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IKEA Ratgeber Töpfe & Pfannen

Ob du nun deinen Hackbraten schmoren lassen oder deinen Karotten Dampf machen möchtest, nicht alle Töpfe und Pfannen gehören – sprichwörtlich – in einen Topf. So gibt es zum Beispiel Bratpfannen, die mehr können als Braten. Oder Kochtöpfe, die sich auf bestimmten Kochfeldern nicht wohl fühlen. Alles über die unterschiedlichen Arten von Kochgeschirr erfährst du in diesem IKEA Ratgeber zum Thema Töpfe und Pfannen.

IKEA Ratgeber Töpfe & Pfannen

Die verschiedenen Topf-Arten

Es gibt viele verschiedene Arten von Töpfen mit ganz unterschiedlichen Anwendungsgebieten, in vielen Grössen und Formen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Topf-Arten. Der richtige Topf kann einem Gericht den letzten Schliff verleihen, das Kochen allgemein leichter machen und sogar verhindern, dass du dir dabei die Finger verbrennst.

Der klassische Kochtopf

Der Alleskönner. Am besten hast du gleich zwei davon, damit keine Engpässe entstehen, wenn einer der Kochtöpfe im Einsatz oder noch schmutzig ist. Der klassische Kochtopf dient als Suppentopf, du kannst darin bestens Gemüse dämpfen, Fleisch zubereiten, Teigwaren wie Pasta oder Gnocchi kochen. Wichtig ist der Durchmesser. Kleinere Töpfe (mit einem Durchmesser von etwa 20 cm) eignen sich besser für Gemüse oder auch Sossen. In grösseren Töpfen (bis 30 cm) bereitest du grössere Mengen zu. Mache die Wahl der Grösse vor allem von den Abständen zwischen deinen Kochfeldern abhängig. Sonst gibt es ein unschönes und sogar gefährliches Gedränge. Es lohnt sich, beim Kochtopf, den du sehr oft verwenden wirst, darauf zu achten, dass er hochwertig verarbeitet wurde. Die Griffe sollen sich nicht erhitzen. Zudem besitzt der Topf im Idealfall eine gute Leitfähigkeit (achte darauf, dass der Topfboden nicht nach aussen gewölbt ist) und einen breiten Schüttrand, damit du Flüssigkeiten ohne Kleckern abgiessen kannst. Ein dicht schliessender Deckel spart Energie und bewahrt die Aromen.

Der Schnellkochtopf / Druckkochtopf

Manchmal muss es einfach schnell gehen. Kürzere Garzeiten bietet dir der Dampfdrucktopf. Im Dampfgarer geschieht Folgendes: Dank des speziellen Verschlusses ist der Druckkochtopf versiegelt. Wasser und Luft können nicht nach aussen gelangen – ausser über ein Sicherheitsventil, das jeder Schnellkochtopf besitzt. Werden Lebensmittel nun erhitzt, wird Wasserdampf erzeugt. Da dieser nicht entweichen kann, entsteht ein Überdruck, der wiederum für höhere Temperaturen sorgt, die schneller erreicht werden. Dadurch kann das Garen von Speisen bis zu vier Mal so schnell erfolgen. Wichtig zu wissen ist: Solange noch Druck auf dem Topf ist, darfst du diesen niemals öffnen (was meist dank Überdruck unmöglich ist). Der Druck muss erst abgelassen werden, damit du gefahrlos und einfach an das fertig gegarte Gericht gelangen kannst. Diese Topf-Art hat einige Vorteile: Du kannst damit Zeit sparen. Zudem erlaubt dir ein Schnellkochtopf das schonende Garen von Fleisch oder Fisch. Du musst kaum Fett oder Wasser zugeben. Vitamine bleiben erhalten. Und du sparst dank der Funktionsweise des Druckkochtopfs bis zu 50 Prozent Energie, verglichen mit herkömmlichen Töpfen. Nicht schlecht, oder?

