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Das Bett im Fokus – drei Looks fürs Schlafzimmer

Edle Stoffe und ein durchdachtes Konzept – der Hotellook im eigenen Schlafzimmer.

(01.11.2022) In der kühlen Jahreszeit machen wir es uns zu Hause besonders gemütlich. Dabei bekommt auch das Schlafzimmer eine Extraportion Aufmerksamkeit. Indem wir diesen Raum besonders schön gestalten, betreiben wir auch ein Stück weit Selfcare, denn das Schlafzimmer ist in der Regel unser ganz privater Rückzugsort. Im Fokus steht das Bett – hier tanken wir Ruhe sowie neue Kraft und darüber hinaus ist es auch oft der Mittelpunkt des Schlafzimmers. Liebevoll dekoriert, wird es zu einem ästhetischen Hingucker, der uns Tag für Tag Freude bereitet. Gemeinsam mit unserer Einrichtungsexpertin Sandra Schwertfeger stellen wir dir heute drei Looks vor, die optisch das Beste aus deinem Bett herausholen.

Für ein harmonisches Bett-Styling werden Farben aufgegriffen, die im Schlafzimmer bereits vorkommen.

Bevor du kreativ wirst, gilt: Auch beim Bett zählen die inneren Werte. Eine bequeme Matratze sowie Decke und Kopfkissen, die optimal auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sind, schaffen eine gute Grundlage, damit das Bett nicht nur optisch schön ist, sondern auch optimalen Komfort bietet. Ist diese Grundlage geschaffen, kann nach Herzenslust dekoriert werden – Textilien in verschiedenen Texturen, Farben und Mustern sind dabei die wichtigsten Werkzeuge.

Wie im Luxushotel – elegant und gemütlich

Der erste Blick in einem Hotelzimmer fällt meist auf das makellos und stilvoll frisch gemachte Bett. Es zeichnet sich durch hochwertige Materialien und ein durchdachtes Konzept aus, bei dem die einzelnen Elemente auf eine besondere Weise harmonisch angeordnet sind. Mit Sandras Tipps zieht dieser Look schon mit wenigen Handgriffen auch ins eigene Schlafzimmer ein.

Die richtige Bettwäsche

Alles beginnt mit einer frischen und knitterfreien Bettwäsche. Hochwertige Materialien wie dezent glänzender Baumwollsatin oder Samt wirken besonders luxuriös. Ein Spannbettlaken bildet die Grundlage des Arrangements und ist „besonders gut für Menschen geeignet, die eher unruhig schlafen, denn so bleibt alles an seinem Platz“, weiß Einrichtungsexpertin Sandra. Bei der Farbwahl rät sie zu weißen oder grauen Bettlaken, denn diese lassen sich mit verschiedenen Bettwäsche-Sets leicht kombinieren. Damit der Hotellook gelingt, empfiehlt die Expertin ein Farbkonzept aus zwei bis drei Farbentönen einer Farbfamilie. Dabei sollten am besten Farben, die im Schlafzimmer bereits vorkommen, aufgegriffen werden.

Der erste Blick in einem Hotelzimmer fällt meist auf das stilvolle Bett – warum nicht auch in deinem Schlafzimmer?
IKEA Interior Designerin Sandra Schwertfeger verrät dir ihre Tipps für den angesagten Hotellook.

Layer like a pro

Typisch für den Hotellook ist das Kissen-Layering. Dabei werden unterschiedlich große Kissen hintereinander angeordnet. Diese sollten im Idealfall nicht nur dem Dekozweck dienen, sondern auch einer Funktion nachkommen. „Als Basis eignen sich Größe 40x80 cm, bei dem die Kissenhülle einfarbig sein sollte. Am besten greift man dabei eine Farbe auf, die auch in der Bettwäsche vorhanden ist.

Die Bettdecke falten wie im Hotel

Im nächsten Schritt kommt die Bettdecke. Für den Hotellook wird die Bettdecke gefaltet und mit der Faltseite nach unten quer über das Bett gelegt. Wer nachts friert, freut sich über eine zusätzliche Wolldecke oder ein Plaid. Auch diese werden idealerweise in einer Nuance der Bettwäsche gewählt. „Längs in der Mitte gefaltet, kommt die Wollbettdecke ans Fußende des Bettes. Um den typischen Hotellook zu bekommen, wird nun eine Lage der Bettdecke über die Wolldecke geklappt, sodass unten ein schmaler Streifen der Wolldecke sichtbar bleibt“, schlägt die Expertin vor. Die auf diese Weise erzeugten Lagen wirken besonders gemütlich.

Kissen-Arrangements für das Auge

Zum Schluss runden Zierkissen den Look ab. Bei einer gemusterten Bettwäsche bringen unifarbene Zierkissen mehr Ruhe ins Arrangement. Auch hier empfiehlt es sich, wieder eine Farbe aus der gemusterten Bettwäsche aufzugreifen. Es können zum Beispiel Kissen in den Größen 40x80 cm und 40x40 cm kombiniert werden. 

