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Ratgeber Bettdecken:​ Bettdecken-Arten, Vergleich & Pflege

Hej, willkommen bei unserem Ratgeber rund ums kuschelige Thema Bettdecken. Ob fürs Schlafzimmer, Kinder- oder Gästezimmer: erst die richtige Bettdecke macht aus einem Bett eine Ruheoase, auf die du dich den ganzen Tag lang freuen kannst. In unserem Ratgeber dreht sich alles um Füllungen, Wärmeleistung, Feuchtigkeitsaufnahme, Deckenpflege und mehr. Damit am Ende keine Fragen mehr offen sind und du genau die Bettdecke bekommst, die zu dir und deinem Schlafbedürfnis passt.

Wie Die verschiedenen Bettdecken-Arten

Bei IKEA findest du drei Arten von Bettdecken-Füllungen. Wir unterscheiden hierbei zwischen natürlichen Füllungen mit Daunen und synthetischen Füllungen aus Polyester oder Lyocell. Alle Füllungen haben besondere Eigenschaften und sollen dir dabei helfen, gemütlich und erholsam ein- und durchzuschlafen.

Daunendecken & Federdecken

Die meisten denken wohl an eine Daunenbettdecke oder Federbettdecke, wenn sie an Bettdecken denken. Die natürliche Füllung von Federbetten bietet einige Vorteile: Federbettdecken sind leicht und anschmiegsam, sie bieten dir dieses herrliche, eingekuschelte Gefühl. Daunen und Federn verfügen zudem über exzellente Wärmeeigenschaften, was sie vor allem für alle, die nachts leicht frieren, ideal macht. Noch ein Vorteil: Feuchtigkeitsregulierung und Temperaturausgleich sind gut. Wenn du in der Nacht nicht oder nur leicht schwitzt, sind Daunen- und Federdecken ideal. Gibt es auch Gründe, die für eine Bettdecke aus einem anderen Material sprechen? Tatsächlich sind Daunendecken und Federdecken nicht für alle geeignet. Allergikerinnen und Allergiker könnten hier Probleme bekommen (vor allem, weil die Decken nicht bedenkenlos bei 60° oder mehr gereinigt werden können). Und: Die Pflege von Daunen- und Federdecken ist etwas aufwändiger als bei Decken mit synthetischer Füllung. Zur Pflege von Daunendecken kommen wir später noch.

Lyocell-Bettdecken

Lyocell ist eine Zellulosefaser, die industriell aus dem natürlichen Rohstoff Holz hergestellt wird. Eine Lyocell-Bettdecke verfügt also eigentlich über eine natürlich-synthetische Füllung. Lyocell ist ein spannendes Material, dass deinem Schlaf und der Umwelt guttut, da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist und Lyocell so über eine gute Ökobilanz verfügt. Wärmeleistung und Feuchtigkeitsregulierung sind sehr gut, zudem können Allergikerinnen und Allergiker hier bedenkenlos zugreifen (auch weil Lyocell bei 60° gewaschen werden kann). Im Vergleich zu Daunen- und Federdecken ist auch die Pflege wesentlich einfacher, Lyocell ist zudem äusserst robust. Mögliche Gründe, die für ein anderes Material sprechen? Lyocell ist etwas steifer als Feder und Daune – und dadurch etwas weniger anschmiegsam.

Polyester-Bettdecken

Neben Lyocell ist die synthetische Füllung aus Polyester eine Alternative zu Daunen und Federn – nicht nur für Veganerinnen und Veganer. Polyester-Decken verfügen über gute Temperatureigenschaften und bieten das beste Preis-Leistungsverhältnis. Wenn du also zum Beispiel noch nach einigen günstigen Bettdecken fürs Gästezimmer suchst, bist du hier richtig. Weitere Vorteile von Polyester-Füllungen: Microfaser ist sehr leicht und sorgt so für ein luftiges Schlafgefühl. Ausserdem ist die Pflege einfach. Das freut auch Allergikerinnen und Allergiker, weil Staub und Milben keine Chance haben. Eventuell bei der Wahl von Polyester zu bedenken: Auch wenn sich in den letzten Jahren viel getan hat, ist die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit von Polyester nicht vergleichbar mit der von Daunen und Federn oder Lyocell-Füllungen. Wenn du aber in der Nacht kaum oder gar nicht schwitzt, kannst du hier bedenkenlos zugreifen.

