Zurück zur Startseite

IKEA Ratgeber Beleuchtung
für Bars, Restaurants & Hotels

Mit Stolz kreierte Speisekarten wollen gelesen, Essen und Drinks appetitlich präsentiert werden. Die schönsten Bereiche deiner Bar, deines Restaurants, deines Hotels verdienen einen strahlenden Auftritt. Deine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen sicher arbeiten und Wege finden können. Deine Gäste sollen sich wohlfühlen, länger bleiben wollen und sich entspannen dürfen. Wie du das alles hinkriegst? Mit der richtigen Gastronomie-Beleuchtung. Ja, Licht erzeugt Ambiente, es kann zu einem stimmigen Restauranterlebnis beitragen und möglicherweise den Umsatz steigern. Licht macht einen Raum zu einem Ort des Gastgebens. Es gibt die Liebe auf den ersten Blick: Menschen suchen ihre Bar, das eine spezielle Wie-Zuhause-Hotel, das Lieblingsrestaurant – und kommen immer wieder, wenn ihnen gefällt, was sie sehen. In diesem Ratgeber verraten wir dir, wie du Licht in der Gastronomie einsetzt: À la carte für verschiedene Bereiche, Szenarien und Tageszeiten – dezent, sparsam und doch mit grossem Effekt.

Beleuchtung für Restaurants

In der Gastronomie gilt vor allem eine Regel: Essen ist immer auch ein Genuss fürs Auge. Und weil nirgendwo so gerne und oft gegessen wird wie in einem Restaurant, ist Restaurantbeleuchtung gleich doppelt wichtig. Mit einem feinen Menü aus Akzentbeleuchtung, direkter und indirekter Beleuchtung erschaffst du Lichtstimmungen, die deine Gäste einladen, ein bisschen länger zu bleiben. Natürlich geht es um mehr als nur darum, einfach ein paar Lampen aufzuhängen. Mit Hilfe unserer detaillierten Tipps bringst du jeden Bereich – Räume, Tische, Bar und Theke und Servicebereich – schön ans Licht.

Stimmungsvolle Grundbeleuchtung

Die Grundbeleuchtung (oder auch: Allgemeinbeleuchtung) sollte einladend und warm sein – im wahrsten Sinne des Wortes: Achte darauf, dass du Leuchtmittel mit warmen Farbtemperaturen wählst. Farbtemperatur wird in Grad Kelvin (K) angegeben. Als „warm“ gelten alle Leuchtmittel mit einer Farbtemperatur kleiner 3000 K. Die klassische Glühbirne zum Beispiel hat etwa 2700 Grad Kelvin. Nun, mit ein paar Glühbirnen (oder, viel besser: LED-Birnen) allein erzeugst du noch keine ausreichende Allgemeinbeleuchtung. Idealerweise spielst du auch mit viel indirektem Licht. Indirektes Licht ist Licht, das von einer Lichtquelle an Wände oder Decken gestrahlt wird – und dann durch Reflexion von diesen Oberflächen eine weiche, flächige und schattenarme Beleuchtung im Raum erzeugt. Der Hauptvorteil für deine Gäste: Sie werden nicht geblendet und es herrscht eine angenehme Atmosphäre, in der man gerne noch ein bisschen länger verweilt. Indirektes Licht erzeugst du zum Beispiel mit Deckenflutern oder Lichtleisten, die hinter Objekten verborgen Licht an Wände und Decken werfen. Hat dein Restaurant mehrere verschiedene Gastbereiche? Dann denke daran, dass du auch mit Licht die verschiedenen Bereiche strukturieren kannst.

Optimale Tischbeleuchtung

Schöner Schein über den Esstischen. Eine gute Tischbeleuchtung sollte blendfrei, farbecht und warm-gemütlich sein. Hier verwendest du kein indirektes Licht, sondern kannst zum Beispiel mit angesagten, schlichten Pendelleuchten arbeiten, die direkt über den Tischen hängen. Achte bei der Tischbeleuchtung darauf, dass sie deine Gäste nicht blendet. Das gilt auch für indirekte Blendung durch Reflexionen auf glatten Oberflächen. Weiter ist es wichtig, dass du die echte Farbwiedergabe der Leuchtmittel beachtest. Bei der echten Farbwiedergabe spielt der CRI-Wert (Color Rendering Index) des Lichts eine Rolle. Werte von 100 sind perfekt, unter 80 sollte es nicht gehen – weder im Gastraum, noch in der Küche. Der Grund: Ist die Farbwiedergabe zu schlecht, verfälscht das die Optik des Essens – und das wäre weniger appetitlich, weil das Auge bekanntlich mitisst. Noch ein Tipp zur Leuchtintensität und den Lumen-Werten: Die Lumen-Angabe bei einem Leuchtmittel sagt, wie hell sie leuchten. Da die Tischbeleuchtung lediglich für gemütliches Licht auf kleinem Raum in privater Atmosphäre sorgen muss, solltest du es bei den Lumen (lm) nicht übertreiben. 400 lm sind meist ausreichend. Probiere am besten verschiedene Leuchtmittel aus und komm auf den Geschmack des passenden Tischlichts.

