Mit 1 Euro Kindern helfen

Die Erlöse der Kampagne „Mit 1 € Kindern helfen“ werden für die Ausbildung von Kindern verwendet

 
Die IKEA Sozialinitiative spendet für jedes Stofftier, das im November und Dezember bei IKEA verkauft wird, 1 Euro. Mit den Erlösen dieser jährlichen Kampagne werden verschiedene Projekte von UNICEF und Save the Children unterstützt.
 
Schwerpunkt der Projekte ist es, Kindern eine bessere Bildung zu ermöglichen – und zusammen mit unseren Kunden können wir bei IKEA etwas bewegen. Ein Euro reicht beispielsweise schon aus, um fünf Kindern die Schulbücher für ein ganzes Jahr zu kaufen.
 
Seit 2003 hat die IKEA Sozialinitiative 16,7 Millionen Euro an UNICEF und Save the Children gespendet und damit die Bildung von Millionen Kindern in 30 Ländern in Asien, Afrika sowie Mittel- und Osteuropa verbessert. Allein die durch diese Kampagne geförderten Projekte von UNICEF haben es 7,6 Millionen Kindern ermöglicht, eine bessere Bildung zu erhalten. Viele weitere werden über Projekte von Save the Children gefördert.
 
Dieses Jahr hilft die Kampagne UNICEF und Save the Children beim Aufbau und der Erweiterung von Projekten in neun Ländern sowie bei der Finanzierung bereits laufender Projekte.
 
Hier findest du ein paar Beispiele von Projekten, die über die IKEA Sozialinitiative unterstützt werden:

Schulbesuch möglich machen


Ziel der von UNICEF und Save the Children geleiteten Projekte ist die Verbesserung der Ausbildung von Kindern weltweit. Beide Organisationen wollen Kindern auf der ganzen Welt den Schulbesuch ermöglichen, und zwar in Gebäuden, in denen sie sicher und geschützt sind.

Bücher für „Albanien liest“

 
Die Bildungsqualität hat sich in Albanien seit dem Übergang zur Marktwirtschaft deutlich verschlechtert. Aufgrund begrenzter öffentlicher Mittel und knapper Familienkassen wächst eine ganze Generation von Kindern ohne Bücher auf, und ohne zum Lesen ermutigt zu werden. Daher überrascht das Ergebnis einer UNESCO-Studie nicht, dass mehr als die Hälfte aller 15-jährigen Schüler nicht einmal einfachste Leseübungen bewältigen konnten.
 
„Albanien liest“ ist eine Initiative der albanischen Regierung, Kinder und Jugendliche zum Lesen zu ermuntern. Die Initiative wurde 2006 ins Leben gerufen. UNICEF unterstützt das Projekt über die Einnahmen aus der IKEA Kampagne „Mit 1 € Kindern helfen".
 
Insgesamt erhalten 850 Schulen Bausteine für eine Bücherei, 150 Bücher, Regale und ein Handbuch über Büchereiverwaltung; bereits 190 Schulen haben eigene Büchereien gegründet. Leseecken werden eingerichtet, um Kinder zum Lesen zu ermuntern. Eltern und das soziale Umfeld sollen ebenfalls in den Prozess mit einbezogen werden und zwar durch Kampagnen, die das Bewusstsein über die Vorteile des Lesens erhöhen sollen.
 
„Erst lernst du lesen, dann liest du, um zu lernen", sagt Carrie Auer, UNICEF-Vertreterin in Albanien. Das sind die wirklich wichtigen Schritte, um sicherzustellen, dass eine Lernkultur unter Kindern und in der Gesellschaft ensteht.

Pakistan: Schutz von Kindern vor Ausbeutung und Misshandlung

 
Zubair Hussain, 12, ist ein Schüler des Bildungs- und Beratungszentrums Nr. 7 in Shadara in der Region um Lahore in Pakistan. Er ist eines von vielen Kindern, die aufgrund der Armut der Eltern dazu gezwungen sind, zu betteln, stehlen oder sich zu prostitutieren. „Mein Vater ist ein Bettler. Er nahm mich immer mit auf die Straße zum Betteln. Ich musste den ganzen Tag in abgetragenen Lumpen und barfuß herumlaufen, damit die Menschen Mitleid hatten und uns etwas Geld gaben. Seit ich ins Zentrum gehe, trage ich eine Schuluniform und eine Krawatte. Wenn ich bettelnde Kinder auf den Straßen sehe, tun sie mir leid – aber gleichzeitg bin ich froh, dass es mir nicht mehr so geht. In die Schule zu gehen ist besser als seine Zeit auf der Straße zu vergeuden", sagt Zubair.
 
