schwarzer Stuhl im Wald

Geschäfte auf die bessere Art


Auch wenn wir erschwingliche und funktionale Produkte für Millionen Menschen herstellen, wollen wir sicherstellen, dass wir Rohstoffe, Wasser und Energie sorgsam einsetzen und Abfall minimieren. Wir bemühen uns, Produkte auf verantwortungsvolle Weise zu beziehen und in erneuerbare Energien und energieeffiziente Technik zu investieren, um den Klimawandel zu bekämpfen und unseren Einfluss zu verringern. Dafür entwickeln wir unsere Arbeitsweisen im Sinne einer besseren Gesellschaft und Umwelt ständig weiter.

HOLZ

„Ich freue mich sehr, dass sich immer mehr Menschen um unsere Wälder kümmern.“

ein schwedischer Fichtenwald

Wir lieben Holz


Es ist hart, dennoch weich. Es ist von Natur aus langlebig. Ein lebendiges Material, das Wärme ausstrahlt und schön altert – und es ist sowohl erneuerbar als auch recycelbar. Kein Wunder, dass wir von Bäumen und den Wäldern, aus denen sie kommen, so begeistert sind!

Tai Wen, Forstwirtschaftsspezialistin bei IKEA lehnt an einem Baum

Holz ist ein erschwingliches, qualitativ hochwertiges Material, das perfekt für unsere flachen Pakete ist. Und da wir es hassen, Dinge zu verschwenden, lieben wir die Tatsache, dass jedes Stückchen Holz sinnvoll genutzt werden kann, sogar die Sägespäne.

Wir wollen, dass Holz noch lange erhalten bleibt. Schliesslich sind Bäume wichtig für unsere Zukunft. Ein Baum sieht nicht nur schön aus, er absorbiert auch CO2, speichert Sonnenenergie und setzt Sauerstoff frei.

Eine solch wertvolle Ressource sollte klug eingesetzt und nicht schneller verbraucht werden, als sie nachwächst. Mehr als die Hälfte unseres Sortiments basiert auf Holz, also bemühen wir uns sehr, mehr aus weniger zu machen.

Massivholz eignet sich für manche Möbelstücke besser, trotzdem suchen wir stets nach cleveren Lösungen, um tolle Einrichtungsgegenstände mit weniger Rohstoff herzustellen – aber trotzdem das Aussehen und die Anmutung von Massivholz beizubehalten.
Designerin Carina Bengs hält ein Stück Holz

Wir lieben niedrige Preise, aber nicht um jeden Preis


Trotz all seiner tollen Eigenschaften ist Holz nur dann eine nachhaltige Wahl, wenn es aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt und legal gefällt wurde. Deshalb haben wir Mindestanforderungen für Holz, das in IKEA Produkten verwendet wird, und arbeiten mit Organisationen wie dem WWF und dem Forest Stewardship Council (FSC) zusammen, um verantwortungsvolle Forstwirtschaftspraktiken zu fördern. Unser Ziel ist, dass alles Holz, das wir in IKEA Produkten verwenden, recycelt wurde oder aus nachweislich verantwortungsvoller Holzwirtschaft stammt.

Wir haben unsere eigenen Forstwirtschaftsspezialisten, die vor Ort arbeiten, sowohl nahe bei den Lieferanten wie auch in den Wäldern in wichtigen Regionen, aus denen wir unser Holz beziehen, wie z.B. Russland, China und Polen. Ihre Hauptaufgabe ist es, verantwortungsvolle Forstwirtschaft zu fördern, indem sie Wissen vermitteln. Sie sorgen dafür, dass Lieferanten unsere Anforderungen an Forstwirtschaft verstehen, und verfolgen Baumstämme zu ihren Ursprüngen zurück um zu überprüfen, dass sie aus den Wäldern stammen, die die Lieferanten als Herkunftsort angeben.

