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Köttbullar: Die Mythen der leckeren Bällchen

(09.03.2020) Einen frohen Fleischbällchentag allerseits! Der findet nämlich jährlich am 9. März statt und wir bei IKEA können uns diesen Ehrentag mit dem Köttbullar natürlich nicht entgehen lassen. Wie viele andere verrückte Feiertage, hat auch dieser seinen Ursprung in Amerika. Doch wie sieht es eigentlich mit den Fleischbällchen selbst aus? Die kommen als Köttbullar ganz klar aus Schweden. Das weiß jedes Kind – oder etwa doch nicht?

Fleischbällchen gehören zu Schweden wie die Pizza zu Italien. Doch verschiedene Überlieferungen verorten ihre Wurzeln sehr viel weiter südlich, und zwar in der Türkei. Demnach soll sie König Karl XII im 18. Jahrhundert während seines Exils im Osmanischen Reich liebgewonnen und zusammen mit Kaffee nach Schweden gebracht haben. In der Türkei ist das Gericht bis heute sehr beliebt. Die Türken nennen ihre Fleischbällchen „Köfte“ – zumindest die zwei Anfangsbuchstaben stimmen mit jenen von Köttbullar überein. Die Rezepte weisen jedoch nicht sehr viele Berührungspunkte auf.

Alternativen zum Köttbullar: Jedes Land hat sein eigenes Bällchen

Vielleicht ist da also gar nichts dran? Möglich, denn eine weitere Vermutung reicht zurück bis ins Mittelalter und besagt: Die Fleischbällchen habe es schon am englischen Hofe in der Zeit von Richard II. gegeben. Ob sie wohl aus England nach Schweden rüber gewandert und zu Köttbullar geworden sind?

Eine dritte Vermutung hat einen ganz anderen Ansatz: Ein schwedischer Gastronomieprofessor ist nämlich überzeugt, das Gericht sei von den französischen und italienischen Frikadellen abgewandelt. Und je länger man darüber nachdenkt, desto klarer wird es, dass irgendwie jedes Land seine eigene Version des Fleischbällchens hat. Durch ihre runde Form sind sie alle miteinander verbunden, doch ihre Zutaten verkörpern eindeutig die jeweilige Heimat: Im arabischen Raum zeichnen sie sich durch die typischen Gewürze wie Koriander und Kreuzkümmel aus, und in Schweden greift man bei der Zubereitung der Köttbullar (ausgesprochen wird das schwedische Wort übrigens „Schöttbüllar“, liebevoll nennen wir sie „Schöttis“) auch schon mal zum Elchfleisch.

So kennen wir alle unsere Köttis: Mit Kartoffelbrei, Preiselbeeren und Rahmsoße.
Bei IKEA gibt es neben den klassischen Fleischbällchen auch Gemüse- und Geflügelbällchen – im Restaurant und Schwedenshop.

Vegetarische Köttbullar als zeitgemäße Option

Jede Familie hat ihr eigenes, erprobtes Rezept. Auch die Beilage – ob mit Kartoffelpüree oder mit Salzkartoffeln – ist Geschmackssache. Und manche essen die Köttbullar auch kalt – in Scheiben geschnitten aufs Brot, oder im Becher auf die Hand aus einem Streetfood-Truck.

Der Fortschritt brachte die Fleischbällchen Mitte des 19. Jahrhunderts unters gemeine Volk. In dieser Zeit wurden Fleischwolf und Holzherd gebräuchlicher, sodass jeder das Fleisch auch zu Hause gut zu der für die Bällchen geeigneten Masse verarbeiten konnte. Und die Köttbullar passen sich immer weiter den Bedürfnissen der Menschen an. So gibt es in der heutigen Zeit, in der immer mehr Menschen auf einen nachhaltigen Lebensstil achten, auch vegetarische Rezepte. Auch in unseren IKEA Restaurants werden die Gemüsebällchen angeboten.

Köttbullar in der Literatur

Eine Sache bleibt an dem ganzen Mythos um die Köttbullar völlig unumstritten: Sie sind das absolute Lieblingsessen der Kinderbuchfigur Karlsson vom Dach – damit setzte Astrid Lindgren dem leckeren Nationalgericht auch ein literarisches Denkmal. Wie magst du die leckeren Bällchen am liebsten? Als Inspiration haben wir für dich zwei Rezepte ausgesucht, mit denen du deine Lieblingsbällchen zu Hause am besten in Szene setzen kannst. Damit es nicht so kompliziert wird, findest du die Grundlage, egal ob aus Fleisch oder Gemüse, in unserem Schwedenshop.

