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„Unser Parkplatz brauchte ein bisschen Liebe“

Hej Trockensteinmauer! Sie ist als Teil der Initiative „Get Green for Life“ entstanden – und auch optisch ein Hingucker.

(29.06.2022) Ich war im Waldkindergarten und hatte Gartenbauunterricht in der Schule. Man sollte also meinen, dass das perfekte Voraussetzungen für einen grünen Daumen sind. Aber: falsch gedacht. Meine Pflanzenkenntnisse sind eher auf der Stufe „stets bemüht“ stehengeblieben. Während ich also damit kämpfe, meine Pflanzen zu Hause am Leben zu erhalten, hat sich IKEA Osnabrück im Rahmen der Initiative „Get Green for Life“ deutlich ambitioniertere Ziele gesetzt. Das Einrichtungshaus-Team möchte nachhaltigem und umweltbewusstem Handeln einen noch höheren Stellenwert einräumen und gleichzeitig auch die guten nachbarschaftlichen Beziehungen weiter ausbauen. 

Gemeinsam ist man stärker: Das gilt auch beim Bau einer Trockensteinmauer.

Aus grau wird grün: Der IKEA Parkplatz wird umgestaltet 

Die vom NABU Deutschland unterstützte Initiative soll dazu beitragen, die Außenanlagen unserer IKEA Einrichtungshäuser insektenfreundlicher zu machen. Ein positiver Nebeneffekt: Nicht nur Tiere und Umwelt profitieren, sondern ebenso die Menschen. Das berichtet auch Katrin Meier, verantwortlich für das lokale Marketing bei IKEA Osnabrück. Sie erzählt schmunzelnd, wie es zu der Idee kam, den Parkplatz ansprechender und umweltfreundlicher zu gestalten: „Unser Parkplatz ist 17 Jahre alt und hat nach all den Jahren etwas Liebe und Zuneigung gebraucht.“

Neben Totholz- und Vogelschutzhecken, einer Wildblumenwiese, Fassadenbegrünung und einem Insektenhotel stand noch ein typisch schwedisches Element auf Katrins Wunschliste: eine Trockensteinmauer. Dabei werden verschieden große Steine aufeinander geschichtet, sodass eine ca. 80 Zentimeter hohe Mauer entsteht. Diese bietet einen sicheren Unterschlupf für Reptilien, Insekten und andere Krabbeltiere. Außerdem ist sie auch optisch ein Hingucker und erinnert an Landschaften in Småland, der Heimat von IKEA Gründer Ingvar Kamprad.

Stein auf Stein: Ein großes Bauvorhaben mit einer noch größeren Wirkung

Trockensteinmauern sind typischerweise 15 Meter lang – genauso, wie es sich IKEA Osnabrück auch für den Parkplatz vorgestellt hat. Damit bei der Umsetzung alles nach Plan läuft, holte sich das Haus regionale Expert*innen mit ins Boot. Einer davon ist Kai Behncke, der ehrenamtlich bereits mehr als 200 Meter dieser besonderen Mauerform im Landkreis Osnabrück gebaut hat und damit über einen großen Erfahrungsschatz verfügt. Seine Empfehlung für das Bauvorhaben: Zwölf Tonnen Bruchstein und neun Tonnen Mineralgemisch zur Stabilität. Dank seiner vorherigen Projekte konnte er auch eine grobe Zeiteinschätzung geben. Für 15 Meter Mauer brauchen 15 engagierte Menschen rund drei Stunden.  

„Damit war klar: Wir brauchen und wollen Unterstützung beim Bau“, erzählt Katrin. Und was läge da näher, als die bestehenden guten nachbarschaftlichen Beziehungen mit einer gemeinsamen Aktivität weiter auszubauen? „Wir unterstützen bereits seit sieben Jahren ‚per se! e.V. Verein Sozialer Dienste‘. Das ist eine regionale Jugendhilfe, die sich intensiv mit dem Thema Umwelt- und Naturschutz beschäftigt. Ihr Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen lebenspraktische Fähigkeiten zu vermitteln“, so Katrin. Zusätzlich zur Jugendhilfe kamen auch Kinder einer lokalen Kindertagesstätte sowie Auszubildende des Einrichtungshauses zum Helfen.