Eins ist klar: Wir kontrollieren sorgfältig, um sicherzustellen, dass das Holz in deinem Lieblingsmöbelstück von IKEA nicht aus illegaler Abholzung stammt.


Wenn ich Holzmöbel sehe, fühle ich Wärme und
Liebe im Raum. Dann fühle ich mich wie zu Hause.

Carina Bengs, IKEA Designerin

Wie viel FSC-zertifiziertes Massivholz verwenden wir?

März 2012
27 %

Ziel bis Ende 2012
35 %

Langfristiges Ziel
100 %

grosser Stapel Baumstämme in verschiedenen Grössen

Fragen und Antworten mit Anders Hildeman, Forestry Manager bei IKEA


Was bedeutet eigentlich verantwortungsvolle Forstwirtschaft?
Verantwortungsvolle Forstwirtschaft ist für uns ein bedeutsamer Begriff. Es geht um den Schutz von Artenvielfalt, gesicherte Aufforstung sowie den Schutz der Rechte und der Bedürfnisse derer, die im Wald leben und arbeiten und die Förderung wirtschaftlicher Entwicklung. Die spezifischen Kriterien variieren von Land zu Land je nach den lokalen Bedingungen, aber wir streben stets nach einer Balance zwischen dem, was gut für die Umwelt, für die Menschen und die Wirtschaft jeder Region ist. Wir arbeiten mit dem Forest Stewardship Council (FSC) zusammen, um die Einhaltung von Standards unabhängig zertifizieren zu können.


Welche werden Anstrengungen unternommen, um mehr FSC-zertifiziertes Holz zu verarbeiten?
Nur etwa sieben Prozent der bewirtschafteten Waldflächen weltweit sind FSC-zertifiziert; momentan gibt es also nicht genügend FSC-zertifiziertes Holz, um den weltweiten Bedarf zu decken. Daher arbeiten wir mit dem WWF und anderen Partnern zusammen, um die Verfügbarkeit von zertifiziertem Holz aus Bezugsländern wie Russland, China und Osteuropa zu erhöhen. Unsere Anstrengungen, die Verfügbarkeit von zertifiziertem Holz zu erhöhen, sind vielversprechend. Die Waldfläche, die jedes Jahr weltweit zertifiziert wird, ist grösser als die Fläche, die abgeholzt wird, und es fühlt sich gut an, dass wir dazu beitragen.


Welches sind die Anforderungen an Holz?
Egal, ob FSC-zertifiziert oder nicht, Holz in IKEA Produkten muss Mindestkriterien erfüllen. Das Holz darf nicht:
  • von illegal gefällten Bäumen,
  • aus Forstwirtschaft, in denen Holz einen gesellschaftlichen Konflikt bedeutet,
  • aus intakten natürlichen Waldbeständen bzw. geschützten Wäldern, ausser sie sind nachweislich verantwortungsvoll bewirtschaftet,
  • aus natürlichen tropischen oder subtropischen Wäldern, die zu Plantagen umgewandelt werden,
  • aus genetisch veränderten Holzplantagen (Genetically Modified, GM) stammen.
Wie wird sichergestellt, dass diese Anforderungen erfüllt werden?
Lieferanten müssen in ihrer gesamten Lieferkette Prozesse umgesetzt haben. Sie müssen wissen, woher ihr Holz stammt und Prüfungen eines jeden Schritts in ihrer Lieferkette akzeptieren. Sie berichten uns regelmässig die Herkunft des Holzes, der Mengen und der in IKEA Produkten verwendeten Holzsorten. Unsere Forstwirtschaftsspezialisten wie auch unabhängige Dritte führen Kontrollen durch, um ihre Angaben zu bestätigen, bis zum Ursprungswald zurück. Entdecken wir Holz, das nicht zurückverfolgt werden kann oder nicht unseren Anforderungen entspricht, müssen Lieferanten umgehend Korrekturmassnahmen umsetzen oder sie dürfen keine Geschäfte mehr mit IKEA machen.
Mann steht vor einem grossen Stapel Baumstämme

