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Life at Home Report 2021: Mentale Balance beginnt zu Hause

Aufgrund der Pandemie hat sich der Alltag von uns allen verändert: Eltern und manchmal auch die Großeltern mussten Kinder betreuen und gleichzeitig arbeiten.

(14.10.2021) Die letzten zwölf Monate haben uns herausgefordert – körperlich und mental. Viele von uns hatten mehr Stress, mussten ihren kompletten Alltag neu strukturieren, beispielsweise um Arbeitszeit und Kinderbetreuung während der Pandemie parallel zu organisieren. Für manche von uns bedeutete es, Hobbys aufzugeben, Freunde nicht mehr treffen zu können oder den gewohnten Bewegungsradius einzuschränken. All diese Veränderungen haben sich vor allem auf einen Bereich ausgewirkt: unser Zuhause. Es ist mehr denn je zum wichtigsten Ort der Welt geworden und hat sich im vergangenen Jahr zu einem multifunktionalen Ort entwickelt, der Raum für die verschiedensten Bedürfnisse und Anforderungen bietet. Unser Zuhause war plötzlich Fitnessstudio, Büro, Café, Kindergarten und Spielwiese in einem. Viele Menschen gestalteten ihr Zuhause um, damit es all diesen Anforderungen gerecht werden konnte.

Abschalten und Spaß haben wurde seltener: Die Pandemie hat sich negativ auf die mentale Gesundheit ausgewirkt.

Wie haben sich diese Veränderungen unseres Wohnumfeldes auf uns ausgewirkt? Welche Rolle spielen die eigenen vier Wände für die mentale Gesundheit? Was half den Menschen rund um den Globus, Ruhe und Entspannung zu finden? Wie wirkten sich die neuen Lebensverhältnisse im zweiten Pandemiejahr auf Familien und Freundschaften aus? Und wie sieht das ideale Zuhause aus? Die Antworten auf diese Fragen liefert IKEA nun mit dem globalen Life at Home Report 2021, für den weltweit über 34 000 Menschen befragt wurden.

Mentale Gesundheit: vom Tabu zum Gesprächsthema

Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zeigen es ganz deutlich: Die Pandemie hat das mentale Wohlbefinden der Menschen maßgeblich beeinflusst. 27 % der Befragten weltweit gaben an, in den letzten zwölf Monaten negative Auswirkungen auf ihre mentale Gesundheit erlebt zu haben – und auch in Deutschland verspürten ebenso viele der Befragten diese negative Entwicklung. Gespräche mit vertrauten Personen bedeuteten für viele in dieser Situation eine große Hilfe. An erster Stelle steht für die Deutschen dabei der Austausch mit Partner*innen (53 %), gefolgt von Freund*innen (39 %), den Eltern (20 %), Geschwistern (15 %) und Therapeut*innen (14 %). Auch in der globalen Betrachtung der Befragung zeigt sich, dass weltweit in erster Linie auf Partner*innen (50 %) und Freund*innen (41 %) als Vertrauenspersonen gesetzt wurde. Und je mehr Menschen über das Thema mentale Gesundheit sprachen, desto mehr wandelte sich das ehemalige Tabuthema zu einem gesellschaftlich relevanten. Was kann uns darüber hinaus im Alltag helfen, unsere mentale Balance zu stärken? Um ausgeglichen zu sein, ist vor allem ausreichend Schlaf wichtig. Und so verwundert es nicht, dass weltweit 55 % der Befragten auch genau darauf großen Wert legen – im Vergleich zu 41 % der Deutschen, für die daneben vor allem das Zusammensein mit ihren Partner*innen (36 %), Zeit für sich selbst (33 %) und Auszeiten an der frischen Luft (27 %) wichtig sind.

Auszeiten an der frischen Luft, Zeit für sich selbst und genügend Schlaf – all das kann dabei helfen, sich ausgeglichener zu fühlen.

Was wir zu Hause brauchen

Sind wir von zu viel Chaos und Unordnung umgeben, kann uns dies unglücklich machen, das ist wissenschaftlich erwiesen (Studie von Psychologen der DePaul University, Chicago, 2016). Eine unordentliche Umgebung führt also nachweislich dazu, dass wir uns weniger sicher und geborgen fühlen. Auch konzentriertes Arbeiten ist dann weniger gut möglich. Die Ergebnisse des Life at Home Report 2021 bestätigen das: Für mehr als jede vierte befragte Person (27 %) spielte es eine große Rolle, dass sich das eigene Zuhause leicht sauber und ordentlich halten lässt. Und die Antworten der Befragten zeigen auch, dass ein Zuhause, in dem wir uns wohlfühlen und mit dem wir zufrieden sind, einen großen Einfluss auf die mentale Balance hat. 34 % der Befragten in Deutschland, die 2021 zufriedener mit ihrer Wohnsituation waren als zwölf Monate zuvor, beobachteten auch eine Verbesserung des eigenen mentalen Wohlbefindens. Es hat sich also ausgezahlt, dass die Menschen ihr Zuhause an ihre neuen Bedürfnisse angepasst haben – weltweit waren das im Schnitt 60 %, in Deutschland 51 % der Befragten. Flexible Konzepte sind dauerhaft in unsere Wohnungen eingezogen: Mittlerweile teilen wir uns das Homeoffice regelmäßig mit unseren Partner*innen, haben die Sportecke fest ins Raumkonzept integriert und setzen auf multifunktionale Einrichtungsgegenstände.

