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Gemeinschaftliches Leben: Neue Ansätze für das Leben in der Stadt

Im Jahr 2030 wird es bereits 1,2 Milliarden mehr von uns geben. 70% von uns werden dabei in Städten leben und ein Drittel in gemeinschaftlichen Wohnprojekten.

Eine große Gruppe von Menschen unterhalten sich beim Abendessen in einer Co-Living Wohnung.
Eine große Gruppe von Menschen unterhalten sich beim Abendessen in einer Co-Living Wohnung.

Könntest du gemeinschaftlich leben?

Als wir Nest in Copenhagen, ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für Unternehmer besuchten, das 2014 ins Leben gerufen wurde, äußerten die Nester klar die Vorteile: ‚Das ist wie Familie – wir kümmern uns umeinander.’ Inzwischen betreiben das IKEA Future Living Lab SPACE10 und die Designagentur Anton & Irene das One Shared House 2030, eine Umfrage zu den Ansichten rund um gemeinschaftliches Leben. Bislang haben Menschen aus 171 Ländern daran teilgenommen.

Unser Konzept von Zuhause ändert sich – wir gehen weg von Besitz und sehen ihn eher als einen Service. Fast so, wie bei vielen digitalen Plattformen mit Musik, Medien etc.

Jamiee Williams, SPACE10 Projektleiterin für gemeinschaftliches Leben

Die Futuristin

Architektin Jamiee Williams arbeitet bei SPACE10 zum Thema gemeinschaftliches Leben. ‚Urbanisierung hat zu unerschwinglichen Unterkünften und paradoxer Weise auch zu Vereinsamung geführt.’ Die meisten Menschen, die auf die Umfrage reagierten, sahen Gemeinschaft als größten Vorteil des gemeinsamen Lebens. Für Personen über 60 stand dabei im Mittelpunkt, um Hilfe bitten zu können. ‚Gemeinschaftliches Leben ist eine Möglichkeit, in deinen eigenen Wänden zu leben und doch Teil einer „Familie” zu sein.

Bei Gemeinschaftsleben geht es heute darum, Küchen, Badezimmer und Nebenkosten zu teilen. In unserer Umfrage war jede Person bereit mindestens eine Sache zu teilen.

Irene Pereyra, Mitbegründerin von Anton & Irene

Die Designerin

Irene Pereyra, Mitgründerin von Anton & Irene, wuchs in einer Wohngemeinschaft auf. ‚Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass wir den demografischen Umfang unseres Ansatzes erweitern müssen – nicht nur im Überfluss lebende Millennials profitieren von Wohngemeinschaften, auch Menschen wie meine Mutter, die alleinerziehendes Elternteil mit wenig Einkommen war. Wohngemeinschaften geben uns die Möglichkeit, die Städte zurückzuerobern und uns darauf zu konzentrieren, was es bedeutet, zu teilen.’

Leben im Kollektiv ist die Zukunft. Wir wollen eine erwachsene Version der Property Guardianship als nachhaltige und praktische Antwort auf die Wohnkrise bieten.

Scott Franklin, Gründer von PGP

Der Sozialunternehmer

Scott Franklin ist der Gründer von Property Guardian Protection (PGP). Ziel des Unternehmens ist, leerstehende Gebäude in der Stadt zu sichern, sie zu pflegen und als temporäre Unterkünfte zu vermieten. ‚Wir schaffen so sichere, erschwingliche Unterkünfte, die die Gemeinschaft von Menschen in der Stadt fördert. Pro sechs Guardians gibt es eine Küche, pro fünf Guardians ein Badezimmer.’ Schau dich in Guardian Hannahs geteiltem Zuhause in einem ehemaligen Lagerhaus um, das von PGP betrieben wird.

Hier findest du die kompletten Ergebnisse der One Shared House 2030 Umfrage und kannst online teilnehmen.

Wir finden es klasse, wie kreativ unsere Kunden unsere Produkte einsetzen. Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt! Beachte jedoch, dass die IKEA Garantie und das Rückgaberecht für IKEA Produkte erlöschen, wenn diese so verändert wurden, dass sie nicht mehr wiederverkauft oder für ihren ursprünglichen Verwendungszweck genutzt werden können.

Von
Fotografie: Daniel Farmer, Kasper Kristoffersen, Mel Yates
PGP kannst du folgen auf Instagram @propertyguardianprotection
SPACE10 kannst du auf Instagram folgen @space10_journal
Entdecke mehr über die Welt des gemeinsamen Lebens mit Foto der Onlinezeitschrift