Beleuchtung von Bar und Theke

Bar und Theke sind Anziehungspunkte. Umso wichtiger, hier die passende Lichtstimmung zu kreieren. So lädst du Gäste in dein Restaurant, die gerne wiederkommen. Neben der hervorragenden Getränkekarte und dem netten Personal an der Bar und Theke, ist die Bar- und Thekenbeleuchtung die Zutat, die das Gesamterlebnis perfektioniert. Wenn sich die Bar im Gastraum befindet, wo auch gegessen wird, ist es besser, auf farbiges Licht zu verzichten. Auch grelles Licht, das Gäste an den Esstischen blenden kann, solltest du vermeiden. Besser: Indirektes Licht durch Lichtleisten und Spots unter der Theke erzeugen, während moderne und schicke Pendelleuchten die Theke in Szene setzen. Auf der Service-Seite hingegen braucht es ausreichend Licht. Auch hier kannst du Licht unter der Theke setzen, das aber gerne etwas kälter und heller ist – die besten Drinks werden schliesslich nicht blind gemischt. Welche Thekenbeleuchtung die richtige ist? Nun, die Leuchten sollten zu Bar und Restaurant passen. Stilbrüche sind grundsätzlich in Ordnung. Vertraue am besten auch hier auf das Lichtdesign, das du für den Essbereich eingeplant hast, wenn du dir unsicher bist.

Akzentbeleuchtung

Nach der Grund-, Tisch- und Barbeleuchtung nun noch das Sahnehäubchen: die Akzentbeleuchtung. Die setzt einzelne Bereiche und Objekte in deinem Restaurant gekonnt in Szene. Entweder direkt mit zielgerichteten, nicht zu hellen Spots, oder indirekt durch Wand- oder Deckenbeleuchtung. Die Akzentbeleuchtung dient auch der Orientierung. Du kannst Gästen damit wunderbar den Weg weisen. Ob Gang zu den Toiletten, Eingangsbereich oder Garderobe: Mit ein paar gezielt eingesetzten Lichtern findet sich jeder Gast schnell zurecht. Auch um die edelsten Tropfen hinter der Bar, die feinsten Weine im Regal oder Tageskarten zu inszenieren und den Charakter des Lokals zu unterstreichen, eignet sich Akzentbeleuchtung ideal.

Beleuchtung im Servicebereich

Im Servicebereich geht es weniger um Gemütlichkeit, dafür umso mehr um Effektivität und Sicherheit. Hier solltest du wenn möglich helles, direktes Licht einsetzen. Damit Gäste nicht geblendet werden oder zu kaltes, helles Licht nicht das Lichtdesign im Gastbereich stört, setzt du hier ganz clever auf abgeschirmte und/oder nach unten strahlende Beleuchtung. So hat der Service sein Arbeitslicht, die Atmosphäre im Restaurant aber bleibt behaglich. Für den Bereich, den Gäste nicht betreten – wie beispielsweise die Küche – gilt hingegen: Es braucht ausreichend Licht. Kaltes, helles Licht vertreibt die Müdigkeit und regt an, es sorgt für Sicherheit, weil alle Mitarbeitenden sehen, was sie tun, und es verfälscht die Optik der Speisen nicht – so kann auch die Anrichtung ins richtige Licht gerückt werden. Sollte die Küche von aussen einsehbar sein, kannst du zum Beispiel mit Sichtblenden arbeiten.

Wahl der richtigen Leuchtmittel

Nach der Einführung ins Thema Restaurantbeleuchtung servieren wir dir gerne noch ein paar Tipps zur Wahl der richtigen Leuchtmittel für Akzentbeleuchtung, direktes und indirektes Licht. Damit du deine Stromrechnung reduzieren kannst, empfehlen wir dir effiziente Leuchtmittel, die viel Energie sparen: LED. LED-Leuchtmittel verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln bis zu 85 Prozent weniger Energie und halten bis zu 20-mal länger. Sie entwickeln kaum Wärme und erlauben ganz erstaunliche Designs bei Lampen und Leuchten, die mit normalen Leuchtmitteln aufgrund der Hitzeentwicklung gar nicht möglich wären. Bei IKEA findest du LED in verschiedenen Helligkeitsstufen und Farbtemperaturen. Ausserdem dimmbare LED, LED-Lichtleisten, LED-Spots und ganze LED-Beleuchtungssysteme. So kannst du in deinem Restaurant nicht nur perfekte, sondern auch günstige Lichtverhältnisse schaffen. Übrigens mit IKEA Home Smart kannst du deine Beleuchtung auf Knopfdruck steuern.

