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Besuch daheim: Minimalistische Schlichtheit

Im dritten Stock eines alten Bahnhofsgebäudes, das früher das Ende der Zugverbindung zwischen Ost- und Westdeutschland darstellte, hat sich ein junges Paar ein schlichtes Zuhause geschaffen, in dem weniger ganz einfach mehr ist. Hereinspaziert …

Wohnzimmer mit einem Sofa in Beige und grünen Kissen vor einer Wand, die mit Bildern dekoriert ist.
Wohnzimmer mit einem Sofa in Beige und grünen Kissen vor einer Wand, die mit Bildern dekoriert ist.

Ungeschliffener Diamant

„Auf dem gesamten Fußboden war Teppich verlegt und an der Wand Glanztapete, die 40 Jahre niemand angefasst hatte”, erinnert sich Cosima an die Ausgangssituation ihrer Wohnung, die sie sich mit Ehemann Mel und der Hündin Appa teilt. „Wir wussten, dass sich in solchen Räumen manchmal echte Juwelen verbergen. Für ein größeres Wohnzimmer entfernten wir damals eine Wand und stießen auf alte Holzpfosten im Fachwerkstil. Ich liebe sie! Sie sind sanfte Raumteiler, durch die wir nebeneinander arbeiten und zugleich fernsehen können, wenn wir wollen.”

Kuschelige Ecke

Cosima arbeitet zu Hause, daher ist es sehr wichtig, dass es Raum zum Abschalten gibt. „Uns war wichtig, dass dieser Bereich des Wohnzimmers ein separater Bereich ist. Sobald du hier reinkommst, sagt dein Kopf: ‚OK, Schluss mit der Arbeit, jetzt ist Entspannung angesagt’.” Das Kernstück dieses Entspannungsbereichs ist für das Paar ein SÖDERHAMN Sofa. „Ich habe drei Bezüge dafür”, erzählt Cosima. „Textilien geben dir die Möglichkeit, mit Farben zu experimentieren und einem alten Sofa wieder frisches Flair zu verleihen.”

Natürlicher Stil

Welchen Unterschied ein Gefühl in Sachen Stil macht? Für Cosima ist dieser Unterschied etwas, was ihr hilft, das Zuhause aufgeräumt zu halten. „Wir lieben es, Naturfarben und -materialien mit Flohmarktfunden und modernen skandinavischen Möbeln zu kombinieren. Das Ergebnis ist minimalistisch, organisiert und einfach und ich bin froh, dass wir uns auf diese Kombination einigen konnten. Sie passt momentan einfach perfekt zu uns. Sie einzuhalten hilft uns, den Raum so ruhig wie möglich zu gestalten. Alles, was wir anschaffen, passt zum Rest der Einrichtung.”

Die limitierte Edition ihres SÖDERHAMN Sofas mit hoher Rückenlehne hatte Cosima ursprünglich für ihre alte Wohnung gekauft. „Dafür habe ich drei Bezüge!” Die Bezüge auszutauschen hat sich als günstiger und nachhaltiger erwiesen, als das gesamte Sofa zu ersetzen. 

Die neue Version unserer alten Küche

In Sachen Raumplanung hat Cosima als Expertin einen echten Vorsprung. „Ich habe früher bei IKEA gearbeitet und Teil meiner Arbeit war, Lösungen für die Bedürfnisse meiner Kunden zu finden. Nur dieses Mal ging es um meine ganz eigenen Bedürfnisse, die ich mit einem Online-Tool in die Realität umsetzte! Mit dem Tool konnte ich den gesamten Raum planen und die Anordnung immer wieder überprüfen. Diese Schränke hier haben wir aus unserem alten Zuhause mitgebracht. Wir brauchten lediglich zwei weitere, damit sie perfekt zu den Räumlichkeiten im neuen Zuhause passten.”

„Die Sessel sind unsere Schmuckstücke. Sie gehörten früher Mels Oma. Er fand sie irgendwo hier im Haus wieder und wir haben während unserer Hochzeit in ihnen gesessen. Inzwischen frühstücken wir supergern in ihnen.”

Cosima

Einheitliche Aufbewahrung

„Hier stand zunächst ein alter Schrank in Weiß vor einer weißen Wand! Er war auf alle Fälle robust, aber dann doch nicht geeignet, schwere Körbe zu tragen und täglich mehrfach geöffnet zu werden, um das Abendessen zu kochen. Dieses offene IVAR Regal erfüllt diese Aufgabe hingegen perfekt. Wenn man reinkommt, hat man alles auf einen Blick. Und dennoch wirkt das Regal nicht vollgestopft. Und in den Schränken darunter findet alles Platz, was eben nicht auf den ersten Blick sichtbar sein muss.”