Die Kasserolle

Die Kasserolle ist im Grunde genommen ein Topf mit steilem Rand, grosser Bodenfläche und einem langen Stiel. Man spricht auch von Stielkasserolle. Bei den Grössen gibt es Unterschiede, wichtig ist aber vor allem das Gewicht. Da du die Kasserolle oft mit einer Hand hältst, während du Sossen umrührst, probierst oder umschüttest, sollte sie möglichst leicht sein. Eine Kasserolle mit Deckel ist ausserdem wunderbar für Schmorgerichte geeignet. Ist die Kasserolle beschichtet, dient sie auch gut als Pfannenersatz. Ein echter Allrounder also, der eigentlich in keiner Küche fehlen sollte.

Der Bratentopf / Bräter

Der Bratentopf oder Bräter ist dein guter Freund, wenn du oft Braten im Backofen zubereiten willst. Spezielle Kochfelder, sogenannte Bräterzonen, erlauben sogar die Benutzung eines Bräters auf dem Herd. Die Kokette ist eine kleinere Variante des Bräters und eignet sich perfekt, um leckere Ofengerichte gleich darin zu servieren (Untersetzer verwenden und deine Gäste warnen!). Gusseiserne Bräter sind am häufigsten, es gibt aber auch Varianten aus Keramik, Edelstahl oder sogar Glas. Die Kokette hingegen ist allein schon aus Stilgründen meist aus Steinzeug oder Porzellan und oft aufwändig verziert. Übrigens: Neben Braten gelingen auch Ragouts, Eintöpfe oder Gratins wunderbar im Bräter.

Der Schmortopf

Der Schmortopf ist ideal, wenn du Produkte erst anbraten und dann im Saft schmoren lassen willst. Wie der Name erahnen lässt, ist er der Chef, wenn es um Schmorgerichte geht. Da er von der Funktionsweise her dem Bräter sehr ähnlich ist, kannst du den Schmortopf, wenn er backofenfest ist, auch wunderbar für Braten und Co. verwenden. Oft reicht es, wenn du einen Bratentopf oder Schmortopf in deiner Küche hast, da die Unterschiede marginal sind.

Der Pastatopf

Wenn du die italienische Küche liebst, dann wirst du mit diesem Topf sofort warm werden. Seine Eigenschaften: Er ist extrem hoch, damit du auch Spaghetti ideal garen kannst. Zudem verfügt er über einen Siebeinsatz für die Pasta. Dieser verhindert das Überkochen und erleichtert das Abgiessen erheblich. Die Pasta bleibt nicht am Topfboden kleben. Der Nudeltopf eignet sich übrigens auch für das Frittieren, da sich die Lebensmittel dank Siebeinsatz ebenfalls leichter entnehmen lassen. Auch grosse Mengen an Suppen oder Eintöpfen kannst du im Nudeltopf – dann ohne Siebeinsatz – zubereiten.

Der Induktionstopf

Der Induktionstopf ist keine Topf-Art wie beispielsweise die Kasserolle oder der Kochtopf. Tatsächlich können alle gerade beschriebenen Töpfe Induktionstöpfe sein. Ein Induktionstopf ist ein ferromagnetischer Topf, der auf einem Induktionskochfeld eingesetzt werden kann. Induktionskochfelder nämlich nutzen Magnetismus, um Töpfe zu erhitzen, während das Kochfeld selbst kalt bleibt. Dies spart enorm viel Energie, geht sehr schnell und lässt sich präzise einstellen. Darum gelten Induktionsherde auch als die Herde der Zukunft. Hast du schon daran gedacht, dir einen solchen Induktionskochherd und die passenden Induktionstöpfe anzuschaffen? Die findest du natürlich bei IKEA.

Tipps zur Verwendung der verschiedenen Kochtöpfe

Das Kochen auf Glaskeramikkochfeldern ist dir vertraut? Wunderbar! Wie aber sieht es mit dem Kochen auf einem Gasherd oder sogar Induktionsherd aus? Tatsächlich ist nicht jeder Kochtopf oder Topf für jeden Herd geeignet. Hier findest du wichtige Infos, wenn du das Kochen auf einem Gasherd, Induktionsherd oder im Backofen zum Genuss machen willst:

Welche Töpfe sind für einen Gasherd geeignet?