Beleuchtung für Bars

Eine gute Bar ist wie ein zweites Wohnzimmer. Die Gäste machen bei dir Feierabend, treffen sich mit Freunden oder der Familie oder kommen einfach auf ein spontanes «Hallo» vorbei. Neben einer stilvollen Inneneinrichtung, einer verlockenden Getränkekarte und charmanten professionellen Barmitarbeitenden braucht deine Bar vor allem eines: richtig tolles Licht. Ein stimmiges Lichtambiente macht den Unterschied zwischen irgendeiner Bar und einer Lieblingsbar. Bei der Barbeleuchtung gilt: weniger ist mehr. Grelle Spotlights und zu viele verschiedene Lichtquellen solltest du ausschliessen. Nimm dir etwas Zeit für die Planung eines sinnvollen und stimmigen Beleuchtungs- und Farbkonzepts. Im Gegensatz zum Restaurant kannst du in deiner Bar mit farbigen Lichtern und Farben arbeiten – und dezent den Look verfeinern. Grundsätzlich gilt: Gedämpftes Licht und indirektes Licht bieten optischen Komfort. Verwende LED-Leuchtmittel mit geringerer Helligkeit, um eine gemütliche Atmosphäre zu erschaffen. Wieso nicht etwas mehr Spannung und Stil in deinen Raum bringen? Du kannst zusätzlich zum Beispiel farbige Lampenschirme nutzen, um das Beleuchtungsniveau zu senken und gleichzeitig Farbspiele in deine Bar zu bringen. Setze Deckenfluter oder Lichtleisten ein, um Wände und Decken zu beleuchten und so weiches indirektes Licht in den Raum zu schicken. Wenn du mit speziellen Oberflächen (zum Beispiel in Gold- oder Stahl-Optik) arbeitest, kannst du diese nutzen, um ganz neue indirekte Lichtfarben zu erzeugen und Glanzpunkte zu setzen. Auch beim Barsortiment kannst du mit versteckten Lichtleisten und einigen wenigen Spots (für die richtig guten Sachen) für Hingucker sorgen und deine Gäste anregen, mal was Neues auszuprobieren.

Hotelbeleuchtung

Dein Hotel ist ein Ort, an dem sich Gäste wie zu Hause fühlen sollen. Es geht ums Wohlfühlen, ums Ankommen und Entspannen. Das richtige Licht verstärkt den Wohlfühlfaktor. Kaum etwas hat nämlich so starke Auswirkungen auf das Ambiente wie ein kluges und stimmiges Lichtkonzept. Darum ist die Lichtplanung so wichtig. Generell in der Gastronomie, vor allem aber in der Hotellerie. Licht dient in einem Hotel der Orientierung. Es schafft Behaglichkeit und Geborgenheit, regt an, setzt Kunstwerke, Räume und Bereiche in Szene. Und macht so aus einem Hotel ein zweites Zuhause.

Beleuchtung fürs Foyer / die Lobby

Betritt ein Gast dein Hotel, betritt er zuerst das Foyer oder die Lobby. Darum ist der erste Eindruck so entscheidend. Die Lobby ist das Aushängeschild – Stil, Ambiente und Licht müssen harmonieren. Oft umfasst die Lobby vier Raumzonen: Eingang, Rezeption, Empfangsbereich und Sitzbereich. Diese kannst du mit Hilfe von Licht verschieden in Szene setzen. Dadurch erleichterst du dem Gast nicht nur die Orientierung, du zauberst auch Charme und Grösse in deine Räume. Bei der Beleuchtungsstärke solltest du darauf achten, dass sie im gesamten Foyer oder der gesamten Lobby mindestens 200 Lux beträgt. Im Fachhandel bekommst du ein Lux-Meter, das zuverlässig das Beleuchtungsniveau misst (oder du ziehst Fachleute hinzu). Im Sitzbereich solltest du die Beleuchtungsstärke sogar noch mal um etwa 100 Lux anheben – immerhin arbeiten deine Gäste hier eventuell am Laptop oder lesen. Grundsätzlich ist gemütliches Licht mit einer Farbtemperatur von etwa 2700 Kelvin eine gute Lösung. Es bietet eine gute Mischung aus Gemütlichkeit und guten Lichtverhältnissen. Mit welchen Lampen setzt du dein Beleuchtungskonzept in die Tat um? Deckenleuchten und angesagte Pendelleuchten sorgen für Licht von oben. Wenn du hier mit grossen LED-Birnen, den sogenannten «Globes», arbeitest, schafft das weiches, flächiges Licht. Stehleuchten hingegen bieten sich vor allem dort an, wo Gäste lesen oder arbeiten könnten. Also vor allem beim Sitzbereich und an der Rezeption. Direktes Licht solltest du immer mit indirektem Licht mischen. Deckenfluter tun dir hier gute Dienste, aber auch versteckte Lichtelemente, die Wände und Decken leuchten lassen, sind ideal. Attraktiv sind auch einzelne Spots als Akzentbeleuchtung, welche die Architektur oder stilvolle Gemälde, Skulpturen oder Pflanzen in Szene setzen, ohne deine Gäste zu blenden. Denke auch daran: Lampen sind Designelemente, welche die Gesamtatmosphäre und das Flair deines Hotels betonen können.

