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SOZIALUNTERNEHMEN

IKEA Sozialunternehmen – gemeinsam Positives bewirken

Sozialunternehmen versuchen den Alltag der Menschen in ihrer Region zu verbessern. Dazu nutzen sie Geschäftsmodelle, um die Herausforderungen im Bereich Gesellschaft und Umwelt anzugehen, wie z. B. die Bekämpfung von Armut und die Stärkung von Frauen.
Seit 2012 betreibt IKEA verschiedene Partnerschaften mit Sozialunternehmen, die lokale Kunsthandwerker in gefährdeten Gebieten in der Welt beschäftigen. Diese Unternehmen sind überwiegend Selbsthilfegruppen und von Frauen betriebene Kooperativen. Sie können sich durch das Verdienen eines angemessenen Lebensunterhalts Respekt verschaffen und ihren Familien eine bessere Zukunft ermöglichen.
Gemeinsam entwickeln wir einzigartige Produkte und nutzen traditionelles Handwerk und Material, um limitierte Kollektionen in IKEA Einrichtungshäusern in ausgewählten Ländern anbieten zu können.
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TILLTALANDE – So entstehen Arbeitsplätze
Tahani Al Khatib, Kunsthandwerkerin aus Palästina, erschuf gemeinsam mit IKEA die TILLTALANDE Kollektion.
Tahani Al Khatib, Kunsthandwerkerin aus Palästina, arbeitet für IKEA und die Jordan River Foundation
Am 20. Juni 2018 ehren wir mit dem Weltflüchtlingstag den Mut, die Stärke und das Durchhaltevermögen der über 65 Millionen Menschen, die aufgrund von Krieg und Verfolgung ihr Zuhause verlassen mussten.
Als Reaktion auf die Flüchtlingskrise beschloss IKEA, auf die Weise zu helfen, mit der wir uns am besten auskennen – also, indem wir Geschäfte machen und Arbeitstellen schaffen. Wie zum Beispiel mit TILLTALANDE. TILLTALANDE ist eine Kollektion wunderbar handgearbeiteter Textilien, deren Herstellung im Rahmen von Integrationsmassnahmen erfolgt. Durch die Beschäftigung von Jordanierinnen und Flüchtlingsfrauen aus Syrien unterstützen wir gleich zwei Gruppen von Kunsthandwerkerinnen.
TILLTALANDE wird in Kooperation mit der Jordan River Foundation hergestellt und entstand aus dem dringenden Bedarf, Menschen Arbeit zu verschaffen und sie so in die Gesellschaft einzugliedern. Aktuell sind mehr als 100 Kunsthandwerkerinnen Teil dieser Initiative. Ihre Zahl wird sich im Laufe des nächsten Jahres verdoppeln und bis Ende 2020 voraussichtlich auf 400 Personen ansteigen.
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Gute Geschäfte mit moralischem Anspruch
Open Arms ist ein Sozialunternehmen in Texas, das Flüchtlingsfrauen Beschäftigung anbietet. Thang Zuali verwandelt hier IKEA Stoffreste in neue Produkte.
Wir wollten Flüchtlingen die Möglichkeit bieten, ihr Leben wieder aufzubauen – international, aber auch lokal. Open Arms in Austin, Texas begann als eine kleine, lokale Initiative, die mit nur einem IKEA Einrichtungshaus zusammenarbeitete. Ziel des Projekts war es, Flüchtlingsfrauen durch Beschäftigung bei fairen Löhnen zu stärken. Hier verwandeln sie IKEA Stoffreste in neue Produkte.
Inzwischen ist Open Arms ein florierendes Unternehmen und stellt statt der anfänglichen 2.000 Produkte pro Jahr beinahe 20.000 her. Das Programm in Austin hat für IKEA Modellcharakter: Inzwischen arbeiten fast 20 Einrichtungshäuser mit Upcycling-Kollektionen und mehr als 100 Einrichtungshäuser führen grössere, internationale Kollektionen, die in Zusammenarbeit mit Sozialunternehmen entstanden. Sie alle haben gemein, dass sie von denselben ethischen Werten und Zielen angetrieben werden: Flüchtlingsfrauen zu ermöglichen, auf eigenen Beinen zu stehen, sich zu integrieren und für sich und ihre Familien zu sorgen.
