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IKEA Life at Home Report 2020: Das Leben nach dem Lockdown

Zeit für neue Hobbys: Wie entwickelte sich der Alltag zu Hause unter Corona?

(23.10.2020) Vor einiger Zeit haben wir im Zuge des diesjährigen Life at Home Reports bereits berichtet, wie 20 Menschen aus besonders stark von Corona betroffenen Ländern die Zeit der Ausgangsbeschränkungen und der andauernden Ungewissheit im Frühjahr erlebt haben. Dabei verlagerte sich der Schwerpunkt von einem Tag auf den anderen in das eigene Zuhause – das Leben außerhalb der schützenden vier Wände war von Ungewissheit und Unsicherheit geprägt. Wir haben erneut mit Menschen auf der ganzen Welt darüber gesprochen, wie diese Zeit ihr Leben, den Umgang miteinander und das eigene Zuhause verändert hat.

Wieder in einem Restaurant essen gehen – im Frühjahr unvorstellbar, heute eine kleine Freude.

Nach den, zum Teil sehr strengen, ersten Ausgangsbeschränkungen waren wir in den Sommermonaten wieder vermehrt im Freien – in einer Welt, die gleichzeitig vertraut und doch anders ist. Doch die Pandemie begleitet weiterhin unseren Alltag. Sei es das häufigere Arbeiten von zu Hause, die Abstands- und Hygieneregeln oder die Reaktionen, wenn man jemandem aus Versehen doch mal zu nah kommt. Viele haben zudem mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu kämpfen und müssen möglicherweise auch auf diesem Gebiet neue Lösungen finden.

Die Unterschiede bei Corona von Schweden bis Australien

In Schweden hielten sich die Einschränkungen im Alltag von Anfang an in Grenzen. Wir haben mit Menschen in einigen Haushalten gesprochen, die uns berichteten, dass sie insbesondere anfangs aufgrund der entspannten Vorgehensweise der Regierung gelassener durch die ungewisse Zeit kamen. Andere kritisieren wiederum diesen lockeren Umgang mit der möglichen Gefahr.

Dagegen war Italien von Anfang an besonders stark von Corona betroffen. Menschen, mit denen wir gesprochen haben, leben noch immer zum Teil in Ungewissheit und haben Angst vor den wirtschaftlichen Folgen. Nach Monaten durften die Italiener im Juni zum ersten Mal ihre Wohnungen verlassen, ohne dringende Erledigungen tätigen zu müssen. Die Menschen berichten uns von überwältigender Freude, wieder Teil der Außenwelt sein zu können – aber auch von der Unsicherheit im Zusammenhang mit den neuen Alltagsregeln.

Black Lives Matter während der Pandemie

In den USA wurde die Verunsicherung im Land neben der Corona-Krise auch durch die Black-Lives-Matter-Bewegung stärker sichtbar. Uns teilten die Menschen mit, dass dieser Zustand sich auch auf ihr Leben zu Hause niederschlägt. Denn die Sorgen sind im Alltag präsent. Die eigenen vier Wände bieten da einen Ort der Geborgenheit.

Aus Australien erreichen uns ganz unterschiedliche Berichte. Denn dort gibt es große Unterschiede in der Auswirkung von Corona in den einzelnen Regionen. Zwar erleben die Australier zunehmend Lockerungen, jedoch lassen viele Firmen in Down Under ihre Mitarbeiter zunächst bis zum Jahresende im Homeoffice arbeiten.

Von Menschen aus chinesischen Städten hörten wir, dass der Umgang mit Corona sehr routiniert ablief. Dieser war ihnen bereits von der Ausbreitung des SARS-Virus bekannt. Doch auch hier gingen die Lockerungsmaßnahmen mit gewisser Vorsicht einher, immer mit dem Blick auf mögliche Infektionsanstiege.

Nicht nur die Verunsicherung wegen Corona trieb die Menschen in Amerika auf die Straße.

Die Schwierigkeiten der Anpassung an Corona

Was all diese Menschen in den unterschiedlichen Ländern verbindet, sind die Anpassungen an die neue Normalität mit Corona sowie die neuen Regeln im Verhalten und im Umgang mit Mitmenschen außerhalb des eigenen Zuhauses. Sei es das Tragen der Gesichtsmasken, das häufigere Händewaschen als zuvor, oder der Verzicht auf Umarmungen und Händeschütteln. Das kann mitunter ganz schön stressig und ermüdend sein. Der Australier Shai erzählte uns, wie er beim Einkaufen einen Freund traf. Zur Begrüßung streckte er die Hand aus – sein Gegenüber bot ihm einen Faustschlag anstelle des Händedrucks an. Und das ist nur ein Beispiel für all die Kleinigkeiten, die wir uns abgewöhnen oder neu lernen müssen.

