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Kladdkaka – eine Delikatesse aus Schweden

(27.01.2021) Lust auf etwas Süßes? Passend zu dem heutigen „Tag des Schokokuchens“ stellen wir dir einen echten schwedischen Klassiker vor – den „Kladdkaka“. Übersetzt bedeutet es „Klebkuchen“ oder „Matschkuchen“, er ist in ganz Schweden für seinen saftigen Geschmack und leicht flüssigen Kern bekannt. Das Geheimnis liegt darin, dass er nicht ganz durchgebacken wird, was hierzulande im ersten Moment ungewöhnlich klingt. Warum ist der Kuchen also in Schweden so beliebt? Wir gehen auf Spurensuche!

Der Ursprung des schwedischen Schokokuchens

Bei der Frage nach der genauen Herkunft der süßen Leckerei spalten sich in Schweden die Meinungen. Manche behaupten, dass der Kuchen 1968 von einem französischen Rezept inspiriert wurde. Damals war die schwedische Chefredakteurin des Wochenmagazins „Veckojournalen“, Margareta Wickbom, zu Besuch in einem kleinen Pariser Café. Dort aß sie einen Nachtisch, der einem Brownie-Kuchen ähnelte. Dieser war so lecker, dass sie das dazugehörige Rezept aus der französischen Hauptstadt mit nach Schweden brachte. Von dort an soll der Kuchen die ganze Nation entzückt und sich direkt zu einem Nationalgericht entwickelt haben.

Andere sehen die Schwedin Gudrun Isaksson als Erfinderin des Kladdkakas. Nach der Überlieferung backte sie 1938 ein US-amerikanisches Brownie-Rezept. Zu dieser Zeit war Backpulver in Schweden jedoch nur in den wenigsten Haushalten zu finden. Aus diesem Grund ließ sie das Pulver weg, und die Geburtsstunde eines nicht ganz durchgebackenen Schokokuchens war gekommen.

Woher kommt der Kladdkaka eigentlich? Wir gehen auf Spurensuche!
Die IKEA BELÖNING Schokolade macht deinen eigenen Kladdkaka unwiderstehlich lecker.

Wieder andere behaupten, dass Isaksson vergessen hat, die Zutat in den Teig zu mischen und somit die Konsistenz des Klassikers anfangs tatsächlich ein Versehen war. Welche Theorie zum Kladdkaka nun wahr ist, weiß niemand. Es liegt also an dir, welche der drei Ursprungsgeschichten du glaubst…

Leicht zu backen, leicht zu lieben

Unabhängig von seiner Herkunft entwickelte sich dieser Schokokuchen zu einer nationalen Delikatesse und zu einer der beliebtesten Nachspeisen in Schweden. 2010 war Kladdkaka auf Google sogar der am häufigsten gesuchte Begriff der skandinavischen Nation im Food-Bereich. Und das nicht ohne Grund! Die Leckerei ist sehr einfach zubereitet, da man Zutaten verwendet, die oft bereits vorhanden sind. So auch bei diesem Rezept von meinem Foodblog ELBCUISINE: Schnell und einfach zaubert ihr euch hiermit einen wahren schwedischen Klassiker in die heimische Küche. Er schmeckt immer, ob zum Dessert, zum Kaffee oder Tee oder auch zur klassischen schwedischen Fika.

Rezept Kladdkaka

Zubereitung 10 Minuten plus 20 Minuten Backzeit

Zutaten

  • 200 g Butter
  • 200 g dunkle Schokolade
  • 150 g feiner Kristallzucker
  • 2 gute Prisen Meer - oder Steinsalz
  • 50 g Dinkelmehl
  • 2 EL Back-Kakao
  • 1 TL Vanillezucker
  • 3 Eier

Zubereitung

In einem Topf die Butter schmelzen. Den Topf vom Herd nehmen und die Schokolade in Stücke gebrochen hinzugeben. Umrühren, bis die Schokolade geschmolzen ist. Den Ofen auf 175°C Umluft vorheizen. Zucker und Salz zur Schokoladen-Buttermischung hinzugeben und verrühren. Mithilfe eines Küchenmaßes Mehl, Kakao, Backpulver und Vanillezucker mischen und mit der Schokoladen-Butter-Zuckermischung in einer Schüssel verrühren. Ein Ei nach dem anderen hinzugeben und verrühren – nur so viel, dass du einen glatten Teig erhältst. Zum Backen kannst du eine größere Form mit einem Durchmesser von ca. 23 cm verwenden oder alternativ auch zwei kleine. Ich mag die beiden VARDAGEN Formen. Da kann man einen Kuchen verschenken und einen selbst essen. Die Mischung in die Form(en) geben und auf mittlerer Ofenschiene ca. 20 Minuten backen. Wenn der Kuchen innen noch etwas feucht erscheint, ist das ok. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen, bevor du ihn stürzt.

Die Glasschüssel BLANDA eignet sich optimal zum Verrühren der Zutaten.

Galerie


Der Kladdkaka lässt sich auch vegan zubereiten – es müssen nur Butter, Schokolade und Eier durch vegane Alternativen ersetzt werden.

Du kannst ihn passend zum Veganuary natürlich auch in veganer Variante backen. Du musst nur die Butter durch vegane Butter bzw. Pflanzenmargarine und die Schokolade durch vegane Schokolade ersetzen. Für die Eier kannst du folgenden Ei-Ersatz verwenden: Ein Esslöffel frisch geschrotete Leinsamen, Johannisbrotkernmehl oder Chiasamen mit 2-3 Esslöffel warmen Wasser vermischen, alternativ 80 Gramm Apfelmus. Die Mengen entsprechen jeweils einem Ei. Die Mischungen solltest du 5-15 Minuten quellen lassen.

Guten Appetit oder „Smaklig Måltid!“

Nicht nur kulinarisch hat Schweden etwas zu bieten. Wie der Einrichtungsstil Scandi-Boho aussieht und wie ihr ihn ganz einfach nachmachen könnt, zeigen wir euch hier.


Über die Autorin: Bianca Matthée

Meine Aufgabe bei IKEA ist das Bloggen, speziell über Food-Themen. Deshalb ist mein Lieblingsstück von IKEA auch die praktische Spülbürste PLASTIS – mit der geht der Abwasch wie von selbst von der Hand. Zu meinen heimlichen Leidenschaften zählen neben klassischen Kochbüchern Social Apps wie Snapchat und Instagram. Mein größter Traum wäre ein kostenloses Abo für alle Kochbücher dieser Welt oder einfach drei Wochen Urlaub in Südafrika.