Die richtige Bettdecke für jede Jahreszeit

Je nach Jahreszeit schwankt auch die Temperatur im Schlafzimmer. Im Winter ist es kälter, im Sommer wärmer. So weit, so bekannt. Es gibt aber noch andere Situationen, in denen sich spezielle Bettdecken anbieten: Auf der Skihütte braucht es andere Decken als im Ferienhaus im Süden, im Campingwagen andere als im luftigen Kellerzimmer. Und wenn zwei verschiedene Schlaftypen im selben Bett schlafen, kann es auch spannend werden: Wenn der Partner gerne bei offenem Fenster schläft und Kälte als angenehm empfindet, ist so eine warme Daunendecke schon ein Segen…

Winterdecken

Winterdecken sind warme Bettdecken, die dafür sorgen sollen, dass du bei kalter Umgebungstemperatur nicht frieren musst. Die erste Wahl (auch bei extrem warmen Bettdecken für sehr kälteempfindliche Schläferinnen und Schläfer) ist hier die Daunenbettdecke. Keine andere Füllung gewährt mehr Wärme als Federn und (vor allem) Daunen. Das liegt daran, dass Daunen über kleine Häkchen verfügen, die sich im Inneren der Decke verästeln und so für ein besonders flächendeckendes warmes Klima sorgen. Bettdecken mit Polyester- oder Lyocell-Füllung erreichen mittlerweile ebenfalls gute Wärmeleistungen, kommen aber nicht ganz an die Eigenschaften von Daune und Feder heran. Dafür sind sie pflegeleichter und leichter auch bei wärmeren Umgebungstemperaturen einsetzbar.

Sommerdecken

Wird es wärmer (oder ist es bei dir im Schlafzimmer generell etwas wärmer), bieten sich kühle Bettdecken an. Diese sogenannten Sommerdecken sind tatsächlich kühlende Decken, die dank raffinierter Stepparten und cleverer, atmungsaktiver Füllungen Wärme ableiten und so für Kühlung sorgen. Das macht Sommerdecken nicht nur für heisse Temperaturen ideal, sondern auch zum Segen für alle, die in der Nacht zu starkem Schwitzen neigen. Dünnere, kühlende Sommerdecken sind oft mit Lyocell oder Polyester gefüllt, wiegen weniger und sind sehr pflegeleicht.

Ganzjahresdecken

Eine Decke für das ganze Jahr? Ganzjahresdecken und Vierjahreszeitendecken machen es möglich. Eine Ganzjahresdecke besitzt eine spezielle, perfekt abgestimmte Füllung, die im Winter wärmt und im Sommer kühlt und nur bei extremen Temperaturen an ihre Grenzen stösst. Diese fast magische Eigenschaft, sich an so gut wie jede Gegebenheit anzupassen, hat meist aber auch ihren Preis. Eine andere Möglichkeit bietet da die Vierjahreszeitendecke. Diese besteht aus zwei Decken mit abweichendem Füllgewicht. Die Decken sind mit Klettverschluss oder Druckknöpfen miteinander verbunden und geben als Team die perfekte Winterdecke ab. Wird es wärmer, kannst du die Decken einzeln verwenden. So kommst du mit deiner Vierjahreszeitendecke perfekt durchs ganze Jahr.

Die Weitere Kriterien bei der Auswahl der richtigen Bettdecke

Bettdeckengrösse & Gewicht

Bei der Bettdeckengrösse gilt: Such dir eine Decke aus, die den ganzen Körper bedeckt und dich schön kuschelig umhüllt. Kalte Zehen sind nicht erholsam. Mit einer Bettdecke für Einzelbetten Grösse 150 x 200 oder Bettdecken für Doppelbetten Grösse 240 x 200 machst du meist nichts falsch. Beim Gewicht gibt es nur eine wichtige Regel: Du musst dich wohlfühlen. Hier ist ein Probeliegen in deinem IKEA Einrichtungshaus die beste Wahl. Nur so kannst du für dich herausfinden, was du magst: Eine schwerere Decke, die dich wunderbar umhüllt? Oder doch lieber eine leichte Decke, die dich luftig sanft bettet? Finde es bei uns heraus. Wir beraten dich gerne.

Temperaturausgleich, Feuchtigkeitsaufnahme & Atmungsaktivität

Temperaturausgleich, Feuchtigkeitsaufnahme und Atmungsaktivität sind die wahrscheinlich wichtigsten Eigenschaften einer Bettdecke. Eine temperaturausgleichende Bettdecke sorgt im Idealfall dafür, dass es unter der Decke immer gleich warm oder kühl ist. Hierbei gilt, dass Winterdecken Wärme unter der Decke isolieren, Sommerdecken Wärme nach aussen leiten sollten. Feuchtigkeitsaufnahme und Atmungsaktivität gehören zusammen. Nur wenn eine Decke atmungsaktiv ist und über eine gute Feuchtigkeitsaufnahme verfügt, vermindert sie nächtliches Schwitzen und kann Schweiss so aufnehmen, dass dein Schlaf nicht unangenehm durch Feuchtigkeit gestört wird.

