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DIY: So bastelst du ein Kokedama

Das Design-Studio „We Smell The Rain“ aus Amsterdam zeigt uns, wie man ein eigenes Kokedama herstellt.

(25.04.2022) Lerne etwas Neues und verschönere dein Zuhause mit dieser wunderbaren, natürlichen japanischen Kunstform. Doch was ist eigentlich ein Kokedama? Das japanische Wort „kokedama“ bedeutet „Mooskugel“ und beschreibt eine bestimmte Anbautechnik für Pflanzen ohne Topf. Die Wurzeln der Pflanze werden dabei von einer Kugel aus Erde umhüllt und diese wiederum von weichem, grünem Moos. Wir haben das Design-Studio „We Smell The Rain“ aus Amsterdam gebeten, uns zu zeigen, wie das geht. 

Das brauchst du für dein Kokedama

Lege dir folgende Werkzeuge und Materialien bereit:

  • Ein Krug Wasser
  • Zwei Arten Baumwollgarn (ein dünnes und ein dickeres)
  • Eine Schale
  • Grüne Moosplatten
  • Torfmoosplatten
  • Erde
  • Eine Pflanze (am besten eine mit hohem Stamm) 

 

Schritt 1: Die Erde zu einer Kugel formen

Gib zuerst etwas Erde in eine Schale. Die Größe des Blumentopfes hilft dir dabei, die richtige Größe für die Kugel zu bestimmen. Füge etwas Wasser hinzu, damit die Erde feuchter wird. Dabei sollte die Erde aber nicht zu nass werden, sondern eher klebrig. Forme anschließend die Erde in den Handflächen. Nimm immer wieder etwas Erde hinzu, bis eine Kugel entsteht.

Schritt 2: Die Moosplatten vorbereiten

Zur Vorbereitung der Moosplatten entfernst du kleine Äste und sonstige Dinge aus dem Moos. Das klappt am besten, indem du mit den Fingern über das Moos streichst, damit sich die Ästchen lösen. So säuberst du auch die andere Seite der Moosplatte. Das Moos sollte möglichst eben sein. Entferne das Moos an dickeren Stellen.

Das japanische Wort „kokedama“ bedeutet „Mooskugel“ – probiere es gleich aus!
Forme die Erde in den Handflächen so lange, bis eine Kugel entsteht. Dies ist die Grundlage für dein Kokedama.
Setze die Pflanze in die Erd-Kugel und umgebe sie mit den gesäuberten Moosplatten.
Wenn sich das Kokedama beim Anheben leicht anfühlt, dann solltest du es wässern.

Dieses Tutorial ist im IKEA Virtual Greenhouse erschienen – einer speziellen Online-Plattform, auf der Workshops von kreativen Spezialist*innen im Bereich Nachhaltigkeit, Design, Essen und Floristik gesammelt werden.

Schritt 3: Die Pflanze vorbereiten

Die Erde der Pflanze sollte trocken sein, sodass sie sich leicht aus dem Topf nehmen lässt. Entferne die Erde, damit am Ende nur der Wurzelballen bleibt. Die übrige Erde kannst du entfernen, indem du den Wurzelballen vorsichtig gegen die Wand der verwendeten Schale klopfst. Dadurch sollte sie von selbst abfallen und wird in der Schale aufgefangen. Sobald der Wurzelballen vorbereitet ist, wickle ihn in die Torfmoosplatten ein und schnüre beides locker mit dem dünnen Baumwollgarn zusammen.

Schritt 4: Alles zusammensetzen

Platziere die Kugel aus Erde mittig auf dem Moos. Halte die Kugel fest und drücke mit deinem Daumen ein Loch in die Mitte. Hier kommt die Pflanze hinein. Gib die Pflanze ins Loch und falte, falls nötig, die Wurzeln dabei etwas zusammen. Um das Moos am Ball zu befestigen, wickle das dickere Baumwollgarn um die Pflanze. Die Enden sollten dabei frei bleiben, sodass du sie zum Schluss schön verknoten kannst. Wenn der Boden zu flach wird, forme einfach wieder eine Kugel.

So pflegst du dein Kokedama

Wenn sich das Kokedama beim Anheben leicht anfühlt, braucht es Wasser. Gieße Wasser in eine Schüssel (ca. bis zur Hälfte der Höhe der Mooskugel) und stelle die Pflanze hinein, bis sie sich schwerer anfühlt. Drücke sie nach dem Herausnehmen aus, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.

Dieser Beitrag ist im ersten Life at Home-Magazin erschienen. Das Magazin ist eine Weiterführung des jährlichen Life at Home-Reports von IKEA, der in seiner aktuellen Ausgabe den Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und dem Zuhause untersucht hat. Neugierig? Hier findest du das vollständige Magazin und fünf wertvolle Tipps, wie du zu Hause glücklich wirst.


Über die Autorin: Isolde Debus-Spangenberg

Bei IKEA Deutschland kümmere ich mich um all die spannenden und interessanten Themen, die IKEA als Unternehmen betreffen. Mein liebstes IKEA Möbel ist der gute alte BILLY – das beste Bücherregal der Welt und außerdem ein Alleskönner, den ich mit Türen auch als Schuhschrank nutze. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir mehr Zeit für die vielen Dinge wünschen, die ich gern mal machen würde.