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Gekommen, um zu helfen: Kennst du die neuntgrößte Stiftung Europas?

(03.08.2022) Der russische Angriff auf die Ukraine hat mich zutiefst erschüttert. Ein Krieg mitten in Europa? Das lag bis dato außerhalb meiner Vorstellungskraft und war etwas, das ich nur aus Erzählungen meiner Großmutter und aus dem Geschichtsunterricht kannte. Doch während uns der Krieg in der Ukraine tagtäglich in den Nachrichten begegnet, finden zeitgleich viele weitere gewaltvolle Auseinandersetzungen, Katastrophen und Hungersnöte statt, die nur kurz oder gar nicht in den Medien auftauchen. Allein auf dem afrikanischen Kontinent werden momentan mehr als zehn bewaffnete Konflikte ausgetragen. Für die betroffenen Menschen sind die Auswirkungen solcher Kriege furchtbar – daher ist es wichtig, dass Stiftungen und Organisationen diesen Menschen Perspektiven schaffen. Eine davon ist die IKEA Foundation. Sie unterstützt nicht nur in Konfliktgebieten, sondern ist insbesondere in den ärmsten Regionen der Welt aktiv. Das erklärt auch, warum ihr Arbeitsschwerpunkt eher in Entwicklungs- und Schwellenländern und nicht in Europa liegt.

Der IKEA Foundation ein Gesicht geben: Vertreter der IKEA Foundation reisen quer durch Europa und berichten IKEA Mitarbeiter*innen von ihrer Arbeit.

So arbeitet die neuntgrößte Stiftung Europas

Doch wofür setzt sich die IKEA Foundation nun eigentlich ein? Kurz und knapp könnte die Antwort lauten: für Armutsbekämpfung und die Eindämmung des Klimawandels. Sie möchte das Leben von Familien, die in Armut leben, verbessern und ihnen zu einem nachhaltigen Einkommen verhelfen. Zugleich fördert sie gezielt Initiativen, die Auswirkungen des Klimawandels abmildern. Auch die Unterstützung von geflüchteten Menschen ist ein wesentlicher Bestandteil der Stiftungsarbeit.

Wenn man das liest, könnte man meinen, bei der IKEA Foundation würden hunderte Menschen arbeiten – das ist aber ein Trugschluss. Denn die Stiftung ist verhältnismäßig klein. Sie hat nur knapp 50 Mitarbeiter*innen, ist aber vom Stiftungsvolumen her die neuntgrößte Stiftung in Europa. Wie das funktioniert? Sie pflegt rund 150 strategische Partnerschaften mit großen und kleinen Organisationen. Die IKEA Foundation ist also selbst nicht mit eigenen Mitarbeiter*innen vor Ort, sondern unterstützt die Arbeit ihrer sorgsam ausgewählten Partner weltweit. Außerdem hat ihr Engagement häufig auch eine Signalwirkung, wie Ryan Strauss von der IKEA Foundation erzählt:

„Wir haben die Erfahrung gemacht: Wenn die IKEA Foundation eine Organisation unterstützt, nehmen andere Stiftungen und Geldgeber das wahr und folgen unserem Beispiel.“

Wir alle tragen zum Erfolg der IKEA Foundation bei

Damit die IKEA Foundation ihre Arbeit überhaupt aufnehmen kann, braucht sie finanzielle Mittel. Diese erhält sie von der Ingka Foundation, deren Eigentümerin wiederum die Ingka Gruppe ist. Was erstmal kompliziert klingt, heißt vereinfacht gesagt: Wenn du bei IKEA einkaufst, geht ein Teil des Geldes an die IKEA Foundation. Damit sorgen wir alle gemeinsam dafür, dass die IKEA Foundation Familien eine bessere Zukunft auf einem bewohnbaren Planeten schaffen kann. Und das ist auch ganz im Sinne von Ingvar Kamprad, der die IKEA Foundation einst ins Leben gerufen hat. Sein Wunsch war es, dass die IKEA Foundation in erster Linie nicht IKEA gut dastehen lässt, sondern vor allem Gutes tut. Außerdem war es ihm wichtig, dass die IKEA Foundation unabhängig vom IKEA Einzelhandelsgeschäft ist – eine Eigenschaft, die sie von vielen anderen Unternehmensstiftungen unterscheidet.