Zusammenarbeit zum Schutz der Wälder


Seit 2002 arbeiten IKEA und der WWF gemeinsam an Projekten, um:
  • illegale Abholzung zu bekämpfen und verantwortungsvollen Holzhandel zu fördern,
  • Waldzertifizierung und verantwortungsvolle Holzwirtschaft zu unterstützen,
  • besonders schützenswerte Wälder zu kartieren und schützen.
Heute gibt es gemeinsame Projekte in elf Ländern in Europa und Asien. Die Partnerschaft zwischen IKEA und dem WWF hat dazu beigetragen, die Forstwirtschaft über grosse Bereiche zu verbessern. Allein in Rumänien wurden 2011 zum ersten Mal 80.000 Hektar FSC-zertifiziert und weitere 600.000 Hektar rezertifiziert. Die Unterstützung, die IKEA dem WWF und nationalen FSC-Organisationen in Russland leistet, half, den Anteil von zertifizierten Waldflächen von etwa 300.000 Hektar im Jahr 2002 auf fast 30 Millionen Hektar im Jahr 2011 zu erhöhen.
In diesen Ländern unterstützt IKEA Forstwirtschaftsprojekte und -schulungen
Weltkarte
Woher stammt unser Holz
Die fünf wichtigsten Bezugsländer

Polen 23,3 %

Deutschland8,0 %

Russland 7,2 %

Schweden 6,7 %

China 6,7 %
 

KLIMA UND ENERGIE

Familie vor einem IKEA Einrichtungshaus

Wir senken den CO2-Ausstoss, um den Klimawandel zu bekämpfen

Solaranlagen und Windräder generieren nachhaltige Energie

Wir wollen eine führende Rolle in einer kohlendioxidarmen Gesellschaft spielen, indem wir den CO2-Ausstoss all unser Tätigkeiten deutlich senken. Das bedeutet, dass wir überall clevere Lösungen brauchen, angefangen bei der Art, wie wir Rohstoffe beziehen, bis hin zum Ende des Produktlebenszyklusses.

Hallo Sonne und willkommen Wind!

Auf lange Sicht wollen wir unsere Gebäude mit 100 Prozent erneuerbarer Energie versorgen. Und in den vergangenen Jahren sind wir diesem ziel erheblich näher gekommen.

Heute ist mehr als die Hälfte der Energie, die wir für IKEA Gebäude verbrauchen, erneuerbar.

Die Installation von Solaranlagen auf IKEA Einrichtungshäusern und Distributionszentren weltweite, geht schnell voran und in den nächsten Jahren werden noch Hundertausende dazukommen. Um unsere Ziele zu erreichen, investieren wir ausserdem in Windparks, vor allem in den Ländern, in denen wir uns nicht immer auf Sonnenschein verlassen können.

Wir bauen z. B. einen Windpark mit neun Windrädern in Mittelschweden, die so viel erneuerbaren Strom produzieren, dass sie 75 Prozent des Energiebedarfs all unserer Einrichtungshäuser in Schweden abdecken könnten.

Mit jeder produzierten Kilowattstunde kommen wir so immer näher an unser langfristiges Ziel.

Weltweit generierten in 2011 die 60 Windräder zusammen mit den Solaranlagen auf 40 IKEA Gebäuden etwa 12 % des Strombedarfs für unsere Einrichtungshäuser und Distributionszentren.