Menschen, die in den letzten Monaten viel mehr Zeit als zuvor in den eigenen vier Wänden verbrachten und auch von dort aus arbeiteten, haben ihren Wohnraum aus einer völlig neuen Perspektive entdeckt. Sie haben gemerkt, wo noch Verbesserungspotenzial besteht und was sie ändern wollen, um das Zuhause für bestimmte Zwecke zu optimieren – aber auch, um sich an diesem sicheren Ort noch wohler zu fühlen. Viele berichten uns davon, dass sie erst während der Ausgangsbeschränkungen gemerkt haben, wie wichtig ihnen die Natur ist. Einige haben das Gärtnern auf kleinem Raum für sich entdeckt, und sei es nur das Kräuterhochbeet auf dem Balkon.

Was durch Corona wirklich zählt

Viele nutzten die Zeit für Selbstreflexion und die persönliche Weiterentwicklung. Dabei stellten sich Menschen Fragen wie: „Was ist mir wichtig?“, „Was erfüllt mich wirklich?“, „Worin möchte ich meine Zeit und meine Energie investieren?“. Dabei entstanden neue Blickwinkel und Ansätze, die helfen, bestimmte Lebensbereiche zu verbessern. Manche erleben jetzt einen symbolischen Neustart. Diese Zeit hat uns gelehrt, Dinge wertzuschätzen, die uns zuvor selbstverständlich schienen. Dazu gehört eine Umarmung, aber auch so etwas Banales wie der Café-Besuch. Zwischenmenschliches ist da keine Ausnahme: „Was zählt ist die Familie“, sagt uns Alfred aus Hongkong. „Ich habe verstanden, dass es nicht um das große Geld geht, sondern darum, eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Familie zu finden“.

Home-Office vom Sofa aus – Corona bringt auch positives: Neuorientierung, Besinnung, Zusammenrücken.
Wie man Pflanzen richtig pflegt, könnt ihr bei unserem virtuellen Workshop erfahren.

Diese Zeit mit Corona wird auch das Leben zu Hause verändern. Doch die Menschen gehen an dieses Thema voller Optimismus heran. Auch in den eigenen vier Wänden ordnet sich alles danach, was wirklich wichtig ist. Jetzt ist die richtige Zeit, dem eigenen Zuhause einen neuen Kurs zu verleihen. Die Pandemie hat uns neue Blickwinkel ermöglicht und gezeigt, dass das Glück nicht unbedingt in festgefahrenen Routinen zu finden ist, die häufig aus frühem Aufstehen, Pendeln, striktem Arbeitsalltag und der einen oder anderen Party bestehen. Hier liegt natürlich wieder eine neue Herausforderung. Und die besteht darin, unsere Prioritäten, unsere Werte und auch unser zu Hause neu zu definieren. Wir haben in den vergangenen Monaten viel gelernt, über uns, unsere Umgebung und unser Umfeld. Dieses Wissen ist eine Grundlage für eine bessere Zukunft – angefangen in den eigenen vier Wänden und noch weit darüber hinaus.

Das Zuhause Corona-gerecht anpassen

Hast auch du Lust bekommen, dein Zuhause an deine neuen Bedürfnisse anzupassen, es dabei nachhaltiger zu gestalten und einen Platz für Natur in den eigenen vier Wänden zu schaffen? Ganz egal, ob du in einer Stadt oder in ländlicherer Gegend lebst, IKEA unterstützt dich dabei, mehr Balance in deinen Alltag zu bringen. Dafür wurde das IKEA Virtual Greenhouse konzipiert. IKEA lädt dich noch bis zum 25. Oktober ein, an einer Reihe von virtuellen Workshops, Live-Vorträgen und interaktiven Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei dreht sich alles um die Bereiche Lebensmittel, Wohlbefinden, Nachhaltigkeit und Botanik für ein nachhaltigeres und ausgewogeneres Leben zu Hause. Unsere Experten haben viele Tipps rund um Pflanzenpflege, Konservierung von Samen, Herstellung einer japanischen Kokedama-Kugel oder der Gestaltung eines Mini-Terrariums für dich parat. Sei dabei und mache auch dein Zuhause zu einem Zufluchtsort, an dem du dich entfalten und einfach wohlfühlen kannst!

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Über die Autorin: Luna Kilian

Für IKEA bin ich als externe Autorin immer auf der Suche nach interessanten Persönlichkeiten, Tipps für guten Schlaf und Dingen, die das Leben schöner machen. Und letztere, die mir besonders viel Freude bereiten, finden bei mir zu Hause ihren Platz im VITTSJÖ Regal. Dort tummeln sich neben meinen Lieblingsbüchern witzige und kuriose Gegenstände. Darunter der Gipsabdruck meiner Zähne unter einer Glasglocke, unsere Hausbar oder mein getrockneter Brautstrauß. Neben dem Horten von Skurrilitäten gilt meine Leidenschaft dem Zirkus. Schon als Kind bin ich in die Manege abgehauen und wurde immer wieder während einer Vorstellung von genervten Artisten meiner Mutter übergeben. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir eine Superkraft wünschen, mit der ich die Zeit anhalten kann – davon haben wir so wenig…