Pflegeaufwand

Wie du gleich lesen wirst, sind vor allem Feder- und Daunenfüllungen etwas aufwändiger in der Pflege. Lyocell und Polyester machen es dir wesentlich einfacher – beide Füllungsarten vertragen die Pflege in der Waschmaschine bei 60°. Anders ausgedrückt: Das luxuriöse Schlafgefühl unter Daunen hat seinen Pflegepreis. Das kannst du in deine Überlegungen beim Deckenkauf mit einbeziehen.

Daunendecken richtig pflegen, waschen und trocken

Daunendecken kannst du leider nicht einfach bei 60° in der Waschmaschine waschen. Die Daunendecken-Pflege verdient also ein eigenes Kapitel in diesem Ratgeber. Hier erfährst du, wie du mit Federn und Daunen gefüllte Bettdecken waschen und Bettdecken trocknen kannst – um sehr lange sehr viel Freude mit deinen edlen Schlafhelfern zu haben.

Daunendecken pflegen

Bevor du deine Daunendecke überhaupt waschen musst, kannst du mit der idealen täglichen Pflege schon viel tun. Tägliches Lüften und Ausschütteln bringt wieder Volumen in die Decke, sorgt für Trockenheit und entfernt Staub und Milben. Am besten machst du es hier wie Frau Holle und verzichtest auf einen Teppichklopfer. Grundsätzlich kannst du darauf achten, die Daunenbettdecke vor (länger anhaltender) Feuchtigkeit und Sonne zu schützen. Hältst du die Bettdecke trocken und im Schatten, freut das die empfindlichen Daunen.

Daunendecken waschen

Die gute Nachricht zuerst: Du kannst deine Daunendecke in der Waschmaschine waschen (etwa ein- bis zweimal pro Jahr). Du musst nur, im Vergleich zu Lyocell oder Polyester, ein bisschen vorsichtiger vorgehen. Das bedeutet: Unbedingt das Waschetikett beachten und die Anweisungen einhalten. Wäschst du Daunen zu heiss oder falsch, gehen sie kaputt. Als Waschmittel kannst du ein spezielles Daunenwaschmittel verwenden, ein handelsübliches Feinwaschmittel (am besten Wollwaschmittel) tut es aber auch. Etwa ein Drittel der sonst üblichen Menge Waschmittel ist für deine Decke ausreichend. Wichtig: Keine Weichspüler oder Waschmittel mit optischen Aufhellern verwenden. Als Programm kannst du ein Fein- oder Wollwaschprogramm wählen, ganz wichtig ist ein weiterer reiner Wasserwaschgang nach dem eigentlichen Waschgang, um sicherzustellen, dass das Waschmittel wirklich komplett aus den Daunen gewaschen wurde. Als Schleuderzahl kannst du für den extra Waschgang eine niedrige Zahl wählen.

Daunendecken & -Kopfkissen trocknen

Die Wäsche ist das eine, das andere ist die Trocknung deiner Daunendecke (und deines Daunenkopfkissens). Anhaltende Feuchtigkeit schadet Daunen enorm, deswegen kannst du ganz sicher gehen und die Daunendecke im Trockner trocknen. Wichtig ist grundsätzlich, dass du ein schonendes Trocknungsprogramm wählst. Eine niedrige Temperatur (30°) bietet sich hier an. Ist das Programm beendet, kannst du ganz märchenhaft die Decke (und das Kissen) ausschütteln und überprüfen, ob alles trocken ist. Spürst du noch feuchte Stellen, kommen Decke und Kissen zurück in den Trockner. Ganz wichtig: Kissen und Decken mit Daunenfüllung zum Auskühlen und/oder Trocknen auslegen und nicht aufhängen, so verteilt sich die Füllung nicht ungünstig.

Tipp für Daunendecken im Trockner

Die Zauberworte lauten „schonendes Trocknen“. Wähle ein schonendes Programm, niedrige Trockentemperaturen und lege die Textilien am Ende zum Auskühlen aus, anstatt sie aufzuhängen. Daunen sind empfindlich. Pflege mit Fingerspitzengefühl ist also der richtige Weg. Am Ende noch ein Tipp, wie du mit einem einfach Trick Daunenkissen und -decken im Trockner bauschiger und fluffiger bekommst: Einfach mit Tennisbällen zusammen im Trockner trocknen. Die Tennisbälle (bitte farb- und geruchsneutral) verhindern nämlich das Verkleben der Wäsche und damit Schaden an den Daunen.

Ideen & Inspirationen