Skip to main content

Practical Tips Special: Interview Series with Dr. Maren Cordi

To gather more knowledge about sleep, its pitfalls and improvement techniques,
Chief of Sleep visited The Clinic for Sleep Medicine in Bad Zurzach that specializes in anything sleep-related. Sleep psychologist Dr. Maren Cordi is an in-house therapist practicing therapeutic hypnosis. She welcomed me in Bad Zurzach.

For this four-part interview series, we’ll start off with a segment on sleep therapy followed by a hypnosis and relaxation special and round it off with some hands-on advice.
In the two additional videos you will get a glimpse of the sleep lab and cockpit.

To conclude our interview series, Dr. Maren Cordi provides some practical tips.

Dr. Maren Cordi

CoS: What is the ideal lighting for the bedroom?

MC: Light is one of the most vital external timers of our sleep rhythm.
Thus, a dark bedroom is favorable. Some people get anxious in the dark and prefer to leave residual light on. Here, too, it is a question of well-being. In the end it must feel pleasant.
Letting it get darker and darker in the evening prepares the body for sleep.

Do you let your patients try out specific bedtime rituals so that they can sleep better?

We do recommend evening rituals. It helps to create a clear line between everyday life and sleep. You can't expect your body just to shutdown from 100 to 0 percent like that. It needs time to calm down. If you keep repeating this more or less similar routine, it may assist your body to adjust to bedtime. As children we are brought up this way but don't do it anymore as adults even though the body still works the same.

Is there such a thing as a healthy alarm clock?

There are alarms that light up brighter and brighter. Technically speaking, it makes sense because light is one of the most essential external factors for the circadian rhythm and you should expose yourself to light in the morning. There are also sleep cycle alarms but I’m not sure how efficiently they distinguish sleep phases. If technology works well and helps to wake you up from light sleep, then why not.

Is there a formula we can stick to when it comes to eating food and sleep?

In terms of nutrients, there is no clear understanding of how they possibly deteriorate sleep.
Most likely high fat contents have a negative effect. However, it is very uncertain from a purely scientific point of view. What can be said for sure though is that you should not eat large amounts right before going to bed as it stimulates the digestive tract and activates the body.

They say you should not eat 3 hours before sleeping…

As long as you don’t eat enough to stimulate the entire digestive tract.
The same goes for sports: don't fully activate your cardiovascular system before sleep.
This is the exact opposite of what should happen before you go to sleep.

Is it healthy to know too much about sleep?

You can get all uptight and impose such strict rules on yourself that you literally panic if you have gone to bed at 11.10 pm instead of 11.00 pm. Up to a point it makes sense to stick to certain things, but you don't have to do everything perfectly in detail. In the end, it’s very subjective and everybody has to find out what works best individually. In general, I would say that having a regular rhythm and being aware of one's relaxation ability is probably good for most people.

It's also your own responsibility to find out what suits you…

Yes, determining the origin of sleep disorders is very individual. Basically, sleep hygiene advice can be compared to dental hygiene: it’s prophylactic and certainly recommended, but it doesn’t guarantee that insomnia won’t occur. There might be an ideal behaviour that promotes sound sleep, but you don't have to be so strict about if you actually want to sleep.

How useful are fitness and sleep trackers?

They are not as accurate as say brain activity measurements, but not that far off either.
Unfortunately, patients often report weak values from their fitness watches. However, this is no reason to worry since trackers aren’t that accurate anyway. At the same time, a tracker can be a useful observation tool and perhaps place sleep on a higher priority.

Praktische Tipps Spezial: Interviewserie mit Dr. Maren Cordi

Um mehr über Schlaf, seine Tücken und mögliche Techniken ihn zu verbessern zu erfahren, hat Chief of Sleep der Klinik für Schlafmedizin in Bad Zurzach einen Besuch abgestattet. Das KSM ist eine Spezialklinik, die sich mit allem rund um den Schlaf befasst.
Eine der Therapeutinnen ist Dr. Maren Cordi. Sie ist auf Schlaf spezialisierte Psychologin. Zusätzlich arbeitet sie mit therapeutischer Hypnose. Sie hat mich in Bad Zurzach empfangen.

Für euch haben wir hier eine vierteilige Interviewserie und zwei Videos zusammengestellt. Los geht’s mit dem Beitrag zur Schlaftherapie, dann folgt ein Hypnose-Special, Entspannungs-Special und zum Schluss gibt es ein paar Praktische Tipps. In den Videos zeigen wir euch wie ein Schlaflabor und das dazugehörige Cockpit aussehen.

Zum Abschluss unserer Interviewserie gibt es von Dr. Maren Cordi noch ein paar praktische Tipps.

CoS: Welches Licht ist gut fürs Schlafzimmer?