Yalla Trappan ist eine Sozialinitiative, die im IKEA Einrichtungshaus Malmö einen Nähservice anbietet. Neire Kerimovska und Karin Wingren sprechen hier über einen Kissenbezug.
Thang Zuali ist eine von sechs burmesischen Flüchtlingen, die aus Burma (auch bekannt als Myanmar) flüchteten und ein neues Leben in den USA begannen. „Früher hatten wir kaum das Geld, um Kleidung zu kaufen”, sagt Thang, „aber jetzt können wir wie normale Menschen leben.”
Yalla Trappan ist eine Sozialinitiative, die im IKEA Einrichtungshaus Malmö einen Nähservice anbietet. Neire Kerimovska und Karin Wingren, Customer Relations Managerin, sprechen hier über Kissenbezüge, die von einem Kunden bestellt wurden.
„Wir sind keine Hilfsorganisation. Durch die Zusammenarbeit mit Sozialunternehmen tragen wir zum Lebensunterhalt bei und können unseren Kunden gleichzeitig einzigartige Handarbeit anbieten. Das ist ein gutes Geschäft. Für uns alle.”
Vaishali Misra, Business Leader für Sozialunternehmensinitiativen bei IKEA of Sweden.
PÅTÅR Sonderedition
Die PÅTÅR Sonderedition ist ein hochwertiger Kaffee aus 100% Arabicabohnen, der aus einem einzigen Anbaugebiet bezogen wird, der Region Weisser Nil in Uganda. Es ist ein hochwertiger, frisch-fruchtiger Kaffee in mittlerer Röstung mit leichtem Hauch von Vanille und Karamell.
Ein Kaffee aus einem einzigen Anbaugebiet, 100 % hochwertige Arabicabohnen aus Uganda
Uganda ist das grösste Kaffee-Exportland in Afrika, dennoch beträgt die Durchschnittsgrösse einer Kaffeefarm weniger als 0,25 Hektar – das entspricht einem Viertel eines Fussballfeldes. Daher ist es nicht leicht bei diesen geringen Ressourcen eine rentable Farm zu betreiben. Um die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Farmer sowie nachhaltigere Anbaumethoden zu unterstützen, ist IKEA eine Partnerschaft mit einem regionalen Kaffeeprojekt eingegangen. So können wir nun unseren ersten Kaffee aus einem Anbaugebiet in unseren IKEA Schwedenshops anbieten: 100% Arabicabohnen aus der Region Weisser Nil. Dies ist ein besonderer Kaffee mit einzigartigem Geschmack, der in Zusammenarbeit mit Tausenden kleinen Kaffeebauern entwickelt wurde.
Guter Kaffee, ohne bitteren Nachgeschmack
Eine fröhlich lächelnde Frau aus Uganda, die in das Projekt Weisser Nil involviert ist
Wir bei IKEA sind immer auf der Suche nach Sozialunternehmern oder Geschäftsmodellen, die unsere Vision teilen. Das Projekt Weisser Nil ist eine solche Initiative, bei dem wir eine Möglichkeit für eine langfristige Partnerschaft sehen, die zu einer positiven Entwicklung beiträgt. Das Projekt begann vor fast 20 Jahren als Versuch, die Kultivierung hochwertiger Arabicabohnen in einer Region zu fördern, die für die Produktion weniger bevorzugter Bohnen bekannt ist. Durch die Förderung dieser Initiative leistet IKEA einen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung der Bauern und ihrer Familien. Wir sind sehr stolz darauf, der erste globale Einzelhändler zu sein, der Kaffee aus einem einzigem Anbaugebiet, der Region Weisser Nil, einer breiten Masse anbieten zu können.
Ugandische Farmer bekommen Ratschläge und eine Weiterbildung im Rahmen des Projekts Weisser Nil.
Wir sind von der Wichtigkeit überzeugt, Frauen und junge Menschen einzubeziehen, um einen nachhaltigen Lebensunterhalt zu fördern. Das Projekt Weisser Nil regt eine ausgewogenere Aufteilung der Verantwortung an, sowohl in Bezug auf Geschäftliches als auch auf den Familienhaushalt. Dazu gehört auch der für beide Geschlechter ermöglichte Zugang zu Ressourcen, um die Unabhängigkeit von Frauen zu stärken. Dabei geht es auch um die Herausforderungen des Alltags, wie z. B. die Tatsache, dass Zugang zu Wasser direkt an den Kaffeeplantagen dazu führt, dass weniger Menschen, lange und mitunter gefährliche Wege auf sich nehmen müssen, um Wasser woanders herzuholen. Indem diese und viele weitere Problematiken angegangen werden, wird der Kaffeeanbau in der Region Weisser Nil hoffentlich für viele Generationen ein attraktiver Geschäftszweig sein.
