IKEA Nachhaltigkeitsbericht GJ20 ist da: Auswirkungen der Pandemie abgemildert und Forstwirtschaftsziel erreicht

Parallel dazu stellt IKEA heute eine neue Forest Positive Agenda für 2030 vor, mit der die Arbeit zur Verbesserung der Artenvielfalt und zum Stopp des Klimawandels weltweit verstärkt werden soll. Ziel sind u. a. eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft weltweit zur Norm zu machen, und das auch über den IKEA Eigenbedarf an Holz hinaus. Es soll sichergestellt werden, dass mindestens ein Drittel des IKEA Holzsortiments aus recyceltem Holz hergestellt und weiterhin ausschließlich Holz aus nachhaltigeren Quellen verwendet wird, das von den weltweit glaubwürdigsten externen Zertifizierungssystemen zertifiziert ist.
„Dieses außerordentliche Jahr hat uns darin bestärkt, weiter entschlossen den Klimawandel zu bekämpfen und gleichzeitig unseren Einsatz für eine zirkuläre Wirtschaft und eine gleichberechtigte Gesellschaft zu intensivieren. Die Covid-19-Krise ist in vielerlei Hinsicht auch eine humanitäre Krise“, meint Lena Pripp-Kovac, Chief Sustainability Officer, Inter IKEA Group. „Trotzdem haben wir weitere wichtige Schritte gemacht: Wir arbeiten weiter daran, ein Produktsortiment zu entwickeln, das zirkulärer ist, und machen Fortschritte auf unserem Weg, in der Produktion 100 % erneuerbare Energie einzusetzen. Mit der neuen Forest Positive Agenda für 2030 möchten wir eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft zur Norm machen – und zwar über unsere eigene Geschäftstätigkeit hinaus.“
Zu den Höhepunkten des Geschäftsjahres 2020 zählen:
- Abmilderung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, Schutz und Unterstützung für die Gesundheit und das Einkommen von Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden, Lieferanten und Communitys über die gesamte IKEA Wertschöpfungskette hinweg.
- Erreichen des Forstwirtschaftsziels für 2020. Heute stammen mehr als 98 %** des verwendeten Holzes aus nachhaltigeren Quellen (FSC-zertifiziertes oder recyceltes Holz). Das gesamte in IKEA Produkten verwendete Holz wird aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern bezogen, die nicht zur Entwaldung beitragen.
- Weitere Reduzierung der Klimaauswirkungen von IKEA (auch unter Berücksichtigung des Umsatzrückgangs infolge geschlossener Einrichtungshäuser), zum Beispiel durch den Einsatz von mehr erneuerbarer Energie in Produktion und Transport, die Erhöhung der Energieeffizienz im Beleuchtungsund Elektrogerätesortiment und die Einführung von mehr Lebensmitteln auf Pflanzenbasis wie dem HUVUDROLL Proteinbällchen, das gegenüber den Zutaten des traditionellen Fleischbällchens eine Klimabilanz von 4 % aufweist.
- Abschluss der Beurteilung von mehr als 9.500 Produkten – von Möbeln bis zu Zubehör – anhand zirkulärer Kriterien.
- Tests von stärker zirkulär orientierten Services wie Rückkaufprogrammen.
- Ausbau des Angebots erschwinglicher Lösungen, damit Menschen zu Hause die Luft reinigen, Abfall reduzieren, Wasser sparen und saubere Energie erzeugen können.
„Das GJ20 markiert einen Wendepunkt in der Beziehung der Menschen zu ihrem Zuhause, da viele Menschen viel mehr Zeit als sonst zu Hause verbracht haben. Sie wünschen sich auch in Zukunft ein gesünderes und nachhaltigeres Leben, doch zeigen unsere Forschungen, dass dies für sie schwer umzusetzen ist. Für IKEA ist das eine hervorragende Möglichkeit und eine Verantwortung zugleich. Wir möchten ein gesundes und nachhaltiges Leben zur Standardoption machen, indem wir attraktive und nachhaltige Produkte und Lösungen zu niedrigen Preisen für die vielen Menschen anbieten“, erklärt Jon Abrahamsson, CEO, Inter IKEA Group.
Weitere Beispiele für die erzielten Fortschritte sind im IKEA Nachhaltigkeitsbericht für das GJ20 zu finden.
Auch in Österreich möchte IKEA maßgeblich dazu beitragen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. „Einer unserer Werte lautet ‚people and planet positive’ und in Österreich stehen wir voll und ganz dahinter. Unsere Aufgabe als Unternehmen ist es, unseren größtmöglichen Beitrag zu leisten, die Welt in ein Zuhause zu verwandeln, das gut für die vielen Menschen und den Planeten ist. Es liegt uns am Herzen, die Dinge zum Positiven zu verändern und die Führung zu übernehmen, etwa, wenn es um die Reduktion des CO2-Fußabdrucks des Unternehmens, aber auch jedes einzelnen geht“, so Alpaslan Deliloglu, Country Manager und Chief Sustainability Officer IKEA Österreich. In Österreich passiert das unter anderem erfolgreich im Zuge der #heimlichehelden Kampagne. Das Ziel ist es, die Menschen zu inspirieren und sie dabei zu unterstützen, herauszufinden, welchen Beitrag sie selbst leisten können: „Denn eine bessere Welt beginnt bei uns Zuhause“, meint Alpaslan Deliloglu. Unterstützend wirkt dabei die Zusammenarbeit mit namhaften Partnern. So ist IKEA Österreich auch Teil von diversen Kooperationen im Nachhaltigkeitsbereich, wie der WWF Climate Group.
Um eine positive Klimabilanz zu erreichen, setzt IKEA Österreich auf nachhaltige und innovative Konzepte für die neuen Standorte und Bauprojekte. Das Logistikzentrum in Strebersdorf wurde mit der modernsten und nachhaltigsten Technik ausgestattet: größter Eisspeicher Mitteleuropas, hocheffiziente Luftwärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen. Ein weiteres Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit ist der IKEA am Westbahnhof, der Ende August 2021 eröffnet werden soll. Autofrei und mitten in der Stadt, spart er rund 350.000 Autofahrten, also 1.000 Tonnen CO2, gegenüber einem herkömmlichen Einrichtungshaus. Durch Begrünung der Fassaden und Ansiedlung von Vögeln und Bienen trägt er positiv zum Mikroklima und zur innerstädtischen Biodiversität bei.
Ein weiteres Thema ist die soziale Verantwortung bei IKEA Österreich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 beliefe sich das Spendenbudget auf 233.000 Euro. Im Frühjahr hat das Unternehmen zusätzliche 256.000 Euro für Corona-Soforthilfen bereitgestellt. Im März wurden zum Beispiel 50.000 chirurgische Schutzmasken an Ärzte und Krankenhäuser gespendet. Im Mai wurden wichtige Organisationen wie die ROTEN NASEN, SOS Kinderdorf, Diakonie de La Tour, Caritas und viele mehr mit Sachspenden während der Coronakrise unterstützt. Insgesamt belief sich das Spendenbudget somit auf 489.000 Euro. „Nachhaltigkeit bedeutet auch, einen positiven, gesellschaftlichen Einfluss zu entfalten, der allen in der IKEA Wertschöpfungskette zugutekommt“, so Alpaslan Deliloglu.
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