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Arbeitsintegration von Geflüchteten schafft Mehrwert für alle

Ein Bleistift mit dem Schriftzug IKEA.
Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni startet IKEA Schweiz eine Aktion zur Unterstützung von Integrationsprojekten in der Wirtschaft. Das Unternehmen appelliert an CEOs, Verantwortung zu übernehmen und sich noch stärker für die Teilhabe geflüchteter Menschen im Arbeitsmarkt einzusetzen. Die eigene Erfahrung zeigt: Arbeitsintegration ist eine gemeinsame Aufgabe – und Führungskräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle.

2016 führte IKEA Schweiz das erste von heute drei Programmen ein, die Geflüchteten helfen, beruflich Boden zu fassen: die Integrationsvorlehre, das Integrationspraktikum und das «Ready To Perform»-Programm. Seither haben mehr als 300 Menschen in der Schweiz und über 3400 in anderen Ländern bei IKEA ein solches Angebot durchlaufen – und bis Ende 2027 sollen weltweit weitere 3000 Stellen geschaffen werden. 

Arbeitsmarktintegration ist eine Win-Win Situation für alle

Janie Bisset, CEO und Chief Sustainability Officer (CSO) von IKEA Schweiz, spricht von einem «dreifachen Gewinn» – für Geflüchtete, für Unternehmen und für die Gesellschaft: «Wir sind der Überzeugung, dass jeder Mensch überall das Recht hat, Würde und Wertschätzung zu erfahren. Dennoch verstehen wir unser Engagement nicht als Wohltätigkeit, sondern als Teil nachhaltigen Geschäftens.» So haben die Programme nachweislich dazu beigetragen, Talente mit vielfältigem Hintergrund und Perspektiven zu rekrutieren und die Innovationskraft von IKEA zu stärken. «Wir haben viele talentierte Menschen kennengelernt, die uns bereichert und weitergebracht haben», so Bisset. IKEA appelliert aus diesen Gründen an andere Unternehmen und CEOs in der Schweiz, sich ebenfalls verstärkt für die Arbeitsintegration zu engagieren. Die Möglichkeit zu arbeiten, ist ein zentraler Bestandteil für eine gelungene und nachhaltige Integration von Geflüchteten. «Wenn wir uns kollektiv für die Arbeitsintegration einsetzen, profitiert die gesamte Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft», fährt Bisset fort. 

In neun Jahren viel gelernt

Die Integrationsprogramme von IKEA zielen darauf ab, nicht nur fachliche, sondern auch interkulturelle und sprachliche Kompetenzen zu fördern. Seit dem Start 2016 hat das Unternehmen manches angepasst und verbessert. «Wir haben vor allem gelernt, dass es massgeschneiderte Lösungen braucht, um möglichst viele Geflüchtete zu erreichen», so der Projektverantwortliche Manuel Lohm. «Als ausschlaggebend erwies sich, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen und einen niederschwelligen Zugang zu den Programmen zu bieten, sodass etwa immer mehr Mütter mit kleinen Kindern teilnehmen können. So tragen Sprachkurse, interkulturelle Trainings sowie flexible Arbeitspensen entscheidend zum Erfolg bei», führt Lohm weiter aus. Und die Zahlen bestätigen dies: Seit 2019 blieben mehr als 60 Prozent der Programm-Teilnehmenden dem Unternehmen als Mitarbeitende erhalten – bei der Integrationsvorlehre beträgt die Retentionsrate sogar 100 Prozent.

Bei uns hat sich die Beschäftigung von Geflüchteten positiv auf das Unternehmen ausgewirkt. Dafür sind wir dankbar. Und wir möchten unsere guten Erfahrungen und Learnings der letzten neun Jahre teilen – damit es Unternehmen einfacher fällt, Geflüchtete zu integrieren.
Janie BissetCEO und CSO von IKEA Schweiz

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Unternehmen sind mit der Arbeitsintegration von Geflüchteten nicht allein. Der Staat und gemeinnützige Organisationen helfen dabei, das richtige Konzept zu finden. Und auch IKEA möchte seinen Teil dazu beitragen. Im Rahmen des diesjährigen Weltflüchtlingstags vom 20. Juni startet IKEA eine Aktion, um andere Unternehmen und deren CEOs bei der Implementierung ähnlicher Integrationsprojekte zu unterstützen. «Bei uns hat sich die Beschäftigung von Geflüchteten positiv auf das Unternehmen ausgewirkt. Dafür sind wir dankbar. Und wir möchten unsere guten Erfahrungen und Learnings der letzten neun Jahre teilen – damit es Unternehmen einfacher fällt, Geflüchtete zu integrieren», so Janie Bisset. In der Broschüre «Skills for Employment» sind diese ausführlich zusammengefasst und zum Download verfügbar. Im Herbst findet zudem ein Erfahrungsaustausch zum Thema statt, für den sich Vertreterinnen und Vertreter von interessierten Unternehmen anmelden können.