MC: Licht ist einer der wichtigsten externen Zeitgeber für den Schlafrhythmus. Darum ist es empfehlenswert, dass es im Schlafzimmer dunkel ist. Natürlich gibt es Leute, die im Dunkeln ängstliche Tendenzen entwickeln und gerne noch etwas Restlicht haben wollen. Auch hier geht es ums Wohlbefinden, es muss angenehm sein. Grundsätzlich ist es gut, wenn man es abends dunkler und dunkler werden lässt und so den Körper darauf vorbereitet, dass der Schlaf kommt.

Gebt ihr den Leuten konkrete Bettrituale zum Ausprobieren, damit sie besser schlafen?

Ein Abendritual zu haben, empfehlen wir eigentlich schon. So kann man sich einen Puffer schaffen zwischen Alltag und Schlaf. Man kann vom Körper nicht erwarten, dass er sofort von 100 auf 0 Prozent runterfährt. Es braucht eine Entspannungsphase.
Wenn man diese Zeit für ein immer mehr oder weniger ähnliches Ritual nutzt, kann das helfen den Körper aufs Bett einzustellen. Bei Kindern macht man das eigentlich immer und als Erwachsener dann nicht mehr, obwohl der Körper ja immer noch so funktioniert.

Welcher Wecker wäre gesund?

Es gibt ja solche, die immer heller werden. Von der Logik her finde ich das sinnvoll, weil Licht, einer der wichtigsten externen Faktoren für den Schlaf-Wach-Rhythmus ist und man sich morgens Licht aussetzen soll.
Es gibt auch Zykluswecker, da bin ich mir nicht sicher, wie gut sie die Schlafphasen unterscheiden können. Wenn die Technik gut funktioniert und hilft, aus einem leichten Schlaf aufzuwachen, dann ist auch das eine sinnvolle Sache.

Essen und Schlaf ist auch ein Thema für sich... Woran kann man sich halten?

Von den Nährstoffen her, gibt es kein klares Bild, was inwiefern den Schlaf verschlechtert. Am wahrscheinlichsten ist es, dass sich der Fettgehalt des Essens negativ auf den folgenden Schlaf auswirken kann. Rein wissenschaftlich ist es jedoch sehr unklar.
Was man aber sicher sagen kann, ist, dass man nicht direkt vor dem Schlafengehen sehr viel essen sollte. Das regt den Verdauungstrakt an und aktiviert den Körper.

Man sagt ja 3 Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr essen...

Naja, oder zumindest nicht mehr so viel, dass man den gesamten Verdauungstrakt anregt. Beim Sport ist es das Gleiche: Nicht das Herz-Kreislauf-System voll aktivieren, bevor man schlafen gehen will. Das ist nämlich genau das Gegenteil von dem, was vor dem Einschlafen passieren soll.

Kann man zu viel wissen über Schlaf?

Man kann sich schon versteifen und sich selbst so strenge Regeln auferlegen, dass man regelrecht in Panik verfällt, wenn man nicht um 23 Uhr, sondern um 23 Uhr 10 ins Bett gegangen ist. Bis zu einem gewissen Punkt ist es sinnvoll, gewisse Dinge einzuhalten, aber man muss nicht alles bis ins letzte Detail perfekt umsetzen. Am Ende ist es sehr subjektiv und jeder muss selber für sich herausfinden, was persönlich hilft. Generell würde ich sagen, einen regelmässigen
Rhythmus zu haben und seine Entspannungsfähigkeit bewusst wahrzunehmen, tut wohl den meisten gut.

Man ist auch für sich selber verantwortlich, herauszufinden, was einem passt...

Ja, den Ursprung von Schlafproblemen herauszufinden, ist sehr individuell. Grundsätzlich kann man schlafhygienische Tipps ähnlich betrachten wie Zahnhygiene: Es kann vorbeugen und ist sicher empfehlenswert, aber es garantiert nicht, dass keine Schlafstörungen aufkommen. Es gibt vielleicht ein ideales Verhalten für den guten Schlaf, daran muss man sich aber nicht so strikt halten, damit Schlaf überhaupt möglich ist.

Was bringen Fitness-, Schlaftracker?

Sie sind nicht so genau, wie wenn man die Hirnaktivität direkt misst, aber sie sind von der Annäherung her gar nicht so schlecht. Was ich ein bisschen kritisch sehe, ist, dass oftmals Patienten über die schlechten Messwerte ihrer Fitnessuhr berichten. Man soll sich davon nicht verrückt machen lassen, denn so akkurat sind die Tracker schon nicht. Gleichzeitig kann ein Tracker auch sinnvoll sein, um sich zu beobachten und so dem Schlaf vielleicht mal eine höhere Priorität einzuräumen.