Gasherde arbeiten mit offenen Flammen. Deswegen kannst du nur Töpfe ohne Plastikgriffe verwenden. Ideal sind Kochtöpfe aus Metall, die eine optimale Wärmeleitfähigkeit besitzen. Gasherde erhitzen nämlich sehr schnell und lassen sich sehr präzise steuern. Das muss der Topf mitmachen, bzw. «übersetzen» können. Kupfertöpfe sind hier eine ideale, aber auch teure Lösung. Mit Edelstahltöpfen bist du ebenfalls gut bedient. Die Böden deiner Töpfe für den Gasherd sollten so dünn wie möglich sein, um Wärme besser leiten zu können. Noch ein wichtiger Tipp: Die Böden der Töpfe sollten genauso gross sein wie das jeweilige Gaskochfeld. Nicht, dass die Flammen seitlich an den Töpfen emporschlagen.

Welche Töpfe sind für einen Induktionsherd geeignet?

Induktionsherde erzeugen durch Magnetismus die Hitze direkt in den Töpfen (oder Pfannen). Die Kochfelder selber bleiben kalt. Diese Art der Hitzeerzeugung geht sehr schnell und ist äusserst energieeffizient. Auf den Kochfeldern kann nichts anbrennen, niemand kann sich an den Kochfeldern verbrennen. Ob du einen Topf auf einem Induktionsherd verwenden kannst, hängt vor allem davon ab, ob der Topf induktionsfähig ist, das heisst: magnetisierbar. Töpfe aus Stahlemaille und Gusseisen sind besonders gut. Ob ein Topf induktionsgeeignet ist, kannst du ganz einfach mit einem gewöhnlichen Magneten herausfinden: Haftet er, ist der Topf ferromagnetisch.

Welche Töpfe dürfen in den Backofen?

Du willst etwas im Backofen überbacken, warmhalten oder fertig garen? Nun, ob du einen Topf im Backofen verwenden darfst, hängt davon ab, ob er ofenfest ist. Das erfährst du beim Hersteller. Eine gute Auswahl an backofentauglichen Töpfen und Pfannen erhältst du bei IKEA. Denke daran, im Backofen wirklich nur backofenfeste Töpfe zu verwenden, ansonsten können sie Schaden nehmen.

Die verschiedenen Pfannen-Arten

Auch bei den Pfannen gibt es verschiedene Arten – ob Pfannen mit Deckel, damit die herrlichen Aromen bewahrt werden, oder ofenfeste Pfannen für anspruchsvolle Kochkünstlerinnen und -künstler. Hier die verschiedenen Pfannenarten im Überblick. Denn die Wahl der richtigen Pfanne ist durchaus Geschmackssache.

Die klassische Bratpfanne

Die klassische Bratpfanne ist eine beschichtete Pfanne, die es dir erlaubt, ohne viel Fett zu braten, da die Antihaftbeschichtung lästiges Anbrennen verhindert. Bei IKEA verwenden wir die legendäre Teflon®-Antihaftbeschichtung für beste Ergebnisse. Edelstahlpfannen sind die Regel. Aluminium-Pfannen sind etwas leichter, gusseiserne und geschmiedete Eisenpfannen sehr schwer, Keramikpfannen sehr kratzfest und Kupfer-Pfannen die nicht ganz günstige Edel-Variante mit sehr hohem Wärmeleistungsvermögen. Mit der klassischen Bratpfanne kannst du ganz einfach Braten – und zwar zuverlässig, schnell dank guter Hitzeleitfähigkeit, sicher und mit gut schliessendem Deckel auch lecker und aromatisch.

Die Keramikpfanne

Eine Bratpfanne aus Keramik besticht durch gute Antihaftbeschichtung und eine sehr gleichmässige Hitzeverteilung. Auch besitzt sie eine sehr hohe Kratzfestigkeit. Meist sind Keramikpfannen allerdings recht schwer.

