der 9 IKEA Einrichtungshäuser in der Schweiz installiert sind.» Ausserdem konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 Dreiviertel der Betriebsabfälle rezyklieren.

Ein weiterer Aspekt ist die Umstellung auf elektrische Lieferung, die im Geschäftsjahr 2023 bereits 47 Prozent der Paketzustellungen elektrisch ausgeliefert hatte. Dies trägt massgeblich dazu bei, dass der ökologische Fussabdruck entlang der gesamten IKEA-Lieferkette reduziert wird.

4. Förderung der Mitarbeitenden (Better Company) 

Um langfristig finanziell stabil und erfolgreich zu bleiben, setzt IKEA Schweiz auf die Reinvestition in das Unternehmen. Ein wesentlicher Bestandteil davon ist die Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitenden. Im vergangenen Geschäftsjahr haben diese insgesamt 53’000 Stunden Weiterbildungen erhalten, um ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu erweitern. Zusätzlich sind regelmässige Auffrischungsschulungen zum IKEA-Verhaltenskodex sowie Anti-Bestechungs- und Korruptionstrainings obligatorisch. 

Die GRI-Standards:

Der Nachhaltigkeitsbericht 2022/23 von IKEA Schweiz wurde zum ersten Mal in Anlehnung an die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. GRI ist eine unabhängige, internationale Organisation und Anbieter der weltweit am weitesten verbreiteten Offenlegungsstandards für Nachhaltigkeit. Mehr Informationen zu GRI und den Standards finden Sie auf der GRI Webseite.

Der zweite und aktuelle Nachhaltigkeitsbericht von IKEA Schweiz bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2022 und 2023 und umfasst den Zeitraum von September 2021 bis August 2023.