IKEA ist jetzt Mitglied der Österreichischen Matratzen Allianz

Gemeinsam für eine verpflichtende erweiterte Herstellerverantwortung (EPR)
Initiiert von NEVEON, dem Start-up MATR und Betten Eberharter gemeinsam mit dem Climate Lab, verfolgt die Österreichische Matratzen Allianz das Ziel, die österreichische Matratzensektor zukunftsfähig und zirkulär zu gestalten. Die im September 2024 gegründete Allianz zählt mittlerweile 25 Mitglieder – darunter ab sofort auch IKEA Österreich. „Wir freuen uns sehr darüber, mit IKEA Österreich unseren bisher größten Partner gewonnen zu haben und sind gespannt, was wir in Zukunft gemeinsam bewirken können“, freut sich Roman Eberharter, Obmann der Österreichischen Matratzen Allianz.
Als Auftakt der Kooperation hat IKEA und die Österreichische Matratzen Allianz zum Dialog im Climate Lab eingeladen. Gemeinsam mit Stakeholdern der Matratzen- und Recyclingbranche wurde diskutiert, was es für eine erweiterte Herstellerverantwortungen (EPR) in Österreich braucht und was man aus Systemen in anderen europäischen Ländern lernen kann. Die Expert:innen waren sich einig, dass eine verpflichtende erweiterte Herstellerverantwortung essenziell ist, um die Zirkularitätsrate in Österreich zu erhöhen.
„Als ein großer Matratzenhändler in Österreich wollen wir als IKEA Verantwortung übernehmen und dazu beitragen, die Kreislaufwirtschaft zu stärken“, erklärt Florian Thalheimer, Country Sustainability Manager bei IKEA Österreich. Und gerade im Bereich Kreislaufwirtschaft gibt es in Österreich noch viel Luft nach oben, denn die Zirkularitätsrate beträgt in Österreich aktuell schwache 9,7 Prozent. Um Kreislaufwirtschaft möglichst effizient zu gestalten, setzt IKEA auf die vier Pfeiler Design, Materialien, Kund:innen und Partnerschaften. „Partnerschaften sind ein besonders wichtiger Faktor, da Großes alleine nicht möglich ist. Wir freuen uns, Teil der Österreichischen Matratzen Allianz und damit Teil eines Zusammenschlusses zu sein, der sich nicht die Frage stellt, ob Kreislaufwirtschaft möglich ist, sondern wie wir sie gemeinsam umsetzen können.“, so Thalheimer.
Matratzen mit Zukunftspotenzial
„EU-weit werden etwa 40 Millionen Matratzen jährlich entsorgt, wobei die Mehrheit verbrannt wird oder auf Mülldeponien landet. Nur 10 Prozent werden werkstofflich wiederverwendet. Dabei haben speziell Matratzen ein hohes Potenzial der Zirkularität. Unser Beteiligungsunternehmen RetourMatras beweist, dass 85 Prozent einer Matratze zurückgewonnen und als Sekundärmaterial wiederverwendet werden können“, weiß Alberic Pater von Ingka Investments bzw. RetourMatras, einem Best Practice Unternehmen, welches erfolgreich mehrere Matratzen-Recyclinganlagen in den Niederlanden betreibt und bereits eng mit IKEA zusammenarbeitet. Wie am Beispiel RetourMatras in den Niederlanden deutlich wird und auch Expert:innen in Österreich betonen, ist Handlungsbedarf auf EU-Level ebenso notwendig wie auf nationaler Ebene: denn erst durch verpflichtende Vorgaben kann das Rohstoffrecycling ein wirtschaftlich sinnvolles Volumen erreichen.
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IKEA_ÖMA_StakeholderEvent_(c)IKEA Österreich GmbH 2025
Vortragende des Events (v.l. Michael Bednarek, NEVEON; Helene Patterman, ÖMA; Verena Judmayer, MART; Florian Thalheimer, IKEA Österreich; Erna Etlinger, BMLUK; Roman Eberharter, Betten Eberharter; Alberic Pater, Ingka Investments)

IKEA_ÖMA_StakeholderEvent_(c)IKEA Österreich GmbH 2025
v.l. Verena Judmayer, Schriftführerin ÖMA, MATR; Florian Thalheimer, Sustainability Manager, IKEA Österreich; Roman Eberharter, Obmann ÖMA, Betten Eberharter, Michael Bednarek, Kassier ÖMA, NEVEON



IKEA_ÖMA_StakeholderEvent_(c)IKEA Österreich GmbH 2025
Verena Judmayer und Roman Eberharter, ÖMA