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Wohnen auf kleinem Raum im Schiffscontainer

In der ganzen Welt ziehen die Menschen in recycelte Transportcontainer, um näher zum Stadtzentrum wohnen zu können. Ein Inneneinrichterteam bekam die Aufgabe gestellt, zwei identische 11 cm² große Boxen in praktische, persönlich gestaltete Wohnungen zu verwandeln.

Menschen sitzen auf Sofas und Bodenkissen in einem Außenbereich zwischen Schiffscontainern. Auch ein Sonnenschirm und Beistelltische sind zu sehen.
Menschen sitzen auf Sofas und Bodenkissen in einem Außenbereich zwischen Schiffscontainern. Auch ein Sonnenschirm und Beistelltische sind zu sehen.

Flexibles Wohnen

„Wenn ein einziger Raum für alles genutzt wird, muss die Einrichtung flexibel sein“, erklärt Anna. Ein Tagesbett verwandelt sich leicht in ein Doppelbett, wenn ein Freund über Nacht bleibt. Außerdem hat es integrierte Schubladen. „Wir wählten Möbel auf Rollen, die sich leicht versetzen lassen, um die Einrichtung gesellig zu gestalten. So wird aus dem Nachttisch schnell ein Couchtisch.“ Stapelbare Hocker brauchen nicht viel Platz und machen sich gut als Sitzplatz für zusätzliche Gäste.

Einfallsreiche Einrichtung

Mit multifunktionellen Möbeln lassen sich viele unterschiedliche Funktionen auf wenig Fläche unterbringen. „In einem Studio muss man einfallsreich sein und Dinge auf neue Weise nutzen“, sagt Anna. „Wie z. B. diesen Servierwagen hier – oben ist es ein DJ-Turntable und darunter bewahrt man das Geschirr auf. Der Wagen lässt sich leicht versetzen, je nachdem, wie du ihn nutzt, und er passt zur Einrichtung im Industriestil.“

Ein entspannender Rückzugsort

Der zweite Raum wurde für Liv geschaffen, eine 31-Jährige, die sich gerne außerhalb ihres Zuhauses aufhält. Deshalb sieht sie ihren Raum als einen Rückzugsort. „Wir nahmen geschlossene Aufbewahrung und viele weiche Textilien und Naturmaterialien, um einen entspannenden, erholsamen Raum zu schaffen“, erklärt Anna. Mehrere Lagen mit dünnen Gardinen und Pflanzen sorgen dafür, dass sich Privatsphäre und Lichtverhältnisse gut steuern lassen und die Metallwände angenehmer wirken.

Im Schlaf- & Wohnbereich „In diesem Raum passiert alles rund um das Bett. Daher haben wir uns für ein modulares Bettsofa entschieden. Die Füllung besitzt Matratzenqualität, sodass man jede Nacht darauf schlafen kann. Außerdem gibt es versteckte Aufbewahrung für das Bettzeug.

Bestens genutzt

In einem gemeinsamen Flur bietet ein hohes Regal wichtige Aufbewahrungsfläche. „Nicht nur für die typischen Sachen im Flur, sondern auch für andere Haushaltsgegenstände, damit sie keinen kostbaren Platz im Schlafzimmer in Anspruch nehmen“, sagt Anna. „Außerdem kannst du deine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen und zeigen, wer hier lebt.“ Darüber hinaus gibt es zusätzliche Aufbewahrungsmöglichkeiten auf Schränken, hinter Türen oder unter Regalen.

Ein Badezimmer für zwei

Beim geteilten Badezimmer achtete das Team darauf, es einfach und praktisch zu gestalten. „Wir entschieden uns für offene Aufbewahrung, um den Platz unter dem Waschbecken zu nutzen. Hier hat jeder sein eigenes Waschbecken-/Eckregal, das er oder sie so gestalten kann, wie es am besten passt“, erklärt Anna. Um keine Löcher bohren zu müssen, verwendete das Team rund um den Spiegel TISKEN Haken und Zahnbürstenhalter mit Saugnapf, damit sich wichtige Dinge schnell greifen lassen.

Eine Einrichtung zum geselligen Beisammensein

Der erste Raum wurde für Nike gestaltet, einer 22-jährigen Studentin, die Teilzeit arbeitet. „Sie ist sehr kontaktfreudig. Ihre Tür steht immer offen, auch wenn es drinnen nur wenig Platz gibt“, erklärt Anna. „Alles sollte sofort sichtbar und leicht greifbar sein. Deshalb packten wir jede Menge offene Aufbewahrung in den Raum und hängten klappbare Möbel an die Wand. Der Schreibtisch kann herumgedreht und als Esstisch genutzt werden, wenn Freunde vorbeischauen.“

Wir finden es klasse, wie kreativ unsere Kunden unsere Produkte einsetzen. Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt! Beachte jedoch, dass die IKEA Garantie und das Rückgaberecht für IKEA Produkte erlöschen, wenn diese so verändert wurden, dass sie nicht mehr wiederverkauft oder für ihren ursprünglichen Verwendungszweck genutzt werden können.

Inneneinrichtung: Anna Cardell, Anna Hallberg
Fotografie: Johan Månsson, Henrik Petersson