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Kreislaufwirtschaft bei IKEA: so geht’s!

Weg von linear hin zu circular: IKEA setzt für den Umweltschutz auf die Kreislaufwirtschaft

(03.03.2021) Unser IKEA Sortiment besteht aus rund 11.000 Produkten, die in vielfacher Stückzahl in vielen Ländern der Welt in das Zuhause ebenso vieler Menschen einziehen. Da kommt einiges zusammen! Dabei als weltweit tätiges Unternehmen unserer Größenordnung positiven Einfluss auf Klima und Umwelt nehmen? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Höchstens auf den ersten Blick, denn wir sind überzeugt, dass für uns nur ein Geschäftsmodell Erfolg bringt, das auch die Umwelt und unseren Planeten schätzt und schützt. Danach handeln wir und folgen dem klaren Kurs: klimapositiv und zirkulär werden – spätestens bis 2030.

Aktuell ist die "Wegwerfwirtschaft" in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Doch zum Schutze der Umwelt sollten wir alle weniger Materialien wegschmeißen, sondern sie lieber wiederverwenden oder recyceln.

Kreislaufwirtschaft alias Circular Economy

Wir haben es uns bei IKEA zur Aufgabe gemacht, spätestens in zehn Jahren alle Produkte nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu entwerfen und ausschließlich aus nachwachsenden oder recycelten Materialien zu produzieren. Demnach dreht sich bei IKEA vieles – um nicht zu sagen alles – darum, wie wir Möbel und Einrichtungsgegenstände wiederverwenden, reparieren, aufarbeiten oder recyceln können. Ansatz und Ziel zugleich ist es, von einer ursprünglich linearen und überholten Denk- und Wirtschaftsweise auf ein immer stärker zirkuläres Modell umzusteigen und den Kreis letztlich komplett zu schließen.

Von linear zu circular

Was bedeutet das konkret? Die Linearwirtschaft – heute auch salopp bekannt als „Wegwerfwirtschaft“ – ist das derzeit am weitesten verbreitete Prinzip. Dabei wird der Großteil des Materials, das eingesetzt wurde, mit Ende der Nutzungsdauer deponiert oder verbrannt – nur ein überschaubarer Anteil wird wiederverwendet. Klar ist, dass dieses Modell weder Zukunft haben sollte noch Zukunft haben darf. Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels und wachsender Ressourcenknappheit müssen dringend neue Wege gedacht und gegangen werden – allem voran von großen Unternehmen wie IKEA.

Wiederverwendung, Instandhaltung, Reparatur, Recycling

In Summe geht es uns in puncto „Circularity“, also Kreislaufwirtschaft, darum, Verschwendung zu minimieren und Materialkreisläufe zu schließen. Wie kann uns das gelingen? Auf vier Wegen!

Die erste Möglichkeit ist die Wiederverwendung: Wenn ein Produkt einem Kunden nicht länger zusagt, wechselt es den Besitzer und geht an jemanden, für den es perfekt passt und der Freude daran hat. Auf diesem Gedanken beruht beispielsweise unser Service „Zweite Chance“, bei dem wir Kunden IKEA Produkte, für die sie keine Verwendung mehr haben, abkaufen und in unseren Fundgruben möglichen neuen Besitzern anbieten.

Weitere Möglichkeiten sind die Instandhaltung und die Reparatur, um das Produkt wieder voll funktionsfähig zu machen und es weiter nutzen zu können. Dabei ist es auch denkbar, die einzelnen Komponenten eines Produkts in einem neuen Produkt einzusetzen und zu verwenden. Ist ein Produkt am Ende seiner Lebensdauer angekommen, folgt das Recycling – sprich das Aufbereiten und Wiederverwenden der Rohstoffe und Materialien, aus denen ein ausgedientes Produkt bestand. Alles in allem sehen wir für IKEA also vier Möglichkeiten, die Lebensdauer eines Produkts und der darin eingesetzten Materialien zu verlängern.

Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft

Um bis 2030 zirkulär zu werden, haben wir im vergangenen Frühjahr begonnen, alle unsere bestehenden Produkte zu evaluieren und unter dem Gesichtspunkt der Kreislauffähigkeit zu bewerten. Um alle unserer Produkte kreislauffähig zu machen, bilden wir die Menschen bei IKEA zum Thema Circularity ständig fort. Kreislaufdenken ist in den Köpfen unserer Designer, Entwickler, Ingenieure und der vielen Mitarbeitenden weltweit verankert. Indem wir zukünftig also schon bei der Produktentwicklung die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft bedenken und auf wichtige Details achten, gestalten wir Produkte so, dass sie für eine Kreislaufgesellschaft geeignet ist.

Und schon heute entsprechen viele unserer Produkte und eingesetzten Materialien den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Zu diesen Produkten gehören unter anderem die neuen SOLHETTA LED-Leuchtmittel.

Die Instandhaltung und die Reparatur von Produkten sind zwei von vier Möglichkeiten, um die Kreislaufwirtschaft in der Praxis umzusetzen und Materialkreisläufe zu schließen.

Über die Autorin: Kim Steuerwald

Ich habe die spannende Aufgabe, mich den vielen Themen rund um das Herzstück IKEAs – unsere Produkte – widmen zu dürfen. Ich freue mich jedes Mal wieder, neue Kollektionen und Produkte kennenzulernen und darüber zu kommunizieren. Mein aktuelles Lieblingsprodukt ist der STRANDMON Sessel aus der GRATULERA Kollektion zum 75jährigen IKEA Bestehen. Auch wenn mich der Samtbezug zugegeben ab und zu etwas wahnsinnig macht, da ich ihn permanent glattstreichen möchte, bin ich ganz verliebt in meinen Sessel. Hätte ich jetzt und sofort einen Wunsch frei, würde ich meine Tasche packen und auf Weltreise gehen – Endstation unbekannt.