Durch das Kissen-Layering wird der typische Hotellook erzeugt.
Wiederholen sich beim Mustermix-Look immer drei bis vier Farben, bleibt das Gesamtbild ausgewogen und wirkt nicht überdekoriert.

Auch die Deko rund ums Bett sollte durchdacht sein. „Typisch für Hotels ist eine minimalistische Raumdekoration mit sorgfältig ausgewählten Stücken, wie zum Beispiel stilvollen Nachttischlampen. Parallele Elemente wie zwei Nachttische sowie zwei parallel angeordnete Leuchten links und rechts vom Bett lassen das Gesamtbild durch die Symmetrie besonders stimmig wirken“, sagt Sandra. Alles, was das harmonische Bild stört und unaufgeräumt wirkt, verschwindet zum Beispiel in der Nachttischschublade. Auch die Zierkissen und Plaids, die in der Nacht das Bett verlassen, bekommen einen festen Platz – etwa in einem Hocker mit Stauraum, einer Bank mit Aufbewahrung oder in stylishen Körben, denn ein aufgeräumtes Schlafzimmer kann auch zu mehr Entspannung beitragen.

Ton in Ton – dezent und stilvoll

Wer es gern etwas dezenter oder gar minimalistisch mag, setzt auf den Ton-in-Ton-Look. Dazu eignen sich Beige, Grau oder Pastelltöne wie ein zartes Mintgrün. „Anstatt mit leuchtenden Farben und auffälligen Mustern spielen bei diesem Look die unterschiedlichen Materialien und Texturen die Hauptrolle“, ergänzt Sandra. Zierkissen mit Leinenbezügen bringen eine rauere Note in das Gesamtbild. Eine Wolldecke sorgt mit einer weiteren Textur für Abwechslung. Doch auch bei diesem zurückhaltenden Look müssen Muster nicht zu kurz kommen. Dezente Streifen oder Karos in ähnlichen Farben bewahren die visuelle Ruhe des Looks und sorgen dennoch für eine abwechslungsreiche Optik. „Auch für jene, die sich lieber langsam an Muster herantasten wollen, ist Wendebettwäsche mit einer gemusterten und einer unifarbenen Seite ein guter Kompromiss“, weiß die Einrichtungsexpertin.

Mustermix – wild und experimentierfreudig

Im Kontrast zum minimalistischen Ton-in-Ton-Look steht der Musterlook, bei dem Prints, knallige Farben und Formen die Hauptrolle spielen. Was auf den ersten Blick vielleicht etwas zusammengewürfelt klingt, folgt einem genauen Konzept. Werden die unterschiedlich gemusterten Bettwäsche-Sets nach einem System kombiniert, wirkt der scheinbar wilde Mix dennoch durchdacht und harmonisch. Als Faustregel gilt etwa: „Es sollten maximal drei bis vier Farben miteinander kombiniert werden. Kommen mehr Farben zum Einsatz, dann wirkt es schnell überdekoriert“, sagt Sandra. Übergroße Bettdecken, etwa mit den Maßen 220x240 cm, sorgen für noch mehr Gemütlichkeit und geben den Mustern eine noch größere Bühne.

Unabhängig davon, für welchen Look du dich entscheidest, spielt auch eine unsichtbare Komponente eine wesentliche Rolle: der Raumduft – egal ob als  Kerze oder Duftsäckchen. Gerüche wie Minze und Lavendel wirken entspannend und verleihen dem Raum zusätzlich eine individuelle, gemütliche Note.

Noch mehr Tipps und die Anleitung zu den Looks unserer Interior Designerin Sandra gibt es in unserem YouTube-Video. Du bist auf der Suche nach mehr Schlafkomfort? Dann hat Sandra praktische Ratschläge parat!


Über die Autorin: Luna Kilian

Für IKEA bin ich als externe Autorin immer auf der Suche nach interessanten Persönlichkeiten, Tipps für guten Schlaf und Dingen, die das Leben schöner machen. Und letztere, die mir besonders viel Freude bereiten, finden bei mir zu Hause ihren Platz im VITTSJÖ Regal. Dort tummeln sich neben meinen Lieblingsbüchern witzige und kuriose Gegenstände. Darunter der Gipsabdruck meiner Zähne unter einer Glasglocke, unsere Hausbar oder mein getrockneter Brautstrauß. Neben dem Horten von Skurrilitäten gilt meine Leidenschaft dem Zirkus. Schon als Kind bin ich in die Manege abgehauen und wurde immer wieder während einer Vorstellung von genervten Artisten meiner Mutter übergeben. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir eine Superkraft wünschen, mit der ich die Zeit anhalten kann – davon haben wir so wenig…


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