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5 einfache Tipps für deine umweltbewusste Gartenparty

Eine Gartenparty kann den Grundstein für ein gutes Miteinander mit deinen Nachbar*innen legen.

(Aktualisiert am 26.07.2023) Warme Sommerabende sind die ideale Zeit für eine Gartenparty in der Nachbarschaft. Hier können Beziehungen geknüpft, ausgebaut oder auch neue Nachbar*innen willkommen geheißen und in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Denn es ist nachgewiesen: Wer sich in seiner Nachbarschaft wohlfühlt, lebt zufriedener. Und weil das eigene Zuhause nicht an der heimischen Türschwelle endet, sondern sich auch auf die nähere Umgebung erstreckt, bietet eine solche Zusammenkunft auch eine schöne Gelegenheit, um die eigene Wohnumgebung noch lebenswerter zu machen. Wir haben einige Ideen für nachhaltige Aktionen gesammelt.

Umweltbewusste und kreative Ideen für deine nachbarschaftliche Gartenparty

Ein Sommerfest mit einer umweltbewussten Aktion für alle Menschen in der Umgebung zu verknüpfen, ist doppelt schön, denn davon profitieren alle in der Nachbarschaft langfristig. Wie wäre es also mit einer gemeinsamen Müllsammelaktion im Viertel? Gemeinsam für eine saubere Umgebung zu sorgen, verbindet und schafft gleichzeitig mehr Bewusstsein dafür, auf den eigenen Lebensraum besser zu achten. Daran anknüpfend kann auch ein kleiner Wettbewerb stattfinden und am Ende wird die Person gekürt, die am meisten Müll gesammelt hat.

Eine weitere Idee zur Verbesserung der gemeinsamen Lebensqualität kann eine Begrünungsaktion sein. Ob Blumen, Sträucher oder Bäume – an den neuen Pflänzchen erfreuen sich nicht nur die Menschen, sie tun auch dem Klima gut. Denn bepflanzte Areale heizen sich an warmen Sommertagen weniger auf und wirken gleichzeitig wie natürliche Klimaanlagen. Das Schöne daran: Es ist ein Unterfangen mit langfristiger Wirkung.

Im Team lässt sich das Sommerfest leichter planen

Unter dem Motto „tauschen statt wegwerfen“ steht unsere nächste Idee: Bei einer Tauschaktion von Kleidern oder Haushaltssachen kommen eure aussortierten Stücke vielleicht in neue liebevolle Hände. Ebenso gut könnt ihr eine Pflanzentauschaktion ins Leben rufen – vielleicht haben deine Nachbar*innen Ableger oder Pflanzen, die sie gern weitergeben würden? Für welchen Anlass du dich auch entscheidest – ein anschließendes gemeinsames Essen rundet deine umweltbewusste Gartenparty ab.

Steht das Motto einmal fest, geht es an die Umsetzung. Entspannter wird die Planung, wenn du dir von Anfang an Verbündete suchst, das erleichtert auch die gesamte Organisation. Nun gilt es, die restlichen Nachbar*innen über das geplante Sommerfest samt Motto zu informieren. Ein selbst gestaltetes Plakat im Flur oder am Schwarzen Brett des Hauses oder Flugblätter für die Briefkästen sorgen für Vorfreude und jede*r kann sich den Tag vormerken. Zusätzlich kann auch über Facebook-Gruppen oder auf Nachbarschaftsplattformen eine Veranstaltung angelegt werden, sodass möglichst viele von dem geplanten Fest erfahren.

Für eine saubere Umgebung sorgt eine gemeinschaftliche Müllsammelaktion. © Thirdman via Pexels
Ein gemeinsamer Abend im Freien wird durch Häppchen kulinarisch abgerundet.

Gartenparty oder Straßenfest? 

Im nächsten Schritt gilt es, einen passenden Ort für das Fest zu finden. Dafür eignen sich etwa gemeinsam genutzte Grünflächen, der Hof oder ein Park in der Nähe. Vielleicht möchte jemand den eigenen Garten zur Verfügung stellen? Es besteht auch die Möglichkeit, ein Straßenfest zu organisieren – das ist jedoch mit etwas mehr Vorlauf und größerer Planung verbunden, da dafür eine Genehmigung der örtlichen Behörde benötigt wird und die Straße möglicherweise für den Verkehr gesperrt werden muss.

