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 Mit 1 Euro viel bewegen! UNICEF-Bildungsprojekte 2007
Projektübersicht
Schulbüchereien in Albanien
Schule trotz Krieg in Sierra Leone
Eine Lernchance für Mädchen in Vietnam
Aufklärung über Gesundheitsgefahren in Vietnam

Weltweit wurden 4.037.405 Stofftiere zugunsten von Bildungsprojekten für Kinder verkauft, davon alleine in Deutschland 504.804. Ein herzliches Dankeschön an alle, die so kräftig mitgeholfen haben, um Kindern weltweit zu helfen!
Schulbüchereien in Albanien
In Albanien haben begrenzte öffentliche Ressourcen und knappe Familienbudgets dazu geführt, dass eine ganze Generation albanischer Kinder ohne Bücher und die Ermunterung zum Lesen aufgewachsen ist. 850 Schulen erhalten Unterstützung beim Aufbau von Schulbüchereien, wovon 220.000 Grundschulkinder profitieren werden.

Begrenzte öffentliche Ressourcen und knappe Familienbudgets bedeuten, dass eine ganze Generation albanischer Kinder ohne Bücher und die Ermunterung zum Lesen aufwächst. So ist es keine Überraschung, dass eine aktuelle UNESCO-Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der 15-jährigen Schüler in Albanien nur auf sehr niedrigem Niveau lessen können.

Indem öffentlichen Schulen Bücher zur Verfügung gestellt und Lehrer in Lesestrategien geschult werden, hofft UNICEF das Lesen und Schreiben von 220.000 Grundschulkindern zu verbessern und ein Modell zu schaffen, das im gesamten Land eingesetzt werden kann.

Das ursprüngliche Projekt umfasste das Verschicken von 150 Buchpaketen, Regalen und einem Handbuch zur Bibliotheksverwaltung an 850 Schulen, um so einen Ausgangspunkt für Schulbüchereien zu schaffen.

Leseecken werden eingerichtet, um Kinder zum Lesen zu ermuntern. Eine Zeitschrift mit nationalen und internationalen Geschichten und Geschichten, die von albanischen Kindern geschrieben werden, wird erstellt und in die ärmsten Regionen des Landes verschickt.

Eltern und das soziale Umfeld sollen ebenfalls in den Prozess mit einbezogen werden und zwar durch Kampagnen, die das Bewusstsein über die Vorteile des Lesens erhöhen sollen.
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Schule trotz Krieg in Sierra Leone
Im Norden von Sierra Leone wird die Ausbildung von 3.000 Lehrern gefördert. Baufällige Klassenräume werden renoviert und mit Tischen und Stühlen ausgestattet. Einer viertel Million Schüler wird in diesem vom Krieg zerissenen Land so die Chance gegeben, ihr Leben selbst zu gestalten.

Mehr als 70 Schüler in baufälligen Räumen, oft ohne Stühle und angemessene sanitäre Anlagen, unqualifizierte Lehrer, die mit begrenzten Ressourcen versuchen, zurande zu kommen ... Das ist Schulalltag in den meisten Teilen des vom Krieg zerrissenen Landes Sierra Leone.

Ein UNICEF-Projekt wird sich auf 150 Schulen im Norden des Landes konzentrieren, um für eine Viertelmillion Schüler dramatische Verbesserungen ihres Schulalltags zu schaffen.

Die Schulen erhalten eine Grundausstattung mit Möbeln und grundlegende Bildungsressourcen für Schüler und Lehrer. Ca. 3.000 Lehrer werden in Grundlagen der Pädagogik sowie in Unterrichtstechniken geschult, die speziell auf Kinder ausgerichtet sind.

Um die Lehrer – die meist selbst wenig Ausbildung erhalten haben – noch weiter zu unterstützen, werden 24 Cluster Resource Centres eingerichtet. Zusätzlich erhalten die Bildungsbeamten des Kreises die Fähigkeiten, den Unterricht effektiv zu überwachen und den Lehrern bei der Verbesserung ihrer Leistung zu helfen.

Das soziale Umfeld wird ebenfalls durch Aufklärungsprogramme mit einbezogen. Ihr Ziel ist es, dass die Familien ihre Kinder besser auf die Schule vorbereiten können. Zusätzlich werden Reparaturen und Ausbesserungsarbeiten an den Gebäuden durchgeführt, um die Unterrichtsumgebung sicher und einladender zu gestalten.