Die Induktionspfanne

Wie bei den Induktionstöpfen auch gilt bei der Induktionspfanne: Die Hitze wird im Kochgeschirr erzeugt. Das Kochfeld selber bleibt kalt. Das verhindert nicht nur Anbrennen und Verbrennen auf der Kochplatte, die Hitze wird auch sehr schnell und sehr präzise erzeugt. So sparst du Energie. Nur ferromagnetische Pfannen sind für Induktion geeignet, weil ein Induktionskochfeld nur diese erhitzen kann. Bei IKEA findest du induktionsgeeignete Pfannen genauso wie energieeffiziente Induktionsherde.

Die Sautépfanne / Servierpfanne

Eine Pfanne für Profis sowie für alle, die gerne leidenschaftlich kochen ist die Sautépfanne oder Schmorpfanne. Diese hat einen sehr hohen Rand und eignet sich ideal zum Schwenken (oder auch: Sautieren) von Lebensmitteln. Beim Schwenken lässt du Kurzgebratenes wie dünn geschnittenes Gemüse oder Fleisch in der Pfanne „springen“. Das bedeutet, dass du deine Produkte bei sehr hohen Temperaturen in so wenig Fett wie möglich brätst, indem du es immer wieder schwenkst. Servierpfanne heisst die Schwenkpfanne oder Sauteuse dann, wenn sie über zwei Henkel oder Griffe verfügt und du sie damit ganz leicht zum Tisch bringen kannst.

Die Grillpfanne

Die Grillpfanne ist meistens grob rechteckig und erlaubt es dir, Fleisch und andere Gerichte mit den charakteristischen Grillstreifen zu grillen. Der gerippte Bogen hat aber noch einen weiteren Sinn: Er erzeugt am Grillgut Stellen mit starker Bräunung (eben die charakteristischen Streifen), hält aber die Temperatur im Inneren des Bratguts noch so niedrig, dass der Flüssigkeitsverlust relativ gering ist. Aussen knusprig, innen sanft gegart also. Wenn du gerne dein Steak, deine Bratwurst oder auch mal Fisch und Gemüse gegrillt isst, ohne draussen die Kohlen glühen zu lassen, wird diese möglicherweise bald deine Lieblingspfanne sein.

Die Wokpfanne / der Wok

Ursprünglich aus Asien, gehört der Wok heute zur Grundausstattung von Küchen in aller Welt. Er zeichnet sich durch den grossen Boden mit grossem Durchmesser und die enorme Hitzeentwicklung und -verteilung aus. Genau deswegen wird beim Wok mit derselben Technik gearbeitet wie bei der Sautépfanne: Die Lebensmittel springen im Wok und werden durch ständiges Schwenken angebraten. Vor allem bei Kleingeschnittenem und Kurzgebratenem ist das ideal, um Aromen und Geschmack zu erhalten. Eine andere Einsatzmethode für den Wok – ebenfalls wegen der enormen Hitze und Hitzeverteilung möglich – ist das Frittieren. Legst du dir einen Wok mit Deckel zu, kannst du ihn auch ideal zum Dämpfen, Schmoren und sogar Räuchern einsetzen. Mit anderen Worten: Mit dieser asiatischen Pfanne hast du ein Multitalent in deiner Küche.

Die Crêpepfanne

Du machst dir ab und zu gerne einen herzhaften amerikanischen Pancake zum Frühstück? Oder dünne, süsse Crêpes zum Dessert? Dann ist eine Crêpepfanne genau die richtige für dich. Sie hat eine flache Kante und eine abgerundete Innenseite, so dass du Crêpes und Pfannkuchen problemlos wenden und auf den Teller gleiten lassen kannst. Du brauchst nur wenig Bratbutter, den dank der Teflon®-Antihaftbeschichtung brennt garantiert nichts an. Und das geringe Gewicht der Crêpepfanne erlaubt ein einfaches Handling, etwa wenn du einen Pancake in der Luft wenden willst.