IKEA Fahnen vor einem Einrichtungshaus

Energieeffizienz in der grossen, blauen Box


Wenn wir neue Einrichtungshäuser bauen, unternehmen wir alles, um sie von Anfang an energieeffizient zu machen. Und wir suchen stets nach Möglichkeiten, in bestehenden Einrichtungshäusern Strom zu sparen, z.B. mit effizienteren Heizungs-, Ventilations- und Klimaanlagen und durch den cleveren Einsatz von neuer Beleuchtungstechnik. Insgesamt arbeiten wir darauf hin, dass unsere Einrichtungshäuser 2015 etwa 20 Prozent energieeffizienter sein werden als 2010.
offener, bis zur Decke mit Kartons beladener LKW

Mehr Produkte, weniger Luft


Wir schicken unsere Produkte um die Welt, aber wir möchten vermeiden, dass wir gleichzeitig Luft versenden. Hier kommen Füllraten ins Spiel – der Anteil an Raum in LKWs und Containern, der tatsächlich verwendet wird – und die sind richtig wichtig aus Kosten- und Umweltsicht.

Mehr Produkte pro Ladung bedeutet weniger LKWs, Züge und Schiffe sowie eine bedeutende Senkung der CO2-Emissionen.

„Eine Möglichkeit, mehr Ladung hineinzubekommen, ist der Verzicht auf sperrige Holzpaletten. Sie werden durch Platz sparende Paletten aus Pappe ersetzt,“ so Klas Ekman, IKEA Group Transport Manager. „Sie sind nur etwa 1/3 so hoch wie ihre hölzernen Vorgänger und die eingesparten Zentimenter sorgen dafür, dass wir die LKWs und Container mit einer zusätzliche Lage Produkte beladen können. Etwa 90 Prozent aller Fracht von Lieferanten an IKEA Distributionszentren und Einrichtungshäuser nutzen diese Papp-Paletten.

Unser Ziel ist es, die Füllrate von derzeit 63 Prozent auf 70 Prozent zu erhöhen. Das ist mehr als es klingt, denn Gewichtsbeschränkungen hindern uns oft daran, Container und LKWs bis oben hin zu beladen.
ALÄNG Tischleuchte mit grauen Schirm


33 % mehr Leuchten
in jeder Ladung


Einer unserer Mitarbeiter in der Beleuchtungsabteilung des IKEA Einrichtungshauses in Burbank, Kalifornien, hatte eine brillante Idee zur Verpackung der ALÄNG Leuchte. Durch etwas Umsortieren und das Aufrichten des Leuchtenfusses schaffte er es, alle Teile in einer kleineren Kiste unterzubringen. Das Ergebnis? Nun, dank dieser tollen Initiative und Teamarbeit fasst jede Palett jetzt 24 ALÄNG Leuchten statt früher 18.


Verursacher unserer CO2-Emissionen sind
50 %
Rohstoffe

29 %
Kunden

13 %
Produktion und Distribution

5 %
Nutzungsende unserer Produkte

3 %
IKEA Gebäude
Wir helfen Kunden, damit sie ihr Auto zu Hause stehen lassen können

Wir wollen unsere Einrichtungshäuser für Kunden und Mitarbeiter leichter erreichbar machen und sie ermutigen, wo möglich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Deswegen berücksichtigen wir den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn wir neue Einrichtungshäuser planen und andere erweitern. Ausserdem gibt es in manchen Einrichtungshäusern kostenlose Pendelbusse vom und ins Stadtzentrum und wir bieten die Lieferung von IKEA Produkten nach Hause an.

Möchtest du wissen, wie du zu deinem nächsten IKEA Einrichtungshaus kommst?

Mehr als die Hälfte der in IKEA Gebäuden verbrauchte Energie stammt aus erneuerbaren Quellen.

Möchtest du mehr
über unsere Arbeit erfahren?
 

BAUMWOLLE

Guido Verijke, IKEA Business Leader, Schlaf- und Badtextilien

„Wir wollen dazu beitragen, die Anbaumethoden herkömmlicher Baumwolle zu ändern, so dass sie besser für Mensch und Umwelt werden.“


Guido Verijke, IKEA Business Leader, Schlaf- und Badtextilien

Bauer kniet in Baumwolle

Q & A with IKEA Guido Verijke, IKEA Business Leader, Schlaf- und Badtextilien


Was unternimmt IKEA, um Baumwolle besser für Mensch und Umwelt zu machen?
Baumwolle ist einer unserer wichtigsten Rohstoffe: Sie hat hervorragende Komforteigenschaften und ist sowohl erneuerbar als auch recycelbar. Allerdings setzen die meisten Baumwollplantagen gleichzeitig Unmengen an Wasser, chemischen Düngemitteln und Pestiziden ein. Wir wollen eine aktive Rolle darin spielen, die Anbaumethoden von herkömmlicher Baumwolle zu verändern und bemühen uns darum, dies zu fördern.