Jemand hält frisch gepfückte Kaffeekirschen in der Hand.
Der Beginn einer lang andauernden Partnerschaft
Mit unserer langfristigen Unterstützung der Farmer der Region Weisser Nil, die Arabicabohnen anbauen, gehen wir eine Partnerschaft ein, von der alle Beteiligten profitieren. Die PÅTÅR Sonderedition ist kein karitatives Projekt – es ist vielmehr eine Geschäftsgelegenheit. Die Kaffeebauer bekommen gemeinsam mit unserem Lieferanten die Möglichkeit, über unsere IKEA Einrichtungshäuser ihre Produkte anzubieten. Und wir ergänzen unser Sortiment durch einen hochwertigen köstlichen Kaffee.
Da es aber nicht genügend Arabicabohnen aus der Region Weisser Nil gibt, um sie in allen IKEA Einrichtungshäusern weltweit anbieten zu können, wird diese Sonderedition nur in ausgewählten Ländern verkauft. Wenn sich der Ertrag erhöht hat, wollen wir den Kaffee in mehr Einrichtungshäusern anbieten.
PÅTÅR Sonderedition ist ein hochwertiger, frisch-fruchtiger Kaffee in mittlerer Röstung mit leichtem Hauch von Vanille und Karamell.
Eine Frau läuft einen Weg durch eine Landschaft in Uganda entlang.
Deine Kaffeepause bewirkt etwas
Wie alle anderen Kaffees in der PÅTÅR Serie ist auch die Sonderedition aus Uganda UTZ-zertifiziert und wurde ökologisch gemäss EU-Standards angebaut. Das bedeutet höhere Erträge, bessere Einkommen und Lebensbedingungen für die Farmer sowie den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen wie Wasser, Muttererde und Luft.
Als Kunde kannst du die Herkunft deines Kaffees nachverfolgen und so mehr über die Plantagen erfahren, auf denen die Kaffeebohnen angebaut werden. Schau mal unter dieser Website nach utz.org/IKEA.
IKEA Mitarbeiterinnen treffen die Kunsthandwerkerinnen vor Ort.
Partnerschaften mit Sozialunternehmen
Wir wollen mit unseren Partnern lang andauernde Beziehungen aufbauen und ihre Weiterentwicklung fördern. Aus diesem Grund arbeiten wir mit ihnen zusammen, um ihnen unsere Kenntnisse in Sachen Design, Produktion, Umweltmanagement, Export und in vielem mehr zu vermitteln. Durch uns bekommen die Sozialunternehmen Zugang zum Weltmarkt und somit eine solide Grundlage, um selbstständig und unabhängig zu werden.
Da alle Produkte in Handarbeit enstehen – oder von Kleinbauern produziert werden – und die Unternehmen nur eingeschränkt auf Ressourcen zugreifen können, ist auch die Produktion eher klein. Darum bieten wir die Kollektionen nur in ausgewählten Ländern an. Durch unsere Zusammenarbeit mit Sozialunternehmen möchten wir eine positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in der ganzen Welt fördern. Dies sorgt für einen langfristigen nachhaltigen Wandel, wie er durch gemeinnützige Arbeit allein nicht möglich wäre.
Eine Karte zeigt an, in welchen Ländern IKEA mit Sozialunternehmen zusammenarbeitet.
„Sie lernen die Fähigkeiten und beschaffen sich die Ressourcen, um ihr Leben dauerhaft zu verändern. Und sie sind nicht mehr länger auf Almosen angewiesen.“
Sumita Ghose, Gründerin und Geschäftsführerin, Rangsutra
Aktuell arbeiten wir mit Sozialunternehmen in Indien, Thailand, Uganda, Schweden, Dänemark, Belgien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Jordanien, den USA und Kanada zusammen, suchen aber nach wie vor nach neuen Partnern rund um in der Welt.
Hör dir die inspirierenden Geschichten von zwei indischen Frauen an, einer Sozialunternehmerin und einer Kunsthandwerkerin, die mit IKEA zusammenarbeiten.
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