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Interview: Die weitreichenden Folgen eines organisierten Zuhauses nach KonMari

Seit der Bewegung rund um die Aufräumexpertin Marie Kondo war es noch nie cooler, ein Zuhause auf Vorderfrau oder -mann zu bringen. Grund genug, uns mit der KonMari Expertin Eva Uppsäll zusammenzusetzen und uns anzuhören, wie Organisation ihrer Familie und ihr den Weg zu einem besseren Alltag ebnete.

Person in hellem Raum arrangiert blaue gefaltete Stoffe auf einem Tisch; im Hintergrund stehen Kissen und eine Pflanze in warmem Licht.

Von dem Gefühl, nie richtig fertig zu sein.

Bei IKEA war Aufräumen natürlich schon immer in Mode und wird es auch bleiben. Wir kriegen einfach nicht genug von den Herausforderungen der Menschen und freuen uns immer, herauszufinden, was wir tun können, um ihren Alltag zu Hause zu verbessern.

Eva Uppsäll, eine Unternehmerin aus dem Süden von Schweden, weiss genau, was an einem organisierten Zuhause so toll ist. Und ihre persönliche Reise lässt sich hierbei ganz klar in ein Vorher und Nachher unterteilen.

Wie begann das alles bei dir?
– Ich befand mich an einem Punkt in meinem Leben, an dem die Luft immer knapper wurde. Ich hatte gerade ein eigenes Unternehmen aufgebaut, hatte einen Teilzeitjob, drei kleine Kinder und ein Zuhause, in dem mehrere Renovierungen im Gange waren. Dies resultierte in grossem Frust für mich, weil Ordnung mir beinahe unmöglich erschien. Ganze Zimmer waren zu Abladeflächen mutiert und voller Dinge, die keine klare Zugehörigkeit hatten. Ich versuchte immer wieder vergeblich, das Chaos in Schach zu halten. Doch immer, wenn ich drei Stunden später damit fertig war, hatte ich nur Dinge von A nach B geschoben. Das Chaos aber blieb.

Teil eines Kleiderschranks mit unterschiedlichen Möglichkeiten für mehr Ordnung rund um Hosen, Gürtel und gefaltete Socken

Von dem Gefühl, nie richtig fertig zu sein.

Bei IKEA war Aufräumen natürlich schon immer in Mode und wird es auch bleiben. Wir kriegen einfach nicht genug von den Herausforderungen der Menschen und freuen uns immer, herauszufinden, was wir tun können, um ihren Alltag zu Hause zu verbessern.

Eva Uppsäll, eine Unternehmerin aus dem Süden von Schweden, weiss genau, was an einem organisierten Zuhause so toll ist. Und ihre persönliche Reise lässt sich hierbei ganz klar in ein Vorher und Nachher unterteilen.

Wie begann das alles bei dir?
– Ich befand mich an einem Punkt in meinem Leben, an dem die Luft immer knapper wurde. Ich hatte gerade ein eigenes Unternehmen aufgebaut, hatte einen Teilzeitjob, drei kleine Kinder und ein Zuhause, in dem mehrere Renovierungen im Gange waren. Dies resultierte in grossem Frust für mich, weil Ordnung mir beinahe unmöglich erschien. Ganze Zimmer waren zu Abladeflächen mutiert und voller Dinge, die keine klare Zugehörigkeit hatten. Ich versuchte immer wieder vergeblich, das Chaos in Schach zu halten. Doch immer, wenn ich drei Stunden später damit fertig war, hatte ich nur Dinge von A nach B geschoben. Das Chaos aber blieb.

Unordnung und die Zusammenhänge

Und dann ...
– stolperte ich eines Tages über die KonMari Methode. Sie bot einen sehr strukturierten Ansatz für dieses Problem. Als wissenschaftlich orientierte Person sprach mich das sofort an. Also forschte ich ein bisschen nach und hatte bald das Gefühl, dass sich ein Versuch hiermit lohnen würde. An diesem Punkt hätte ich aber, ehrlich gesagt, fast alles ausprobiert.

