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Von den bescheidenen Anfängen zur weltweiten Marke – eine kurze Geschichte von IKEA

IKEA erreicht in der ganzen Welt Millionen Herzen und Wohnungen und Häuser. Und alles begann in einem kleinen schwedischen Ort in den 1940er-Jahren, als ein unternehmerischer Jugendlicher hoffte, den Menschen überall einen besseren Alltag zu schaffen.

Deckseite des IKEA Katalogs von 1973. Sie zeigt ein Paar, das es sich auf zwei TAJT Sesseln in einem Raum mit gelbem Teppich gemütlich macht.

Unsere Wurzeln

Ingvar Kamprad gründete IKEA 1943 im Alter von 17 Jahren. Zuerst verkaufte er Waren wie Stifte und Brieftaschen. Småland, seine Heimatprovinz in Schweden, besitzt tiefe Wälder und steinige Böden. Die schwierigen Landschaftsverhältnisse formten die Bewohner:innen zu zähen und einfallsreichen Menschen, die besonders gut darin sind, wenig optimal zu nutzen. Dies sind Eigenschaften, die seit jeher wichtiger Bestandteil von IKEA sind.

Das IKEA Sortiment entsteht

Als Belohnung für seine guten Schulnoten gab Ingvars Vater ihm eine kleine Summe Geld, die er nutzte, um eine Firma zu gründen. 1948 begann er, Möbel zu verkaufen. Dies war der Ursprung des IKEA Sortiments, wie wir es heute kennen.

Es ist das IKEA HANSA Regal von 1957 zu sehen, das aus dunklen Metallseitenteilen und Beinen und Holzböden besteht.
Es ist ein IKEA CAVELLI Sessel von 1959 mit olivgrünen Polstern und Beinen und Armlehnen aus dunklem Holz zu sehen.

Niedrige Preise und gute Qualität

IKEA Gründer Ingvar Kamprad war immer darauf aus, die bestmöglichen Preise anzubieten, aber ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Er war sich bewusst, dass manche seiner Wettbewerber bei der Qualität mogelten, um die Preise gering zu halten. Doch dazu war er nicht bereit. In der Ausgabe von 1948-1949 der Broschüre „ikéa-nytt” erklärte er, wie er die Preis so niedrig halten konnte. „Unsere niedrigen Preise – bei Weitem die niedrigsten Preis im ganzen Land – sind dank des hohen Absatzes, dank Direktlieferungen von der Fabrik und sehr niedrigen Betriebskosten möglich.“ Ingvars ursprüngliche Idee, Produkte mit einem niedrigen Preis und einer guten Qualität anzubieten, gilt auch heute noch uneingeschränkt und wurde zu einer der Eckpfeiler der IKEA Kultur und Identität.

Die Revolution des flachen Pakets beginnt

Hohe Kosten und die Schadensquoten, die entstehen, wenn Möbel per Versand verschickt werden, waren Ingvar stets ein Dorn im Auge. Obwohl es bereits flach verpackte Möbel gab, waren sie in Schweden noch nicht üblich. 1953 übernahm IKEA das flache Paket. Produkte zur Selbstmontage wurden sehr beliebt und zur Lösung für die kostenintensiven Transportprobleme.

Democratic Design

Der Wunsch, Produkte mit einem niedrigen Preis und einer guten Qualität anzubieten, war schon immer die treibende Kraft. Doch neben dem Preis und der Qualität gibt es noch drei weitere Aspekte, die bei der Entwicklung von IKEA Produkten berücksichtigt werden: Funktion, Form und Nachhaltigkeit. Wenn alle fünf Aspekte in einem ausgewogenen Verhältnis zutreffen, sehen wir das Design des Produkts als demokratisch an. Das Konzept des Democratic Design wurde offiziell bei der Mailänder Möbelmesse im Jahr 1995 eingeführt und kommt seitdem für die Entwicklung und Bewertung von Produkten zum Einsatz.

Satte Kund:innen sind fröhliche Kund:innen

Im Juni 1960 wurden Kaffee und kalte Gerichte in den IKEA Einrichtungshäusern angeboten. Am Ende des Jahres war die IKEA Restaurantküche voll ausgerüstet, inklusive Mikrowellengerät, was damals noch eine absolute Neuheit war. Alles von heißen Snacks wie Hamburgern bis hin zu À-la-carte-Gerichten wurde serviert. Die Idee geht auf etwas zurück, was Ingvar aufgefallen war: Die Menschen verließen das Einrichtungshaus zur Mittagszeit, um in den Restaurants von Älmhult oder auf der Straße etwas zu essen. Dies beeinträchtigte den gesamten Kaufprozess. Ihm wurde klar, dass hungrige Kund:innen weniger kaufen. Oder wie wir gerne sagen, es fällt schwer, auf leeren Magen Geschäfte zu machen.

IKEA expandiert und strukturiert um

  • 1950-1959: IKEA weitet den Betrieb in Schweden aus.
  • 1960-1969: Einrichtungshäuser in Dänemark und Norwegen werden eröffnet.
  • 1970er: Die Expansion wird in Ländern außerhalb Skandinaviens fortgesetzt, dazu gehören Australien, Österreich, Kanada, Deutschland, Hongkong, Japan, Kuwait, die Niederlande, Singapur und die Schweiz.
  • Frühe 1980er: Ingvar Kamprad sucht nach einer Eigentumsstruktur, die völlige Unabhängigkeit und eine langfristige Geschäftsperspektive gewährleistest. Er beschreibt dies als den Versuch, der Marke IKEA ein „ewiges Leben“ zu geben. Seine Lösung ist, die Eigentümerschaft vom Einzelhandelsbetrieb vom IKEA Konzept und der IKEA Marke zu trennen, um diese separaten Funktionen in unabhängigen Unternehmen unterzuringen, die im Rahmen eines Franchisesystems tätig sind.

Woher kommt der Name IKEA?

IKEA wurde nach den Initialen des Gründers Ingvar Kamprad, nach Elmtaryd, dem Bauernhof, auf dem er aufwuchs, und nach Agunnaryd, dem nahe gelegenen Dorf, benannt.

Bis zur letzten Aktualisierung im Jahr 2018 wurde das Logo seit den 1980er-Jahren nicht verändert. Die letzten Anpassungen waren notwendig, um die Lesbarkeit zu verbessern und eine gleichbleibende Wiedererkennung und Farbwiedergabe im digitalen Zeitalter sicherzustellen. Heutzutage muss das gleiche Logo genauso auf dem Bildschirm eines Mobilgeräts wie am Eingang eines Einrichtungshauses oder auf einer Papiertüte funktionieren.

Es sind mehrere Stapel des IKEA Katalogs auf einem Schreibtisch zu sehen. Der oberste Katalog auf einem der Stapel ist aufgeschlagen und die rechte Seite aufgerollt.

Die moderne Ikone: der IKEA Katalog

In den 1950er-Jahren wurde der erste jährlich erscheinende IKEA Einrichtungskatalog in Schweden veröffentlicht. Er wurde zum Aushängeschild des IKEA Marketings bis 2021, als die letzte Druckversion aus den Druckerpressen rollte.

Mehr darüber auf der IKEA Museum Website