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Schöne Erinnerungen statt schlichtes Chaos

Persönliche Deko-Elemente wie Kinderkunstwerke machen unsere eigenen vier Wänder erst so richtig wohnlich.

(23.05.2022) Eine professionell gemalte, riesige Leinwand über dem Sofa wirkt beeindruckend. Doch oft sind es nicht die großen Kunstwerke bedeutender Menschen, sondern die kleinen persönlichen Dinge, die die schönsten Geschichten erzählen. Sie sind uns irgendwann begegnet und wir möchten uns nicht mehr von ihnen trennen: Ein Glas voll Sand vom Urlaub am Meer, das dich daran erinnert, wie die feinen Körnchen durch deine Finger gerieselt sind. Ein von Kinderhänden eckig geschnittenes Herz vom letzten Kindergeburtstag. In einer Schublade aufbewahrte Momente des Glücks.

Auf Augenhöhe angebracht, können Kinder selbst ihre Lieblingswerke anheften.

Diese Herzensstücke bieten bei Familien- oder Freundschaftsbesuchen Gesprächsstoff – und sie helfen auch vielen Menschen dabei, sich richtig heimisch zu fühlen. Mit 53 Prozent bewahrt mehr als die Hälfte der Menschen (befragt in zwölf Ländern) zu Hause Gegenstände auf, die mit Erinnerungen behaftet sind. Sie verleihen der Einrichtung eine ganz persönliche Note und können Tag für Tag ein wenig Freude schenken. Zum Beispiel wenn Kinderaugen strahlen, weil ein kleines Kunstwerk einen gebührenden Platz im Flur gefunden hat. Aber wie lassen sich die kunterbunten Bilder mit den Einrichtungsvorstellungen der Erwachsenen zusammenbringen?

Galerie-Flair im Flur

Wer Kinder, Enkel, Nichten oder Neffen hat, kennt es bestimmt gut: Vor allem an Regentagen und rund um Mutter- und Vatertag können die Kleinen ganz schön produktiv sein und kistenweise Kunstwerke anfertigen. Es ist nicht nur schade und wenig nachhaltig, alles direkt in die Papiertonne zu befördern – viele Nachwuchskünstler*innen sind stolz, wenn sie zur Wandgestaltung beitragen dürfen.

Eine Galerie für ihre Werke sollte einfache Möglichkeiten bieten, um sie aktuell zu halten – wer möchte, auch saisonal inspiriert. Mit meiner Tochter habe ich die Regel aufgestellt: Für jedes neue Bild muss ein altes weichen. Alles Aussortierte darf verschenkt werden oder wird zu Geschenkpapier umfunktioniert. Hier sind meine drei Favoriten für flexible Lösungen:

1. Eine Aufhängeschnur ist die einfachste Lösung, um Bilder mit Wäscheklammern oder Klemmen aufzuhängen. Am besten, sie befindet sich auf Sichthöhe der Kinder, damit diese die Bilder selbst anschauen und auch auswechseln können. Alternativ bieten auch Poster-Aufhänger flexible Möglichkeiten in trendiger Optik.

2. Bilderleisten aus Holz eignen sich für den regelmäßigen Austausch von Motiven in Bilderrahmen, weil die Rahmen nicht fest an der Wand fixiert sind und somit die Motive bei jedem Austausch zwischen Quer- und Hochformat wechseln können. Gerahmt wirken fantasievolle Zeichnungen auch gleich viel kunstvoller.

3. Gemustertes Klebeband ist ideal für alle, die weder bohren noch hämmern möchten – sogenanntes Masking Tape lässt sich spurlos wieder ablösen. Schön sieht es auch aus, Zeichnungen auf ein etwas größeres farbiges Tonpapier zu kleben. Selbst Bilder mit unterschiedlichsten Farben und Motiven wirken weniger chaotisch, wenn sie alle mit dem gleichen Farbkonzept eingerahmt sind – auch, wenn die Umrandung nur aufgeklebt ist.

Hier haben wir noch mehr Tipps für die generelle Anordnung von Bildercollagen zusammengestellt.