Dank der Nistkästen finden jetzt auch Vögel bei IKEA Osnabrück ein schönes Zuhause.

„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ 

Gemeinsam wurde die Trockensteinmauer in Windeseile errichtet – und das trotz strömenden Regens. „Innerhalb von zwei Stunden stand die Mauer, man konnte ihr förmlich beim Wachsen zusehen!“, berichtet Katrin.

Damit sie auch optisch hervorsticht, wurden ein paar der Steine bemalt. „Dabei haben wir viele künstlerische Talente – auch bei unseren Kolleginnen und Kollegen – entdeckt, von denen wir noch gar nichts wussten“, so Katrin.  Zusätzlich hatte die Jugendhilfe über den Winter Nistkästen für Vögel gebaut, die nun ebenfalls angemalt und im Anschluss aufgehängt wurden. Und da arbeiten bekanntlich hungrig macht, war natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Helferinnen und Helfer erwartete ein veganes Buffet aus IKEA Produkten – für einige Kinder eine ganz neue Erfahrung. „Ein Junge hat erstmals überhaupt von dem Wort vegan gehört und war wirklich sehr, sehr skeptisch“, erzählt Katrin. Doch irgendwann siegte der Hunger: „Er hat begeistert fünf Portionen der Kartoffel-Lauch-Suppe gegessen und ist jetzt ziemlich überzeugt von pflanzlichem Essen.“  

Für heute und morgen: Umweltbewusstes Handeln hat Zukunft!

Apropos überzeugt: Auch im Nachgang gab es viel positive Resonanz. „Die Kinder und Jugendlichen kommen regelmäßig vorbei, um nach der Trockensteinmauer und den Nistkästen zu schauen und um sie zum Beispiel ihren Familien zu zeigen.“ Das birgt ungeahnte Herausforderungen, denn je grüner die Bäume werden, desto kniffliger wird es, die Nistkästen zu finden. Für Katrin und das Team von IKEA Osnabrück ist das viele positive Feedback von allen Seiten ein Anreiz, auch zukünftig die Initiative „Get Green for Life“ weiterzuverfolgen und mit vielfältigen Aktivitäten zu zeigen: Umweltbewusstes Handeln lohnt sich – für Tiere, Menschen und unseren Planeten.

Du fühlst dich inspiriert und möchtest auch deinen Garten umgestalten? Unser Kooperationspartner NABU stellt dir tolle Tipps vor, um deinen Rückzugsort zu einem Paradies für Mensch und Tier zu machen!

Home Sweet Home: Die 15 Meter lange Trockensteinmauer ist bereit, um ein Zuhause für Insekten und Krabbeltiere zu werden.

Über die Autorin: Judith Alpmann

Ich arbeite bei IKEA in der internen Kommunikation und versuche, unsere Mitarbeitenden bestmöglich zu informieren und kommunikativ einzubinden. Meine große – und für alle, die mich kennen – wenig geheime Leidenschaft ist das Reisen. Neue Orte zu erkunden macht mir unglaublich viel Spaß! Als Kind habe ich in einer Ferienwohnung im Urlaub auch mein Lieblingsmöbelstück von IKEA entdeckt: Den gemütlichen Sessel POÄNG. Es war Liebe auf den ersten Blick, daher habe ich ihn mir damals auch direkt zu Weihnachten gewünscht. Seitdem begleiteter er mich durchs Leben und versprüht auch in meinem Alltag ein bisschen Urlaubsflair. Nicht zuletzt durch meine vielen Auslandsaufenthalte liegt mir Diversity and Inclusion sehr am Herzen. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wäre es, dass dieses Thema weiterhin an Bedeutung und gesellschaftlicher Aufmerksamkeit gewinnt.


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