Raum schaffen

Für Cosima und Mel bedeutet neuer und größer nicht automatisch besser. „Unseren Tisch haben wir vor fünf Jahren gebaut. In unserer alten Wohnung nutzten wir ihn zunächst als Schreibtisch. Als wir hierher zogen, überlegten wir, ihn durch einen großen Tisch zu ersetzen, damit wir zu Weihnachten die ganze Familie an eine Tafel setzen können. Aber Weihnachten ist nur einmal im Jahr und den Rest der Zeit hätten wir einen großen Tisch gehabt, den wir auch hätten putzen müssen. Und jetzt mal ehrlich, vermutlich hätten wir ihn auch zugemüllt. Also blieben wir bei dem, was wir hatten.”

„Gute Organisation lässt uns mehr Platz für Kreativität. Ich lese immer wieder, dass Menschen ihrer Entscheidungen müde werden, und versuche, diese Ermüdung aus meinem Tag zu streichen. Mein Morgen hat einen festen Ablauf – bis zum Frühstück ist er immer gleich, sodass ich überhaupt nicht nachdenken muss. Erst nach dem Frühstück fange ich zu denken an.”

Cosima

Ruhiger Rückzugsraum

Das Schlafzimmer war lange Zeit alles andere als ein Ruhepol. „In der Renovierungsphase wohnten wir hier. Es herrschte immer Unordnung, die Gardinen hatten nicht die richtige Länge und alles war einfach weiß.” Um einen Raum zu schaffen, in dem sie gerne ihren Tag beschließen wollten, kamen Pflanzen und Textilien zum Einsatz. „Zusätzlich hängten wir zwei Wandregale auf, auf denen wir Dinge platzierten, die uns ausmachen, uns beim Einschlafen aber nicht zu sehr ablenken.”

Anziehecke

Bei Aufbewahrung sollte man den gesamten verfügbaren Platz nutzen, also auch die Raumhöhe. „Die IVAR Regale sind eine flexible Lösung, die sich ganz nach unserem Bedarf gestalten und verändern lässt. Wir haben nicht viel Kleidung, wollen aber trotzdem immer sehen können, was wir haben. Das bedeutet Platz zum Aufhängen der Kleidung. Wir wissen außerdem immer, was sich in unseren Schubladen befindet. Und der Platz über der Kombination eignet sich perfekt für saisonale Kleidung.”

„Ich bin einrichtungstechnisch nicht die Mutigste. Ich verzichte auf verrückte Wandfarben. Für mich sind es Kleinigkeiten, die eine Einrichtung individuell machen. Hierzu eignen sich Bilder und Fotos perfekt, aber auch Pflanzen und Textilien. Du möchtest etwas Rotes? Kauf dir ein Kissen. Das lässt sich schnell wieder ändern, wenn du die Farbe satt hast.”

Cosima

Recyceln, anders nutzen und genießen!

Als das Paar nach erschwinglichen Badezimmerideen suchte, ließ sich Cosima von einem Post auf Pinterest inspirieren. „Danach besorgte ich mir einen gebrauchten Waschbeckenschrank für 20 Euro, schliff ihn ab und setzte oben das Aufsatzwaschbecken von IKEA auf. Das war supereinfach und die Kombination macht unser Bad zu einem echt coolen Ort. Bevor du etwas Neues kaufst, lohnt es sich immer, etwas Altes auf andere Weise zu nutzen und etwas echt Cooles daraus zu machen”, sagt Cosima.

Ein junges Paar steht neben einem alten Holzbalken. An der Wand hinter ihnen sind verschiedene Illustrationen zu sehen.

    Dürfen wir vorstellen: Cosima und Mel

    „Bei der Einrichtung unseres Heimes wollten wir so bewusst wie möglich vorgehen. Ein Großteil unserer Möbel kam mit uns aus der kleinen Wohnung, die wir in Magdeburg bewohnten. Es dauerte acht Monate, bis diese Wohnung hier sich nach Zuhause anfühlte”, erinnert sich Cosima. „Das Zuhause meiner Eltern ist ziemlich voll. Überall gibt es unglaublich viel zu sehen. Mel und ich wollten das Gegenteil, denn wir lieben es minimalistisch. So fühlt sich unser Wohnraum jetzt sehr viel mehr nach Zen als nach wilder Mischung an.”

    „Für uns ist zu Hause kein Ort, sondern ein Gefühl. Allein dieser Punkt macht es möglich, mit weniger Dingen glücklich zu sein. Wenn wir morgen umziehen und all diese Dinge zurücklassen müssten, wäre das OK für uns.”

    Cosima

    Wir finden es klasse, wie kreativ unsere Kunden unsere Produkte einsetzen. Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt! Beachte jedoch, dass die IKEA Garantie und das Rückgaberecht für IKEA Produkte erlöschen, wenn diese so verändert wurden, dass sie nicht mehr wiederverkauft oder für ihren ursprünglichen Verwendungszweck genutzt werden können.

    Von
    Inneneinrichtung: Ashlyn Gibson
    Fotografie: Benjamin Edwards
    Art Director: Jules Rogers
    Text: Helen Bazuaye
    Illustration: Meerkat illustration, Dieter Braun, brauntown.com
    Folge Cosima @ricemilkmaid