Was war diesmal anders?
– Ich würde sagen, der grösste Unterschied war, dass es sich bei KonMari nicht einfach um Organisationstipps handelt, sondern um einen neuen Ansatz zu Dingen. Es ist ein Prinzip, das sich im weitesten Sinne auf dein ganzes Zuhause anwenden lässt und nicht nur darauf, Spielzeug vom Boden zu entfernen. Zuvor hatte ich immer den Fehler gemacht, Ort für Ort nacheinander aufzuräumen. Das funktioniert für den Moment, hält aber meist nicht lang. Stattdessen ging ich diesmal nach Kategorien vor: Kleidung, Bücher, Werkzeug usw. Das dauerte länger und brauchte etwas Disziplin, war dafür aber von Dauer. Für mich gibt es hier ein ganz klares Vorher und Nachher. Als wir mit diesem grossen, einmaligen Kraftaufwand fertig waren, fiel es uns eigentlich leicht, die Ordnung auch auf Dauer aufrecht zu erhalten.

Wenn alles zu Hause seinen festen Platz hat

Eva erklärt uns, wie die Familie zu einer neuen Einstellung bezüglich der Dinge fand, die sie hat. Ein Hauptprinzip der Methode ist, dass deine Dinge dir nicht egal sind: Wenn dir also etwas nichts bedeutet, sollte es wirklich bei dir bleiben? Und darauf wiederum baut ein System positiver Entscheidungen auf – du entscheidest aktiv, was du behältst, und nicht so sehr, was du entfernst. So kam es, dass die Familie eine Menge Dinge weggab, recycelte oder wegwarf. Mit der Zeit entstand so ein System, an dem quasi alles im Zuhause einen eigenen Platz hat.

Wie lässt sich deine alte Situation mit der von heute vergleichen?
– Zwei völlig verschiedene Zuhause. Heute hat alles einen zugewiesenen Platz und bleibt in der Regal auch dort. Insgesamt zeigte der Prozess einige unerwartete Resultate: Die Kinder änderten ihre Einstellung. Da sie am Prozess beteiligt waren, haben sie nun sehr viel mehr Bezug dazu, wo Dinge hingehören. Und das wiederum verhindert häufiges Durcheinander schon von Anfang an. Ausserdem ist es viel einfacher, keine neuen Dinge mehr zu kaufen, es sei denn, wir brauchen oder wollen sie wirklich. Das mag klingen, als wären wir jetzt Minimalisten. Doch das stimmt nicht. Weniger Dinge zu haben war und ist nicht das Ziel. Es ist ein Zustand, der von selbst ensteht.

Wandregalsystem, das gleichzeitig als Schreibtisch dient. Dahinter ist gemusterte Tapete zu sehen.

Wenn alles zu Hause seinen festen Platz hat

Eva erklärt uns, wie die Familie zu einer neuen Einstellung bezüglich der Dinge fand, die sie hat. Ein Hauptprinzip der Methode ist, dass deine Dinge dir nicht egal sind: Wenn dir also etwas nichts bedeutet, sollte es wirklich bei dir bleiben? Und darauf wiederum baut ein System positiver Entscheidungen auf – du entscheidest aktiv, was du behältst, und nicht so sehr, was du entfernst. So kam es, dass die Familie eine Menge Dinge weggab, recycelte oder wegwarf. Mit der Zeit entstand so ein System, an dem quasi alles im Zuhause einen eigenen Platz hat.

Wie lässt sich deine alte Situation mit der von heute vergleichen?
– Zwei völlig verschiedene Zuhause. Heute hat alles einen zugewiesenen Platz und bleibt in der Regal auch dort. Insgesamt zeigte der Prozess einige unerwartete Resultate: Die Kinder änderten ihre Einstellung. Da sie am Prozess beteiligt waren, haben sie nun sehr viel mehr Bezug dazu, wo Dinge hingehören. Und das wiederum verhindert häufiges Durcheinander schon von Anfang an. Ausserdem ist es viel einfacher, keine neuen Dinge mehr zu kaufen, es sei denn, wir brauchen oder wollen sie wirklich. Das mag klingen, als wären wir jetzt Minimalisten. Doch das stimmt nicht. Weniger Dinge zu haben war und ist nicht das Ziel. Es ist ein Zustand, der von selbst ensteht.

Message mit Mehrwert

– Genau darum geht es: Weniger Zeit mit Aufräumen zu verbringen ist toll, aber das ist nur der Anfang. Die grösste Veränderung findet in deinem Kopf statt. Sich dieser ständigen Frustration zu entledigen, hat mir Zeit und Energie geschenkt, ich habe einen klareren Kopf und erledige mehr. Und auf diese Weise kann ich mich mehr auf meine Familie konzentrieren. Inzwischen ist es sogar soweit, dass ich anderen beibringe, wie man organisiert. Ich möchte einfach, dass Menschen entdecken, wie gut Ordnung tut.

