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Chaos-Schublade als Ordnungsjoker: Der zweite IKEA Wohnmonitor untersucht den Ordnungssinn der Schweizer Bevölkerung

IKEA Wohnmonitor 2026
Die Menschen in der Schweiz mögen es aufgeräumt. Für die meisten gehört Ordnung zum Wohlfühlen zu Hause einfach dazu. Das geht aus dem zweiten «IKEA Wohnmonitor» hervor, den IKEA Schweiz gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Sotomo umgesetzt hat. Die repräsentative Studie mit 2410 Teilnehmenden aus der ganzen Schweiz gibt Einblick in die Gewohnheiten und Rituale des Wohnalltags und zeigt, wie die Menschen in der Schweiz ihr Zuhause organisieren.

Die Schweiz gilt gemeinhin als sehr ordentlich. Doch wie viel Wahrheit steckt in diesem Klischee? Der zweite IKEA Wohnmonitor gibt eine klare Antwort: sehr viel. Für fast zwei Drittel der Befragten gehört Ordnung zum Wohlbefinden zu Hause dazu. Entsprechend räumen sechs von zehn mindestens einmal pro Woche systematisch auf. Knapp jede zweite Person greift zwischendurch zur pragmatischen Variante und räumt Dinge erst einmal behelfsmässig weg.

„Ordnung ist etwas scheinbar Banales und Privates, aber gerade darin zeigen sich gesellschaftliche Muster. Mit dem zweiten IKEA Wohnmonitor schauen wir deshalb genauer hin: Wie wir zu Hause Ordnung schaffen und halten, erzählt viel darüber, wie wir zusammenleben, welche Bedürfnisse wir haben und wie wir unseren Alltag organisieren.“
Michael HermannGründer und Leiter von Sotomo

Ankommen und den Alltag abstreifen

Wie bereits der erste IKEA Wohnmonitor zeigte, ist das Zuhause für viele Menschen in der Schweiz ein Ort des Rückzugs. Der zweite Wohnmonitor richtet den Blick nun auf die Gewohnheiten und Rituale beim täglichen Heimkommen und Hinausgehen. Dabei bewegen sich die Menschen zwischen zwei Welten: der privaten und der öffentlichen. Beim Betreten des Zuhauses führen die meisten Menschen die gleichen Handgriffe aus: 92 Prozent ziehen als Erstes die Schuhe aus. Gut die Hälfte wäscht sich direkt die Hände, vor allem Menschen im städtischen Umfeld, und rund jede zweite Person wechselt in bequeme Kleidung. Das geschieht weniger aus hygienischen Gründen als vielmehr, um den Alltag Schritt für Schritt hinter sich zu lassen. Die eigentliche Kleidergrenze ist das Bett: Während sich ein Viertel der 18- bis 35-Jährigen regelmässig mit Strassenkleidern draufsetzt, ist das für 56 Prozent der Befragten ein absolutes Tabu.

Mit dem Heimkommen wird auch die Wohnung «aktiviert». Fast jede zweite Person lüftet, räumt auf oder schaltet Musik oder den Fernseher ein. Die Aussenwelt wird dabei nicht komplett ausgesperrt: Nur jede zweite Person schliesst die Haustüre nach dem Heimkommen ab, Alleinlebende deutlich häufiger als Familien. 

Auf dem Sofa lässt sich's entspannen – oder einschlafen  

Wer zu Hause abschaltet, tut das am liebsten auf dem Sofa. Vier von fünf Menschen in der Schweiz entspannen hier, deutlich häufiger als im Bett, auf dem Balkon oder im Garten. Offenbar so ausgiebig, dass rund jede vierte Person dabei regelmässig ungeplant einnickt. Besonders häufig passiert das bei älteren Erwachsenen ohne Kinder im Haushalt, in der italienischen Schweiz sogar bei mehr als einem Drittel der Befragten mindestens wöchentlich.  

Zum Wohlfühlen gehört für viele auch die passende Geräuschkulisse. Die Ruhe zu Hause wird geschätzt, Stille dagegen erstaunlich wenig. Nur knapp drei von zehn geniessen sie bewusst. Vier von zehn hören lieber Musik, ein Drittel schaltet das Radio ein. In der italienischen Schweiz läuft in rund jedem zweiten Haushalt der Fernseher im Hintergrund. 

Alles hat seinen Platz. Fast alles.

Ordnung hat in den meisten Haushalten der Schweiz System. Nirgends zeigt sich der Ordnungssinn der Menschen in der Schweiz deutlicher als in der Küche. Bei 86 Prozent der Befragten hat dort fast alles seinen festen Platz. Im Wohnzimmer sind es 76 Prozent. Auch beim Recycling ist die Schweizer Bevölkerung vorbildlich: Zwei Drittel verfügen über ein geordnetes Sammelsystem für sämtliche Wertstoffe, bei Wohneigentümerinnen und Wohneigentümern sind es sogar mehr als drei Viertel. 

Blinder Fleck «Vorratsschrank»

Ganz lückenlos ist das System allerdings nicht. Nur jede zweite Person weiss genau, welche Lebensmittel sich im Vorratsschrank befinden. Während in Einpersonenhaushalten zwei Drittel den Überblick behalten, sind es in Familienhaushalten weniger als die Hälfte. Ein Blick in die Vorratsschränke zeigt aber auch Gemeinsamkeiten: Milch, Butter, Käse und Eier gehören in den meisten Haushalten der Schweiz zur Grundausstattung. 