Fast 4.000 Kinder sind bei 13 Bildungs- und Beratungszentren in Lahore registriert. Dank der Unterstützung durch die IKEA Sozialinitiative ist UNICEF in der Lage, diesen Zentren Lehrmittel, Schuluniformen, Bücher, Möbel, Gehälter von Lehrern und technische Unterstützung zur Verfügung zu stellen.
 
Das Bildungs- und Beratungszentrum Nr. 7 umfasst mehrere Stufen, von Spielgruppen bis hin zur 8. Klasse, dennoch gibt es keine Altersbeschränkung. Teenager, die weder lesen noch schreiben können, beginnen mit den Grundlagen. Junge Frauen erhalten Unterricht im Sticken, Schneiden und Stopfen.
 
Vite-n-Hope, eine Nichtregierungsorganisation, leitete dieses Projekt in Lahore in den vergangenen vier Jahren. Die Zentren kümmern sich speziell um Kinder, die von einer kommerziellen Ausbeutung wie sexuelle Handlungen betroffen oder bedroht sind. Kinder werden nicht aufgrund ihres familiären Hintergrunds oder ihrer Vergangenheit beurteilt.
 
„Dank IKEA und Vite-n-Hope haben tausende von Kindern wie Zubiar, die Opfer von Ausbeutung und Misshandlung waren, nun Schutz in einem Bildungs- und Beratungszentrum gefunden“, so Shamshad Qureshi, Spezialist für Kinderschutz bei UNICEF.

Save the Children verbessert das Leben von Kindern mit Behinderungen in Russland

 
In Vyborg, Russland, dürfen Kinder mit Behinderungen nicht zur Schule gehen. Da sie spezielle Hilfe und Versorgung benötigen, die Lehrer aufgrund von mangelnder Kenntnis nicht leisten können, werden sie extrem benachteiligt. Die IKEA Sozialinitiative unterstützt ein Projekt von Save the Children, das sich für das Recht auf qualitfizierte Schulbildung von Kindern mit Behinderung einsetzt.
 
Als Teil dieses Projektes werden den Lehrkräften beim Unterricht persönliche Assistenten zur Seite gestellt. Lehrer und sonstiges Schulpersonal werden geschult, auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung einzugehen, um sie fördern und unterrichten zu können.
 
Das Projekt soll in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Kinder mit Behinderung und deren Situation schaffen und sie so in ihr Umfeld integrieren. Damit kann Diskriminierung reduziert werden.

Sichere, funktionale Schulen in der vom Krieg zerrütteten Elfenbeinküste

 
Dank der Erlöse aus der IKEA Kampagne „Mit 1 € Kindern helfen“ erhalten 250.000 Kinder in der vom Krieg zerrütteten Elfenbeinküste qualitative Grundbildung in einer sicheren Umgebung.
 
Hier sorgt Save the Children für den Aufbau von Schulen, die Verteilunng von Schulpaketen, die Durchführung von Schulungen für Lehrer und Kinder zum Thema Kinderrechte sowie die Einrichtung von Schulvereinen für Kinder. Mit einer guten Schulbildung sind Kinder der Elfenbeinküste besser auf die Zukunft vorbereitet und können so ihre Gesellschaft aktiv umgestalten.
 
Inès lebt in Abeongourou im östlichen Teil der Elfenbeinküste. Sie freut sich über die Bauarbeiten in ihrer Schule: Bisher wurden alle Schulgebäude wieder aufgebaut, das Dach ist gerichtet und die Klassenräume haben neue Möbel.
 
„Dieses Jahr haben wir neue Toiletten bekommen. Bis zur Ankunft von Save the Children war die Schule nicht wirklich schön – jetzt aber schon", sagt Inès.
 
Worüber Inès auch froh ist, dass die Lehrer die Schüler nicht mehr schlagen. Letztes Jahr erwischte ein Lehrer einen Jungen dabei, wie er Inès Notizbuch und Mittagessensgeld stahl, daraufhin schlug er den Jungen. Als Inès das sah, fühlte sie sich schlecht, obwohl der Junge ihr Buch gestohlen hatte. Jetzt ist alles anders. Save the Children arbeitet mit Lehrern zusammen, um Alternativen zur körperlichen und erniedrigenden Bestrafung zu finden.
 
„Wenn Schüler sich im Unterricht schlecht benehmen oder sich unterhalten, fordern die Lehrer sie auf, damit aufzuhören. Sie schlagen uns nicht“, sagt Inès.
 
Als Teil der Initiative arbeitet Save the Children mit Eltern zusammen, um anderen Eltern die Wichtigkeit von Bildung zu erklären, und welche Rolle sie in der Erziehung ihrer Kinder spielen können. Auf diese Weise lernen Eltern, aktiver ihre Kinder zum Lernen und zu schulischen Erfolgen zu ermutigen.

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