Wir finden es klasse, wie kreativ unsere Kunden unsere Produkte einsetzen. Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt! Beachte jedoch, dass die IKEA Garantie und das Rückgaberecht für IKEA Produkte erlöschen, wenn diese so verändert wurden, dass sie nicht mehr wiederverkauft oder für ihren ursprünglichen Verwendungszweck genutzt werden können.

Text: Henrik Annemark

Aufräumen mit System: Wie die Marie-Kondo-Methode dein Zuhause verwandelt

Bring frischen Wind und mehr Übersicht in deine vier Wände. Beim Aufräumen nach der Marie-Kondo-Methode geht es nicht nur um Ordnung, sondern darum, Raum für das zu schaffen, was dir wirklich am Herzen liegt. Mit diesem bewussten Ansatz wird das Ausmisten zu einem befreienden Prozess, der Ruhe in deinen Alltag bringt und dein Zuhause wieder zu einem Ort der Entspannung und zum Krafttanken macht.

Was ist die Marie-Kondo- oder KonMari-Methode?

Die KonMari-Methode bezeichnet das Aufräum-System der japanischen Ordnungsberaterin Marie Kondo. Sie verbindet die praktische Tätigkeit (das Aufräumen und Ordnungschaffen) mit einer mentalen Neuausrichtung. Der Prozess ist strikt und sollte idealerweise in einem Rutsch – oder zumindest in einem festgelegten Zeitraum – durchgezogen werden, um einen Rückfall in alte Muster zu vermeiden. Das Ziel ist ein "Klick-Moment", in dem du erkennst, wie viel Besitz du wirklich brauchst. Das Herzstück der Philosophie ist eine einfache, aber kraftvolle Frage: "Macht es mich glücklich?" oder im Original "Does it spark joy?". Beim KonMari-Ansatz behältst du nur die Gegenstände, die dieses positive Gefühl in dir auslösen. Alles andere darfst du dankend verabschieden. Die Marie-Kondo-Methode ist also weniger eine strikte Aufräumtechnik, sondern vielmehr ein Achtsamkeitstraining. Sie hilft dir dabei, dich mit Dingen zu umgeben, die du liebst, und schafft so eine Umgebung, die deine Persönlichkeit widerspiegelt und dir Energie schenkt. Am Ende steht ein Zuhause, in dem jeder Gegenstand seinen festen Platz hat und du dich vollkommen entspannen kannst.

Welche Regeln gibt es nach Marie Kondo zum Aufräumen?

Damit das Ausmisten nach Marie Kondo nachhaltig funktioniert, gibt es klare Leitplanken und viele clevere Tipps. Die wichtigste Regel lautet: Räume nach Kategorien auf, nicht nach Zimmern. Beginne beispielsweise mit Kleidung, dann folgen Bücher, Papiere, Kleinkram und zuletzt Erinnerungsstücke. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Marie-Kondo-Ordnungssystems ist, dass du jeden Gegenstand in die Hand nimmst, um zu spüren, ob er bleiben darf. Bevor du etwas weggibst, bedankst du dich bei dem Objekt für seine Dienste. So schliesst du Frieden mit dem Loslassen und schaffst Ordnung zu Hause sowie in deinem Kopf – ohne ein schlechtes Gewissen.

Welche Tipps gibt es nach Marie Kondo für den Kleiderschrank?

Der Marie-Kondo-Kleiderschrank ist berühmt für seine Übersichtlichkeit. Statt Kleidung wild übereinander zu stapeln, faltest du sie zu kleinen, festen Paketen, die in deinen Schubladen aufrecht stehen können. So siehst du auf einen Blick, was du hast, und nichts verschwindet in den Tiefen des Schrankes. In einem durchdachten Kleiderschrank mit verschiedenen Aufbewahrungslösungen wie Boxen oder Schubladenelementen kannst du Dinge wie Socken und Accessoires ebenso sinnvoll verstauen. Wenn du helle Farben vorne und dunkle hinten sortierst, entsteht zudem eine optische Leichtigkeit, die jeden Morgen für gute Laune beim Anziehen sorgt. Ähnlich kannst du auch beim Organisieren deines Schreibtischs, deiner Regale und sogar deiner Küche vorgehen. Spezielle Kleinaufbewahrung hilft dir bei der Kategorisierung und sorgt dafür, dass deine Ordnung langfristig ist.