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Geschafft: Wir haben gemeinsam unsere Lebensmittelabfälle halbiert

(26.09.2022) Mit Restaurants in 32 Ländern weltweit servieren wir bei IKEA jedes Jahr mehr als 560 Millionen Kund*innen unsere leckeren Mahlzeiten wie Köttbullar, Plantbullar, Zimtschnecken und Co. Natürlich entstehen dabei auch Abfälle. Weil wir aber davon überzeugt sind, dass Lebensmittel zu wertvoll sind, um sie einfach wegzuwerfen, haben wir uns das Ziel gesetzt, die Lebensmittelabfälle in unseren IKEA Einrichtungshäusern zu halbieren. Hier möchten wir dir einen Einblick geben, wie wir dieses Ziel erreicht haben und zeigen dir mit ein paar praktischen Tipps, wie auch du zu Hause ganz einfach Lebensmittel retten kannst.

Wusstest du, dass rund acht bis zehn Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen durch weggeworfenes Essen verursacht werden? Wären Lebensmittelabfälle ein Land, so wären sie nach den USA und China der drittgrößte Verursacher von CO2-Emissionen. Für uns bei IKEA ist das Grund genug, uns dieser Herausforderung zu stellen. Bereits 2017 haben wir uns dazu verpflichtet, die Abfälle in den Küchen all unserer IKEA Einrichtungshäuser rund um den Globus um 50 Prozent zu reduzieren.  

Dieses Ziel haben wir Ende Dezember 2021 erstmals erreicht. Dadurch konnten in den letzten vier Jahren mehr als 20 Millionen Mahlzeiten eingespart und 36.000 Tonnen CO2-Equivalent vermieden werden. Mit dieser Zielerreichung sind wir bei IKEA unserer Zeit einen Schritt voraus, denn die Vereinten Nationen streben im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsziele an, die weltweite Menge an Lebensmittelabfällen pro Kopf erst bis 2030 zu halbieren. 

Zero-Waste-Weltmeister Deutschland

In Deutschland haben wir unser globales Ziel sogar noch übertroffen. Statt den angestrebten 16 Gramm hat IKEA Deutschland sogar 12,8 Gramm Abfall pro Kundin bzw. Kunde erreicht. Allein im Zeitraum von April bis Dezember 2021 konnten wir so 374.000 Kilogramm Lebensmittel und damit 935.000 Mahlzeiten in Deutschland einsparen, die sonst im Müll gelandet wären. Wir haben 1.608 Tonnen an CO2-Emissionen vermieden und sind stolz, damit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks leisten zu können. Mehr dazu erfährst du hier.

Dank künstlicher Intelligenz landet weniger in der Tonne

Diese Erfolge sind das Ergebnis des Engagements von mehr als 20.000 IKEA Food Mitarbeiter*innen weltweit, die darin geschult wurden, KI-Technologie in ihrer täglichen Arbeit zu nutzen. Das „Geheimrezept“ des Erfolgs: Mithilfe des Systems Winnow Visions der Firma Winnow Solutions, das auf künstliche Intelligenz setzt, konnten unsere Mitarbeiter*innen in den IKEA Restaurants, Bistros und Swedish Food Markets einen noch besseren Überblick darüber gewinnen, welche Lebensmittel weggeworfen werden, wie viel anfällt und warum. 

Basierend auf diesen digital erfassten Daten konnten wir den gesamten Weg von der Beschaffung der Zutaten unserer Gerichte bis hin zum Verzehr in unseren IKEA Einrichtungshäusern genauer überblicken und bei Bedarf Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise die Portionsgrößen zu optimieren.

Auf dem Weg zu unserem Nachhaltigkeitsziel, bis 2030 zirkulär und klimapositiv zu werden, arbeiten wir außerdem daran, wie wir Ressourcen optimal nutzen können und unvermeidbare Abfälle wiederverwenden können. Das IKEA Einrichtungshaus in Haarlem in den Niederlanden zum Beispiel testet, Lebensmittelabfälle aus dem IKEA Restaurant und dem Bistro in Biogas umzuwandeln, um so Strom für das Einrichtungshaus zu gewinnen und den Kreislauf zu schließen. Auch in Deutschland haben wir begonnen von Erdgas auf nachhaltigeres Biogas umzustellen, das aus Abfall- und Reststoffen hergestellt wird.

Dank künstlicher Intelligenz können wir einen noch besseren Überblick darüber gewinnen, welche Lebensmittel weggeworfen werden und warum.
Jede*r kann einen Teil dazu beitragen, die Verschwendung von Lebensmittel zu reduzieren.

Gemeinsam Lebensmittel retten

Gemeinsam mit unseren Mitarbeiter*innen, Partnern und Kund*innen sind wir entschlossen, unseren Teil dazu beizutragen, die Verschwendung von Lebensmittel zu reduzieren. Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam viel bewegen und eine bessere Zukunft schaffen können.

Hier findest du eine Auswahl unserer Zero-Waste-Tipps:

  • Plane das Essen für deine Woche vorausschauend vor und kaufe dementsprechend nur das ein, was du auch wirklich brauchst
  • Kaufe deine Lebensmittel in einem Unverpacktladen, die es mittlerweile in fast jeder Stadt gibt
  • Probiere doch mal den Kochtrend „Leaf to Root“ (Blatt bis Wurzel) aus. Dabei wird möglichst die ganze Pflanze verarbeitet und nur wenig in den Müll geworfen
  • In Vorratsbehältern kannst du Essensreste im Kühlschrank aufbewahren und auch noch am nächsten Tag genießen
  • Anstatt Frischhaltefolie zu verwenden, die aus umweltschädlichem Erdöl besteht, kannst du dein angefangenes Obst und Gemüse mithilfe praktischer Speiseabdeckungen aufbewahren
  • Mit einer Drehplatte in deinem Kühlschrank hast du immer alles im Blick und all die Leckereien in den Tiefen deines Kühlschranks geraten nicht in Vergessenheit
  • Packe eine wiederverwendbare Flasche in deine Tasche anstatt unterwegs Einwegplastikflaschen zu kaufen. So kannst du auch unterwegs ganz einfach Müll vermeiden

Wusstest du, dass auch Lebensmittel einen großen Unterschied bewirken? Die Klimabilanz der pflanzlichen IKEA Plantbullar liegt bei nur vier Prozent im Vergleich zur fleischbasierten Variante. Das ist gut für den Planeten – und dein Portemonnaie, denn ab Oktober 2022 wird das pflanzliche Lebensmittelangebot immer zur erschwinglicheren Wahl bei IKEA!


Über die Autorin: Denise Greiner

In der Kommunikationsabteilung von IKEA arbeite ich an spannenden Geschichten rund um unsere Produkte und unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten. Zu meinen Lieblings-Möbeln von IKEA gehört meine heißgeliebte MALM Kommode. Sie bietet mir auch in meiner kleinen Wohnung viel Stauraum und macht durch ihr vielseitig kombinierbares Design auch all meine Umdekorierungsaktionen mit. Zu meinen Leidenschaften zählen Sport, Reisen, in der Natur unterwegs sein, die (Nicht-)Farbe Schwarz, Lesen, immer wieder neue Dinge auszuprobieren und vieles mehr. Langweilig wird mir nie!


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