Deswegen sind wir ein Gründungsmitglied der the Better Cotton Initiative (BCI), die sich zum Ziel gesetzt hat, den weltweiten Baumwollanbau so zu verändern, dass die Auswirkungen auf die Umwelt verringert und der Lebensunterhalt der Bauerngemeinschaften verbessert werden. Ausserdem wollen wir erreichen, dass die Baumwolle, die für IKEA Produkte verwendet wird, bis Ende 2015 gemäss den Nachhaltigkeitsprinzipien von Better Cotton produziert wird.

2005 haben wir uns mit dem WWF zusammengetan, um den Baumwollbauern in Indien und Pakistan nachhaltigere Anbaumethoden zu zeigen, damit sie Wasser sparen und ihre Abhängigkeit von Chemikalien verringern. Heute erreichen unsere Projekte mit dem WWF und anderen Partnern etwa 100.000 Bauern in Indien, Pakistan, China und der Türkei. Viele Projektbauern halbierten ihren Wasserverbrauch und ihren Einsatz von chemischen Pestiziden, gleichzeitig senkten sie den Einsatz von Kunstdüngern um ein Drittel. Dies trägt zu erheblichen Kostensenkungen und besseren Einkommen für die Bauern bei.

Könnte ein nachhaltigeres Material statt Baumwolle verwendet werden?
Wahrscheinlich nicht für alles, aber wir reduzieren unseren Bedarf an Baumwolle. Eine Möglichkeit ist, Mischgewebe zu verwenden, z.B. aus Baumwolle und Leinen. Alternative Materialien spielen auch eine wichtige Rolle. Lyocell ist beispielsweise ein erneuerbares Material, das von Holzplantagen stammt, die weniger Wasser verbrauchen als Baumwolle. Es kommt bereits in einer Reihe von IKEA Produkten zum Einsatz, die ähnliche Eigenschaften wie Baumwolle haben müssen, und wir weiten dieses Sortiment aus, um unseren Baumwollbedarf zu senken. Ausserdem werden viele IKEA Baumwollprodukte mittlerweile mithilfe von innovativen Techniken hergestellt, die den notwendigen Baumwollgehalt reduzieren, aber dennoch für eine gute Produktqualität sorgen.

indischer Bauer zeigt Schaubild zu nachhaltigem Anbau

Triff einen unserer erfolgreichen Baumwollbauern


Sundar Borude aus dem zentralindischen Bundesstaat Maharashtra wurde zu einem Botschafter der gemeinsamen Baumwollprojekte von IKEA und dem WWF. Als „Lehrmeister“ und Vorbild für seine Nachbarn bringt er ihnen die gleichen einfachen Massnahmen bei, mit denen er seine Plantage erfolgreicher machen konnte.

„Ich habe weder den Einsatz von chemischen Düngern und Pestiziden noch den Wasserverbrauch gesteigert, obwohl die Zahl der Pflanzen pro Morgen erhöht wurde. Jetzt wollen meine Nachbarn auch wissen, wie das geht,“ erzählt Sundar.

Seine Nachbarn stellen ihm viele fragen über Pestizide. „Das Spritzen mit Chemikalien ist teuer und gefährlich, aber Bauern sprühen, weil Schädlingsbefall die Arbeit eines ganzen Jahres vernichten kann. Ich zeige ihnen, wie sie frühzeitig nützliche und schädliche Insekten erkennen und stattdessen mit sicheren pflanzlichen Mitteln spritzen können.