Die IKEA Foundation Ambassador: Wie Mitarbeiter*innen selbst aktiv werden 

Und noch etwas macht die IKEA Foundation besonders: Jedes Jahr haben IKEA Mitarbeiter*innen weltweit die Möglichkeit, sich als Botschafter*innen zu bewerben. In diesem Jahr sind gleich vier Kolleginnen aus Deutschland dabei: Dilara, Romy, Jenny und Mona-Anna. Sie werden im Herbst eine Woche in Athen verbringen, dort ein Projekt der IKEA Foundation besuchen und viele verschiedene Partnerorganisationen kennenlernen. Drei von ihnen verraten uns, worauf sie sich in Athen besonders freuen:

IKEA Gründer Ingvar Kamprad wünschte sich, dass die Foundation in erster Linie nicht IKEA gut dastehen lässt, sondern vor allem Gutes tut.

„Ich freue mich darauf, die Projekte der IKEA Foundation hautnah zu erleben und bin gespannt, mehr über die Arbeit der Partner zu erfahren. Außerdem wird es sicherlich beeindruckend, so viele Menschen zu treffen, die sich tagtäglich selbstlos dafür einsetzen, einen besseren Alltag für die Vielen zu schaffen“, sagt Romy van Sambeek.

„Mein Wunsch ist es, durch die neuen Erfahrungen und den Austausch mit den verschiedenen Menschen viel Neues zu lernen. In Athen freue ich mich, das ‚HOME Project‘ zu besuchen, auch wenn ich Angst habe, was es in mir bewirken wird“, gewährt uns Jenny Ärlemalm einen Einblick.

„Ich freue mich am meisten darauf, den Partner ‚The HOME Project‘ kennenzulernen, der sich um geflüchtete Kinder kümmert, die alleine in Griechenland ankommen. Ich glaube, das wird eine sehr besondere Erfahrung“, erklärt Dilara Aybar.

Wenn sie aus Athen zurückkehren, ist es ihre Aufgabe, die IKEA Foundation unternehmensintern bekannter zu machen sowie ihre Erfahrungen und ihr Wissen über die Stiftung mit Kolleg*innen zu teilen. Dieses Engagement kann zwar das Leid der Menschen in den betroffenen Regionen nicht aktiv lindern, es kann aber dazu beitragen, dass die Menschen, ihre Situation und ihre (Lebens-)Geschichten stärker gehört werden.

Du möchtest mehr über das Engagement von IKEA erfahren? Hier erklären wir dir, wie wir das Empowerment von Frauen fördern.

Über die Autorin: Judith Alpmann

Hej ich bin Judith! Ich arbeite bei IKEA in der internen Kommunikation und versuche, unsere Mitarbeitenden bestmöglich zu informieren und kommunikativ einzubinden. Meine große – und für alle, die mich kennen – wenig geheime Leidenschaft ist das Reisen. Neue Orte zu erkunden macht mir unglaublich viel Spaß! Als Kind habe ich in einer Ferienwohnung im Urlaub auch mein Lieblingsmöbelstück von IKEA entdeckt: Den gemütlichen Sessel POÄNG. Es war Liebe auf den ersten Blick, daher habe ich ihn mir damals auch direkt zu Weihnachten gewünscht. Seitdem begleiteter er mich durchs Leben und versprüht auch in meinem Alltag ein bisschen Urlaubsflair. Nicht zuletzt durch meine vielen Auslandsaufenthalte liegt mir Diversity and Inclusion sehr am Herzen. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wäre es, dass dieses Thema weiterhin an Bedeutung und gesellschaftlicher Aufmerksamkeit gewinnt.

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