Auch für Urlaubsfunde gilt: Objekte in ungerader Anzahl wirken harmonisch, Höhenunterschiede spannend.
Mit FEJKA kannst du dir die Erinnerung an die blühenden Lavendelfelder des letzten Frankreichurlaubs ins Schlafzimmer holen.
Der Bilderrahmen SANNAHED bietet genügend Platz für deine kleinen Kostbarkeiten.

Dekoration mit Lieblingsstücken

Zu Souvenirs, aber auch zu Geschenken von lieben Menschen und Flohmarktschnappern, können wir eine ganz persönliche Verbindung haben. Ob auf dem Regal, staubgeschützt hinter Glas oder als Mobile gehängt: Erinnerungsstücke haben die magische Fähigkeit, uns ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, wenn wir sie ansehen. Daher lohnt es sich, einen schönen Platz für sie zu finden. Damit es nicht vollgestellt, unruhig oder unfertig aussieht, sind hier meine drei liebsten Inspirationen:

1. Ordnung fürs Auge

Damit wir uns optisch festhalten können, sorgt ein ganz bewusstes Auswählen und Platzieren der Souvenirs für Orientierung. Ich mag es, wenn die Ausstellungsstücke farblich harmonieren und in ungerader Zahl aufgestellt sind. Beispielsweise ein Miniaturleuchtturm, drei Muschelgläser und fünf Lampenputzergräser in der Vase. Dabei lässt sich auch mit Proportionen spielen: Die Bücherwand wirkt durch schlanke Dekofiguren oder kleine Urlaubsmitbringsel neben dicken Druckwerken gleich aufgelockert.

2. Mottoparty im Regal

Wer sich beim Dekorieren am Jahreskalender orientiert, sorgt regelmäßig für Abwechslung und lädt dazu ein, die Jahreszeiten und saisonale Feierlichkeiten bewusst zu begrüßen. Auch Mottos lassen ein Konzept erkennen: eine maritime Leseecke mit Möwen-Figuren auf dem Couchtisch und nautischen Motiven auf den Kissen. Ein Zen-inspiriertes Badezimmer mit der Buddhafigur aus dem Nepal-Urlaub und Duftkerzen. Oder das schöne „La vie est belle“-Schild aus Frankreich, kombiniert mit getrocknetem Lavendel in Vasen (oder pflegeleichter: FEJKA) und fliederfarbener Bettwäsche für ein Schlafzimmer, das an die Provence erinnert.

3. In Szene setzen

In einer Vitrine oder unter einer Glasglocke kommen die Objekte besonders schön zur Geltung und bleiben staubfrei. Vom Strand aufgesammelte Steinchen, getrocknete Blumen von einem besonders schönen Tag oder kleinere Dekofiguren sind in einem tiefen Bilderrahmen geschützt. Als schnelles DIY sind auch ausgediente Schraubgläser geeignet – die Deckel bemale ich gern mit Acrylfarbe (dafür eignet sich auch MÅLA).

Du bist auf der Suche nach weiteren Einrichtungstipps? Dann schau dir jetzt unsere Tipps an, wie du deine Zimmerpflanzen am besten platzierst.

Bilderleisten wie MOSSLANDA sind eine praktische Lösung für den regelmäßigen Austausch gerahmter Bilder.

Über die Autorin: Linda Benkner

Ich texte und fotografiere für den IKEA Blog zu Themen, die inspirieren, anregen und informieren. Mir macht es Spaß, immer etwas Neues kennenzulernen, auszuprobieren und dann darüber zu schreiben. Mein Lieblingsstück von IKEA ist das BILLY Regal – meine lang gezogene Bücherwand mit schwarzbraunem Holzfurnier würde ich gegen nichts eintauschen! Außerdem liebe ich das Basteln. Mit Origami-Kranichen, Scherenschnippeleien und Collagen kann ich Stunden verbringen. Hätte ich einen Wunsch frei, würde ich mir einen Teleporter wünschen. So könnte ich mittags nach Thailand, abends nach Italien und anschließend direkt in mein kuscheliges Bett.


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