Beleuchtung für die Rezeption

An der Rezeption gilt: Biete deinen Gästen einen warmen, aufmerksamen Empfang. Damit sich alle Gäste wohlfühlen, sollte das Licht einladend und freundlich wirken, aber nicht zu schummrig. Schliesslich werden hier auch Dokumente durchgelesen und unterschrieben. Eine Beleuchtungsstärke von etwa 300 Lux ist auf der Seite der Gäste perfekt. Schön macht sich dabei ein vertikales Beleuchtungskonzept: Von oben breit strahlende Leuchten bringen den Raum und die Gesichter der Gesprächspartner und -partnerinnen zum Strahlen. So geht kein Lächeln verloren! Bei der Arbeitsplatzbeleuchtung hinter der Rezeption erhöhen wir die Beleuchtungsstärke. Vor allem, wenn hier Arbeit am Bildschirm verrichtet werden soll, sind 500 Lux das Minimum. Achte darauf, vor und hinter der Rezeption Blendung zu vermeiden. Blendschutz und nach unten strahlende Lampen schützen davor. Auch deine Mitarbeitenden sollen bei der Arbeit am Schreibtisch nicht von Reflexionen auf Arbeitsfläche oder Bildschirm geblendet werden.

Beleuchtung für Hotelzimmer

Wenn sich deine Gäste in ihren Zimmern so richtig wohlfühlen, kommen sie wieder. Einleuchtend, oder? Das Hotelzimmer ist für deine Gäste der wichtigste Ort. Das Ambiente wird von guten, gemütlichen Betten, stilvollen Möbeln, überzeugendem Komfort und dem richtigen Licht geprägt. Das richtige Licht bedeutet hier ein sinnvolles Beleuchtungskonzept, das deinen Gästen das Ruhen, Arbeiten und Wohnen angenehmer gestaltet: Eine helle Allgemeinbeleuchtung hilft der Orientierung und regt an. Ausserdem vermeidest du so zu starke Licht-Schatten-Kontraste im Raum. Die ermüden nämlich die Augen und bringen Unruhe ins Zimmer. Damit es sich deine Gäste bei Bedarf selbst etwas gemütlicher machen können, sind dimmbare Lampen ideal. Beziehe übrigens auch immer Wand- und Bodenfarben in dein Lichtkonzept mit ein. Dunkle Wände schlucken nämlich Licht, weisse Wände sorgen automatisch für mehr Helligkeit. Und bei den Lampen? Spiele mit den Möglichkeiten für die verschiedenen Bedürfnisse: Für Arbeits- und Schreibtische am besten Steh- und Tischlampen mit verstellbarem Arm verwenden – so können deine Gäste genau dort Licht machen, wo sie es brauchen. Deckenlampen sind wichtig für die Allgemeinbeleuchtung. Hier entscheidest du, ob sie direkt Licht in den Raum abgeben, oder zum Beispiel die Decke anstrahlen und so indirekt für Licht sorgen sollen. Wandlampen platzierst du am besten in der Nähe von Spiegeln oder als Blickfang an grossen Wänden. Dimm- und ausrichtbare Nachttischlampen gehören natürlich in Reichweite des Bettes. Zuletzt noch ein Tipp zu den Lichtschaltern: Kein Gast will im Dunkeln tappen oder Schalter suchen müssen. Komfort und intuitive Bedienung sind wichtig – zum Beispiel mit zentralen Lichtschaltern und getrennt schaltbaren Lampen – vor allem in Bettnähe. Eine gute Nacht beginnt, wenn mit einem Handgriff alles dunkel wird.