Zwischenmenschliche Beziehungen: Qualität vor Quantität

Neben der Einrichtung unserer vier Wände haben sich seit dem letzten Jahr auch die Beziehungen zu Familie und Freund*innen verändert. So manche langjährige Freundschaft hielt der Belastungsprobe nicht stand, gemeinsame Unternehmungen und persönlicher Austausch wurden erst seltener und kamen schließlich ganz zum Erliegen. Andere Kontakte hingegen intensivierten sich. Doch auch, wenn eine von fünf befragten Personen angab, ihre Freundschaften hätten unter der Pandemie gelitten, bedeutete dies nicht für alle etwas Negatives. Wichtiger als viele Freunde zu treffen wurde es, mit wenigen Lieblingsmenschen eine intensive Zeit zu verbringen. Vor allem der Zusammenhalt im engeren Familienkreis ist stärker geworden während der letzten zwölf Monate, denn die ungewöhnliche Situation ließ uns näher zusammenrücken. 42 % der Befragten weltweit (40 % in Deutschland) bestätigen diese Entwicklung. Durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit ergaben sich auch plötzlich neue Räume für ein soziales Miteinander. Die Menschen entdeckten Gemeinsamkeiten mit unmittelbaren Nachbar*innen, schlossen Freundschaften, halfen sich aus – 62 % der Befragten weltweit empfanden eine solche Nachbarschaft als besondere mentale Stütze in einer herausfordernden Zeit.

Wie wollen wir leben?

Das vergangene Jahr hat uns vieles gelehrt, wir mussten flexibel reagieren, uns immer wieder neu erfinden. Daraus resultierend haben sich auch die Prioritäten in Bezug auf die Vorstellung von der idealen Wohnsituation verschoben. Ein eigener Garten oder Balkon ist für viele Menschen wichtiger geworden (42 % in Deutschland). Für viele Menschen (31 % weltweit, 33 % in Deutschland) war es auf einmal auch wichtiger denn je, in räumlicher Nähe zu Familie und Freunden zu leben. Vor allem Familien mit Kindern haben während der Pandemie erfahren, wie wertvoll entweder ein eigener Garten oder die Nähe zu Wald, Wiesen und Parks sein kann. An dritter Stelle der Wünsche an das ideale Zuhause steht daher mit 30 % die Nähe zu Grünflächen. Der achte Life at Home Report zeigt, wie wir unser Zuhause und die nähere Umgebung gestalten können, um uns darin in allen erdenklichen Situationen und Lebenslagen wohlzufühlen: beim Arbeiten, in der Freizeit und gemeinsam mit unseren Mitmenschen. Wir alle können im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen, uns diese Wünsche zu erfüllen – für ein glückliches Leben in einem Zuhause, das uns guttut.

Ihr interessiert euch für den vollen IKEA Life at Home Report? Ihr findet ihn und viele weitere spannende Ergebnisse hier.

In unserem letzten Life at Home Report haben wir untersucht, welche Unterschiede es in der Pandemie von Schweden bis Australien gab und was auf einmal wirklich zählte. Haben wir euer Interesse geweckt? Hier stellen wir unsere Erkenntnisse vor!

Freund*innen und die Familie sind für viele erste Ansprechpartner*innen bei Sorgen und Ängsten.

Über die Autorin: Kim Steuerwald

Ich habe die spannende Aufgabe, mich den vielen Themen rund um das Herzstück von IKEA – unsere Produkte – widmen zu dürfen. Ich freue mich jedes Mal wieder, neue Kollektionen und Produkte kennenzulernen und darüber zu kommunizieren. Mein aktuelles Lieblingsprodukt ist der STRANDMON Sessel aus der GRATULERA Kollektion zum 75-jährigen IKEA Bestehen. Auch wenn mich der Samtbezug zugegeben ab und zu etwas wahnsinnig macht, da ich ihn permanent glattstreichen möchte, bin ich ganz verliebt in meinen Sessel. Hätte ich jetzt und sofort einen Wunsch frei, würde ich meine Tasche packen und auf Weltreise gehen – Endstation unbekannt.