Es wird angenommen, dass die Schüler durch diese Initivativen eine bessere Bildung erhalten werden und ihr Umfeld sich über die Wichtigkeit des Lernens bewusster wird. So sollen mindestens 80 % der Kinder in der Schule gehalten werden.
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Eine Lernchance für Mädchen in Vietnam
In Vietnam haben insbesondere Mädchen aus ethnischen Minderheiten keinen Zugang zu Schulbildung. In einem Projekt für kinderfreundliche Grundschulbildung werden 50 Schulen komplett mit Schulräumen, sanitären Anlagen und Lehrmaterial aufgebaut. Weiterhin werden 300 Lehrer ausgebildet und Eltern über die Notwendigkeit von Schulbildung für ihre Töchter aufgeklärt.

Während Qualität und Zugang zu Bildung sich in Vietnam stetig verbessern, bleibt sie vielen Mädchen, besonders wenn sie ethnischen Minderheiten angehören, immer noch verschlossen.

Eine Studie von UNICEF, UNESCO und der vietnamesischen Regierung zeigt, dass die Qualität des Lernens, die Schulumgebung und das Bewusstsein des Umfeldes angegangen werden müssen, wenn die Situation sich verbessern soll.

UNICEF arbeitet mit Schulen und Gemeinden zusammen, um die notwendigen Veränderungen einzuleiten. Das Projekt „Kinderfreundliche Grundschulbildung für Mädchen aus ethnischen Minderheiten“ beinhaltet die Schaffung einer grundlegenden Infrastruktur wie sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen, Klassenzimmer und Spielplätze für 50 Grundschulen und die Bereitstellung von Ressourcen wie Bibliotheksbücher und Lernhilfen.

Außerdem werden 300 Lehrer weitergebildet. Dabei wird besonders darauf geachtet, wie Gruppen unterrichtet werden können, in denen sich Kinder in verschiedenen Leistungsstufen befinden, auf das Unterrichten von Kindern mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen, auf heikle geschlechtsspezifische Ansätze sowie Unterricht zum Thema Gesundheit und Hygiene.

Außerhalb des Klassenzimmers arbeitet das Projekt mit Eltern und dem sozialen Umfeld zusammen, um die Wichtigkeit von Bildung für Mädchen hervorzuheben.
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Aufklärung über Gesundheitsgefahren in Vietnam
Die rasante wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Vietnam setzt mehr und mehr Menschen, besonders junge Mädchen, Gefahren wie ungewollte Schwangerschaften, Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten oder HIV/AIDS aus. UNICEF arbeitet mit 142 weiterführenden Schulen und 70 lokalen Gesundheitsberatungen zusammen, um 45.000 junge Menschen in lebenspraktischen Fähigkeiten zu unterrichten. Mädchen stehen besonders im Blickpunkt, weil sie derzeit nur einen eingeschränkten Zugang zu Bildung haben.

Drogenmissbrauch, HIV/AIDS und sexuelle Aufklärung gehören zu den dringensten Problemen, der sich Gesellschaften weltweit stellen müssen. In Vietnam konnte die Bildung nicht mit der rasanten wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Schritt halten. Diese setzt mehr und mehr Menschen, besonders junge Mädchen, Gefahren wie ungewollte Schwangerschaften, Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten oder HIV/AIDS aus.

UNICEF arbeitet mit 142 weiterführenden Schulen und 70 lokalen Gesundheitsberatungen zusammen, um 45.000 jungen Menschen zwischen 10 und 19 Jahren in lebenspraktischen Fähigkeiten zu unterrichten. Unabhängig davon, ob sie zur Schule gehen oder nicht.

Das beinhaltet die Ausbildung von 350 Lehrern und Freiwilligen. Sie sollen Initiativen für die Entwicklung und Beteiligung von jungen Heranwachsenden entwickeln. Aktivitäten und Diskussionsgruppen sollen den Teenagern die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und sich mit den Dingen auseinanderzusetzen, die sie betreffen.

Teil des Programms ist es auch, die Aufmerksamkeit auf das Rollenverhältnis und die Ausbildungsmöglichkeiten von Frauen zu lenken. Das Verhältnis der Geschlechter untereinader soll so auch in den Schulalltag einfließen.

Zwar wendet sich das Programm an alle jungen Menschen, aber Mädchen stehen besonders im Blickpunkt, weil sie derzeit nur einen eingeschränkten Zugang zu Bildung haben. Eine landesweite Untersuchung zeigte, dass Mädchen aus ethnischen Minderheiten keinen Zugang zu lebensnotwendigem Wissen haben. Gerade sie leben jedoch in ungesunden Verhältnissen und sind schlecht ausgebildet.
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