Um für bequeme Sitzgelegenheiten zu sorgen, können die Beteiligten ihre Garten- oder Balkonmöbel zusammenwürfeln. Oder du arrangierst einfach ein gemütliches Picknick-Set-up, das ist mit weniger Aufwand verbunden. Eine gemeinsame Chat-Gruppe erleichtert außerdem die Absprachen. Dort kann auch über Geschirr und Besteck beraten werden – wenn alle Teilnehmenden ihre eigenen Utensilien mitbringen, kann der Umwelt zuliebe auf Einweggeschirr verzichtet werden.

5 Tipps für eine umweltbewusste Gartenparty

  • Getränke aus Glas- statt aus Plastikflaschen: Viele Softdrinks und Limos gibt es inzwischen in Glasflaschen. Das ist umweltfreundlicher als Plastik und schmeckt auch meistens viel besser! Wasser in Flaschen brauchst du nicht zu kaufen, fülle einfach Leitungswasser in eine hübsche Karaffe.
  • Kein Einweggeschirr: Wem das gute Geschirr zu schade ist, kann Teller aus Kunststoff nutzen, die bei jeder Gartenparty wieder verwendet werden können. Dasselbe gilt für Becher und Besteck.
  • Nachhaltige Deko: Du brauchst keine Luftballons oder Girlanden, die nach der Feier weggeworfen werden. Versuche dich doch mal an selbstgebastelter Deko! Pflücke ein paar Blumen und stelle sie in Vasen oder traue dich an ein DIY mit Korkuntersetzern.
  • Stoffservietten: Es gibt so schöne Stoffservietten, die sich nach Benutzung ganz einfach waschen lassen. Das ist doch viel schöner, als Wegwerfprodukte nur einmal zu nutzen!
  • Mülltrennung: Am Ende der Gartenparty sind alle erschöpft und möchten nach Hause. Da tendiert man leicht dazu, den ganzen Müll in einen Sack zu stopfen. Wenn aber alle mit anpacken, dann ist der Müll blitzschnell getrennt und in den richtigen Tonnen entsorgt. Alles, was an Essen übrig bleibt, wird natürlich mitgenommen – ganz nach dem Zero-Waste-Prinzip.

Das Buffet sorgt für Gespräche 

Wenn es um die Essensplanung geht, so macht ein gemeinsames Buffet am meisten Spaß. Dafür bringt einfach jede*r etwas mit – den Lieblingssalat, ein Gericht nach einem bewährten Familienrezept oder vielleicht eine Köstlichkeit aus der eigenen Heimat oder eine, die von einer Reise inspiriert ist? Das erweitert kulinarisch den Horizont und schafft eine schöne Grundlage für Gespräche und Austausch. Gemütlich wird es auch, wenn ihr alle gemeinsam grillt und jede*r das liebste Grillgut mitbringt.

Ist der Tisch gedeckt, machen kleine Extras das Fest perfekt: Eine tragbare Musikbox sorgt für Stimmung. Mit Spielen wie Sackhüpfen, Hula-Hoop und Straßenmalkreide wird auch den kleinen Gästen nicht langweilig. An Frisbee, Federball oder Boule haben auch die Erwachsenen Spaß. Tragbare LED-Lampen und Decken sorgen für eine gemütliche Atmosphäre bis in den späten Abend hinein – so ein Tag bleibt in Erinnerung. Und während die gemeinsam gepflanzten Blümchen wachsen oder die Umgebung glänzt, freuen sich alle bereits auf das nächste Jahr – wenn das Fest auf dem Weg zu einer kleinen Nachbarschaftstradition ist.

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Über die Autorin: Luna Kilian

Für IKEA bin ich als externe Autorin immer auf der Suche nach interessanten Persönlichkeiten, Tipps für guten Schlaf und Dingen, die das Leben schöner machen. Und letztere, die mir besonders viel Freude bereiten, finden bei mir zu Hause ihren Platz im VITTSJÖ Regal. Dort tummeln sich neben meinen Lieblingsbüchern witzige und kuriose Gegenstände. Darunter der Gipsabdruck meiner Zähne unter einer Glasglocke, unsere Hausbar oder mein getrockneter Brautstrauß. Neben dem Horten von Skurrilitäten gilt meine Leidenschaft dem Zirkus. Schon als Kind bin ich in die Manege abgehauen und wurde immer wieder während einer Vorstellung von genervten Artisten meiner Mutter übergeben. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir eine Superkraft wünschen, mit der ich die Zeit anhalten kann – davon haben wir so wenig…


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