Bauern verbreiten bessere Anbaumethoden selbst


Sundar Borude aus dem zentralindischen Bundesstaat Maharashtra wurde zu einem Botschafter des gemeinsamen Projekts von IKEA und dem WWF und zu einem Vorbild für seine Nachbarn. Wie viele lokale Bauern musste er bisher hart darum kämpfen, um von seiner Plantage leben zu können. Die Veränderung kam vor drei Jahren, als er sich an ein lokales landwirtschaftliches Ressourcenzentrum wandte.
 
„Ich wollte Tipps, wie ich meinen Gewinn verbessern konnte – die Umwelt war dabei nicht unbedingt mein Hauptanliegen. Aber dann lernte ich viel über nachhaltige Landwirtschaft und als das Programm begann, wurde ich gefragt, ob ich ein Lehrtrainer werden möchte, um die guten Praktiken an die anderen Bauern in meinem Dorf weiterzugeben.“
 
Er ging als gutes Vorbild voran, indem er sein Wissen auf seiner eigenen Plantage umsetzte: „Ich habe weder den Einsatz von chemischen Düngern und Pestiziden noch den Wasserverbrauch gesteigert, obwohl die Zahl der Pflanzen pro Morgen erhöht wurde. Jetzt wollen meine Nachbarn auch wissen, wie das geht.“
 
Die gesteigerten Gewinne haben es Sundar außerdem ermöglicht, in eine Tropfbewässerungsanlage zu investieren: „Tropfbewässerung ist viel wirkungsvoller als die bisherige Methode, bei der das gesamte Feld überflutet wurde. Das meiste Wasser geht als Oberflächenabfluss verloren und schwemmt Nährstoffe aus. Jetzt bekommen die Pflanzen Wasser, wenn und wo sie es brauchen. Nichts wird verschwendet.“
 
Die Ergebnisse und die praktischen Tipps von Sundar Borude überzeugen auch skeptische Nachbarn, dass es möglich ist, bessere Ernten und mehr Gewinn zu erzielen und weniger Wasser und Chemie einzusetzen.

Feldversuche werden mit theoretischen Schulungen ergänzt, damit lernfreudige Bauern ihr Wissen an andere Bauern in ihren Dörfern weitergeben können.

Das Spritzen mit Chemikalien ist teuer und gefährlich, aber Bauern sprühen, weil Schädlingsbefall die Arbeit eines ganzen Jahres vernichten kann. Sundar Borude zeigt ihnen, wie sie frühzeitig nützliche und schädliche Insekten erkennen und stattdessen mit sicheren pflanzlichen Mitteln spritzen können.

Pheromonfallen helfen Bauern, die Art und Anzahl von Insekten auf ihren Feldern im Auge zu behalten, um unnötigen Einsatz von Pestiziden zu vermeiden.

Das alte Wissen über Kompost und Mist wird wiederentdeckt, der Bedarf für teure Kunstdünger sinkt dadurch. Der Zusatz von organischen Stoffen zur Erde sorgt auch für einen reduzierten Wasserbedarf.

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