Gemüse-Köttbullar mit geröstetem Blumenkohl auf gegrilltem Fladenbrot, serviert mit Joghurt und Dukkah-Gewürzmischung

Für 4 Personen, Zubereitungszeit 60 Minuten

Das brauchst du:

40 Stück (640 g) GRÖNSAKSBULLAR Gemüsebällchen
1 Blumenkohl, ohne Strunk
3 Esslöffel Butter bei Zimmertemperatur
4 rote Zwiebeln, geputzt u. geviertelt
Meersalz und schwarzer Pfeffer (nach Geschmack)
4 Esslöffel SYLT LINGON Preiselbeerzubereitung
3 Esslöffel Haselnüsse
2 Esslöffel Kürbiskerne
2 Esslöffel Sonnenblumenkerne
1 Teelöffel Fenchelsamen
1 Esslöffel Koriandersamen
1 Esslöffel Kreuzkümmel
1 Teelöffel grobes Meersalz
100 g SOMMARSKÖRD eingelegte Gurkenscheiben, abgetropft

100 ml SÅS SENAP & DILL Senf-Dill-Soße
4 Fladenbrote
4 Esslöffel griechischer Joghurt
4 Teelöffel SMAKRIK Rapsöl, Dillblütengeschmack
4 Esslöffel ROSTAD LÖK Röstzwiebeln
4 Esslöffel frische Kräuter

Unsere Gemüsebällchen mit geröstetem Blumenkohl auf gegrilltem Fladenbrot.
Unsere Lieblingsbällchen sind nicht nur lecker, sondern auch sehr einfach zuzubereiten.

Schritt für Schritt:

  1. Den Ofen auf 220 °C vorheizen.
  2. Die Blumenkohlröschen säubern und großzügig mit Butter bestreichen. Salz und Pfeffer darauf streuen. In eine ofenfeste Form geben und zusammen mit den Zwiebeln 10 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Dann die Temperatur auf 150 °C senken und weitere 30-40 Minuten backen, bis der Blumenkohl und die Zwiebeln eine goldene Farbe annehmen und gar werden.
  3. Die Haselnüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett bei hoher Temperatur langsam rösten (ca. 3 Minuten). Dann Fenchel, Koriander, Kreuzkümmel und Meersalz hinzufügen und eine Minute weiter rösten. Alles in einen Mixer geben und grob zerkleinern, um eine knusprige Mischung zu erhalten, kein Pulver.
  4. Die eingelegten Gurken in 5 mm große Stückchen schneiden. Senf-Dill-Soße hinzugeben und gut vermischen.
  5. Die Zwiebeln aus der ofenfesten Form nehmen und der Länge nach in 5 mm breite Streifen schneiden und per Hand oder mit einem Löffel mit der Preiselbeerzubereitung mischen.
  6. Die Gemüsebällchen nach Anleitung auf der Packung zubereiten.
  7. Einen Grillrost auf hohe Temperatur stellen, die Fladenbrotstücke auf beiden Seiten mit Butter bestreichen und von jeder Seite 2-3 Minuten langsam rösten.
  8. Das Fladenbrot als Basis verwenden. Darauf etwas Blumenkohl, Gurken-Senf-Dill-Soße, Preiselbeer-Zwiebeln und Gemüsebällchen schichten und mit einem Häubchen aus Röstzwiebeln und frischen Kräutern versehen. Mit griechischem Joghurt servieren, dazu Dillblütenöl und Dukkah reichen.

Fleischbällchen mit gerösteten Kartoffeln, Rahmsoße und Preiselbeerzubereitung

Für 4 Personen, Zubereitungsdauer: 60 Minuten

Das brauchst du:

40 Stück (640 g) HUVUDROLL Fleischbällchen
600 g kleine Kartoffeln mit heller Schale (Durchmesser: ca. 4 cm), gereinigt
2 Esslöffel SMAKRIK Rapsöl
1 Esslöffel Meersalz
1 Beutel (28 g) ALLEMANSRÄTTEN Rahmsoßenpulver
100 ml Wasser200 ml Sahne
4 Esslöffel gehackte frische Kräuter, z. B. Gartenkresse, Thymian und Petersilie
4 Esslöffel Preiselbeerzubereitung

Schritt für Schritt:

  1. Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
  2. Die Kartoffeln gleichmäßig verteilt in eine große, schwere Backform geben. Die Kartoffeln etwa eine Stunde rösten, bis sie gar und golden gefärbt sind.
  3. Die Fleischbällchen nach Anleitung auf der Packung zubereiten.
  4. Das Rahmsoßenpulver mit Wasser und Sahne bei mittlerer Temperatur in einem Topf vermischen. Kurz aufkochen und dann köcheln lassen, bis die Soße servierfertig ist.
  5. Die Fleischbällchen, gerösteten Kartoffeln und Rahmsoße mit der Kräutermischung und Preiselbeerzubereitung servieren.

Übrigens: Es gibt seit 2020 mit dem PLANTBULLAR auch eine vegane Alternative zu unseren geliebten Köttis!

Klassisch und doch besonders – unsere Fleischbällchen mit gerösteten Kartoffeln, Rahmsoße und Preiselbeerzubereitung.

Über die Autorin: Luna Kilian

Für IKEA bin ich als externe Autorin immer auf der Suche nach interessanten Persönlichkeiten, Tipps für guten Schlaf und Dingen, die das Leben schöner machen. Und letztere, die mir besonders viel Freude bereiten, finden bei mir zu Hause ihren Platz im VITTSJÖ Regal. Dort tummeln sich neben meinen Lieblingsbüchern witzige und kuriose Gegenstände. Darunter der Gipsabdruck meiner Zähne unter einer Glasglocke, unsere Hausbar oder mein getrockneter Brautstrauß. Neben dem Horten von Skurrilitäten gilt meine Leidenschaft dem Zirkus. Schon als Kind bin ich in die Manege abgehauen und wurde immer wieder während einer Vorstellung von genervten Artisten meiner Mutter übergeben. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir eine Superkraft wünschen, mit der ich die Zeit anhalten kann – davon haben wir so wenig…