Zum inhalt wechseln

Traumhaft schlafen: Hier ein paar Tipps

Stell dir vor, du wirst 90 Jahre alt. Das bedeutet, dass du während deines Lebens 32 Jahre schlafend verbringst. Wenn du morgens müder aufwachst, als du abends ins Bett gegangen bist, lohnt es sich, über ein paar Veränderungen nachzudenken. Wir haben unsere Inneneinrichterin Emma Parkinson gebeten, ein paar Tipps für bessern Schlaf zusammenzustellen, die du noch heute umsetzen kannst.

Eine Frau legt ein Kissen auf einen Stapfel weicher Matratzen, Bettdecken und Bettwäsche.
Eine Frau legt ein Kissen auf einen Stapfel weicher Matratzen, Bettdecken und Bettwäsche.
Die Seite eines gemachten Bettes mit Ablagetisch, darauf u. a. IKEA 365+ Karaffe mit Stöpsel aus Klarglas/Kork, Bücher, ein Wecker und eine Leuchte.

Welche Bettgewohnheiten hast du? „Jeder Mensch hat einen anderen Ablauf beim Zu-Bett-Gehen”, sagt Emma. „Aber ein paar gute Gewohnheiten und etwas Vorbereitung sind wichtige Voraussetzungen für besseren Schlaf.” Einiges davon ist sinnvoll für jeden: Wenn du im Bett liest, im Internet surfst oder fernsiehst, solltest du Kissen für den Rücken griffbereit haben.

Du wachst unerwartet auf? Wenn du nachts öfter Durst hast, solltest du dir ein Glas Wasser ans Bett stellen. Und für den Gang zur Toilette hilft dimmbares Licht im Schlaf- und Badezimmer, damit deine Augen nicht geblendet werden.

Entspannst du dich auch wirklich? Bettgewohnheiten helfen dir, besser in den Schlaf zu finden. Ein erster Schritt kann sein, dir den Wecker zu stellen. Wenn du vor dem Zubettgehen Sport gemacht hast, solltest du danach etwas warten, bis deine Körpertemperatur sich normalisiert hat.

Ein GIF zeigt eine Frau, die auf HÖVÅG Taschenfederkernmatratze mittelfest/dunkelgrau liegend unterschiedliche Schlafpositionen einnimmt

Wie schläfst du? „Die richtige Matratze mit dem passenden Kopfkissen helfen, deine Wirbelsäule zu unterstützen und Druckpunkte zu verhindern”, weiss Emma. „Und deine Matratze sollte in jedem Fall gross genug sein, damit du dich strecken und dehnen kannst.”

Seitenschläfer brauchen eine Matratze, die ihre Wirbelsäule in einer neutralen, entlasteten Position hält. Ein festeres, höheres Kopfkissen sorgt dafür, dass dein Kopf und Nacken eine Linie mit deiner Wirbelsäule bilden.

Rückenschläfer benötigen eine Matratze, die Nacken und Lendenwirbelbereich unterstützt. Ein mittelhohes Kissen stützt deinen Kopf in dieser Position ideal, ohne ihn in Richtung Brust zu knicken.

Bauchschläfer brauchen eine Matratze, die überall stützt. Ein niedriges Kopfkissen hält deinen Kopf in der richtigen Höhe und verhindert eine Überstreckung des Nackens.
Schläfst du nicht alleine, sorgt eine Schaumstoffmatratze dafür, dass deine Bewegungen den anderen Schläfer nicht oder nur sehr abgeschwächt erreichen.

Wie steht es bei dir mit dem Aufräumen? „Hausstaubmilben, deren Ausscheidungen allergische Reaktionen verursachen können, lieben es feucht, warm und dunkel”, berichtet Emma. „Je trockener und sauberer also Matratze und Bettwäsche sind, desto schwerer wird es für die kleinen Biester.” Nach dem Aufstehen solltest du deswegen ein bis zwei Stunden warten, bevor du das Bett machst. So hat es Zeit komplett zu trocknen. Oder noch besser: Du machst dein Bett überhaupt nicht.

Grünzeug. Pflanzen wie z. B. Aloe Vera reinigen die Umgebungsluft und verbessern so die Luftqualität im Schlafumfeld. Ein erhöhter Sauerstoffgehalt fördert ebenfalls einen erholsamen Schlaf.

Angenehmes für die Füsse. Ein weicher Teppich vor dem Bett ist flauschig unter deinen Füssen und hält sie sauber. So bleibt das Bett länger sauber und frisch.

Fühlt sich das gut für dich an? „Schlafkomfort ist etwas sehr Individuelles”, erzählt Emma. „Materialien in Kissen, Bettdecken und Matratzen beeinflussen unser Schlafverhalten, besonders hinsichtlich der empfundenen Wärme oder Kälte.”

Frierst du nachts? Vergiss nicht, dass 80% der Körperwärme durch die Bettdecke wandern. Achte also darauf, dass du eine dicke, warme Bettdecke und bei Bedarf noch andere Decke zur Hand hast. Bettdecken werden normalerweise nach ihrer Wärmekapazität gekennzeichnet.

Du wachst verschwitzt auf? Dann schau dir Materialien wie Lyocell näher an. Das Material wird in Bettdecken und auch in Bettwäsche verwendet, ist sehr atmungsaktiv und leitet Feuchtigkeit weg vom Körper. Leinen nimmt ebenfalls Feuchtigkeit auf. Und auch Federkernmatratzen sorgen für eine gute Belüftung.

Wenn du Allergiker bist, solltest du zu Kunstfasern greifen, die sich häufig waschen lassen.

Eine Waschküche mit offenem Waschkorb, einer Matratze mit Staubsauger und einem Trockner, aus dem HÖNSBÄR Decke, warm mit einigen Tennisbällchen quillt

Und wann pflegst du? „Matratzen und Bettwäsche benötigen regelmässig Pflege, fast wie ein Auto”, sagt Emma. Mit anderen Worten: Ab und zu solltest du alles gründlich waschen und sauber machen.

Pflege für deine Matratze. Deine Matratze muss regelmässig gestaubsaugt werden. Doch Staub und Staubmilben sammeln sich mit der Zeit trotzdem an (daher empfehlen wir alle 8-10 Jahre den Kauf einer neuen Matratze). Einige Matratzen sind in jede Richtung wendbar, was ihre gleichmässigere Abnutzung gewährleistet.

Erholung für Kissen und Bettdecken. Bettdecken, Kissen, Bettwäsche und abnehmbare Bezüge sowie Matratzenschoner solltest du regelmässig bei 60°C waschen. Bei dieser Temperatur sterben Milben ab. Danach kannst du alles im Trockner oder draussen in der Sonne trocknen. Memoryschaum lässt sich mit einem feuchten Lappen abwischen. Produkte aus Federn und Daunen brauchen übrigens nur ein Drittel der Waschmittelmenge.

Und hier noch ein paar Tipps zum Abschluss: Mit ein paar Tennisbällen im Trockner verteilt sich die Füllung in Decken und Kissen beim Trocknen effizienter. Und eine Nacht im Gefrierfach tut so manchem Kissen einmal gut, weil durch die Minustemperaturen Milben absterben.

Inneneinrichterin: Emma Parkinson
Digital Designer: Lasse Johansson
Text: Marissa Frayer
Fotografie: Mårten Linton
Redaktion: Linda Harkell