Wo das Chaos mitwohnt

Doch nicht nur Räume, auch gewisse Dinge entziehen sich dem Ordnungssystem. So stapeln sich Dokumente und Post bei rund der Hälfte der Befragten, 43 Prozent überlassen digitale Dateien dem Chaos. Bei den 18- bis 35-Jährigen schieben sogar fast sieben von zehn das Aufräumen von Dokumenten oder der Post auf. 

Selbst das Chaos folgt dabei einem System. Kleidungsstücke, die weder schmutzig noch sauber genug für den Schrank sind, landen bei vielen auf dem Kleiderstuhl (von manchen «Chair of Shame» genannt). Und auch die Chaos-Schublade gehört in drei von vier Schweizer Haushalten selbstverständlich dazu. Darin landen vor allem Kabel, Batterien oder Schreibwaren. Erinnerungsstücke sucht man dagegen vergebens: Die Chaos-Schublade ist kein sentimentales Archiv, sondern ein pragmatisches Tool im Alltag.  

Ordnung ist Verhandlungssache

Wo Menschen zusammenleben, ist Ordnung der häufigste Streitpunkt. Bei der Hälfte der Befragten führt sie mindestens einmal pro Monat zu Diskussionen, häufiger als Hygiene oder die Aufteilung der Hausarbeit. Besonders herausfordernd wird der Alltag mit kleinen Kindern. In zwei von drei Familien mit Kindern unter sieben Jahren ist es häufig nicht ordentlich aufgeräumt. Mit zunehmendem Alter der Kinder kehrt die Ordnung jedoch langsam zurück. Entsprechend gehört auch das Aufräumen zum Familienalltag. Am häufigsten wird darüber diskutiert, wenn die Kinder zwischen 7 und 13 Jahre alt sind. So streiten fast drei Viertel der Eltern mindestens einmal pro Woche mit ihrem Nachwuchs über herumliegende Spielsachen. 

Beim Aufräumen gehen die Meinungen auseinander  

Frauen und Männer nehmen ihren eigenen Beitrag zum Aufräumen unterschiedlich wahr. Frauen fühlen sich häufiger nur dann wohl, wenn alles ordentlich aufgeräumt ist. Zudem passen sie ihre Ansprüche öfter an die Bedürfnisse anderer Haushaltsmitglieder an. Männer sind dagegen häufiger der Meinung, beide würden zu Hause gleich viel aufräumen. Frauen sehen sich deutlich öfter selbst in der Hauptverantwortung. Unterschiede zeigen sich auch beim Ausmisten. Fast jede zweite Frau hat schon einmal heimlich Gegenstände entsorgt, von denen sich andere im Haushalt nicht trennen wollten. Bei den Männern ist es nur rund jeder vierte.  

„Ob Paare, Familien oder Singles: Die Vorstellungen davon, wie ordentlich ein Zuhause sein soll, gehen oft auseinander. Der Wohnmonitor macht sichtbar, wie unterschiedlich Menschen ihren Alltag zu Hause organisieren und welche Herausforderungen sich daraus ergeben. Für uns bei IKEA sind diese Erkenntnisse wichtig, um die Lebensrealitäten der Menschen in der Schweiz noch besser zu verstehen.“
Janie Bisset CEO und CSO von IKEA Schweiz.

Gut vorbereitet aus dem Haus

Irgendwann führt der Alltag auch wieder nach draussen. Bevor die Menschen in der Schweiz das Haus verlassen, wird das Zuhause erst einmal «stillgelegt». 93 Prozent schliessen die Haustüre ab, 85 Prozent löschen das Licht. Rund drei von zehn machen zudem einen letzten Kontrollgang und prüfen, ob Herd und elektrische Geräte ausgeschaltet und die Fenster geschlossen sind. Der Blick richtet sich dabei nicht nur zurück, sondern auch nach vorne. Gut jede dritte Person prüft vor dem Rausgehen die Wetterprognose – in den Grossstädten sogar fast jede zweite. Sie entscheidet darüber, ob Jacke, Sonnenbrille oder Regenschirm mitkommen. Mit dem Verlassen des Hauses schliesst sich der Kreis. Wie schon das Heimkommen folgt auch das Aufbrechen festen Gewohnheiten und Ritualen. 

 

Kontakt
IKEA Schweiz  
pr.ch@ikea.com 


Über IKEA Schweiz

1973 eröffnete IKEA in Spreitenbach im Kanton Aargau das erste Einrichtungshaus ausserhalb Skandinaviens. Heute betreibt IKEA Schweiz zehn Einrichtungshäuser und vier Planungsstudios (Plan and order points) an unterschiedlichen Standorten. Seit Oktober 2023 ist Janie Bisset CEO und CSO von IKEA Schweiz. IKEA Schweiz beschäftigt rund 3’200 Mitarbeitende und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von rund CHF 1,2 Milliarden.

Über die Ingka Group

Die Ingka Group (Ingka Holding B.V. und die von ihr kontrollierten Tochtergesellschaften) ist eine von zwölf Unternehmensgruppen, die im Rahmen von Franchiseverträgen mit IKEA Systems B.V. IKEA Einrichtungshäuser besitzen und betreiben. Die Ingka Group verfügt über drei Geschäftsbereiche: IKEA Retail, Ingka Investments und Ingka Centres. Mit mehr als 400 IKEA Einrichtungshäusern in 31 Ländern ist die Ingka Group ein strategischer Partner im Franchisesystem von IKEA. Die IKEA Einrichtungshäuser verbuchten im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 41,5 Milliarden Euro.

 

Die in früheren Berichten veröffentlichten Informationen, Fakten, Daten und Verpflichtungen basieren auf dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung geltenden Kenntnisstand. Diese Informationen können sich im Laufe der Zeit geändert haben.