Möchtest du mehr über unsere Arbeit erfahren?
 

WASSER

Wasser reflektiert Licht

Respektvoller Umgang mit Wasser


Wasser ist unerlässlich für das Leben – aber sauberes und frisches Wasser ist in manchen Regionen der Erde ein Luxusgut. Deswegen ist Wasser, wenn es um Menge und Qualität geht, ein wichtiges Thema für uns und unsere Lieferanten.

Unsere Lieferanten müssen notwendige Schritte unternehmen, um zu verhindern, dass lokale Wasservorräte nicht mit unbehandeltem Abwasser aus der Produktion unserer Produkte verunreinigt werden.
IKEA Wasserspezialisten arbeiten mit Lieferanten zusammen, um den Wasserverbrauch zu senken und die Wasserqualität zu verbessern. Dies geschieht vor allem in Südasien, wo die Verunreinigung von Wasser eine akute Herausforderung ist. In dieser Region gibt es auch viele Textilfabriken, die wasserintensive Herstellungsprozesse haben.

Ein Beispiel für die Zusammenarbeit mit Lieferanten in Projekten zum Wassersparen befindet sich in Rajasthan, Indien. Dämme wurden gebaut, um Regenwasser in der Nähe von zwei Fabriken zu sammeln, damit die Grundwasserreserven aufgefüllt werden. Das Ergebnis: die Menschen in der Nachbarschaft haben einen besseren Zugang zu Brunnenwasser und können so ihr Vieh besser aufziehen.
indischer Bauer im Projekt „Better Cotton“

Weniger Wasser, mehr nachhaltige Baumwolle


Baumwolle ist eine weiche und vielseitige Faser und einer der wichtigsten Rohstoffe für IKEA. Leider verbraucht ihr Anbau sehr viel Wasser. Deswegen liegt ein grosser Schwerpunkt unserer Bemühungen, den Wasserverbauch innerhalb der IKEA Wertschöpfungskette zu reduzieren, auf dem Anbau von Baumwolle.

Wasser wird immer mehr zu einem kostbaren Wirtschaftsgut in Indien und Pakistan, weshalb dies eins der Themen ist, die wir in unserer Kooperation mit dem WWF und anderen Partnern mit Projekten angehen wollen, um Bauern bei der Einführung nachhaltigerer Anbaupraktiken zu helfen.

Dilip Patels Baumwollfarm in Gujarat, Indien, begann zu wachsen und zu gedeihen, nachdem er seine Bewässerungsmethode umstellte, also statt grosse Flächen zu überfluten in Tropfbewässerung zu investieren.

„Hätte ich die Tropfbewässerung nicht eingeführt, wäre mein Brunnen jetzt schon trocken,“ erzählt Dilip. „Das Grundwasser gehört allen und ich sehe es als meine Pflicht an, es nicht zu verschwenden. Das Beste, das ich getan habe, war in Tropfbewässerung zu investieren. Ich habe meinen Wasserverbrauch halbiert und den Ertrag beachtlich erhöht.“
 

ABFALL

energieeffizientes Leuchtmittel

Kann man das recyceln?


Stefano Brown, Sustainability Manager der Einrichtungshäuser des IKEA Konzerns, sagt: „Aber sicher!“

Recyclingstation im IKEA Einrichtungshaus

Nichts zu verschwenden ist nicht nur verantwortungsvoll, es ist auch wirtschaftlicher und sparsamer. Eine Situation, in der es nur Gewinner geben kann. Das ist tief in uns verwurzelt und wahrscheinlich der Grund, warum Stefano in einem Stapel Karton, Papier oder Kunststoff keinen Abfalls sieht, sondern Möglichkeiten.

„Es muss kein Abfall sein, es kann zu einer Ressource werden. Wir sortieren Unmengen an Abfall fürs Recycling, um unseren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft,“ so Stefano.

Manche Einrichtungshäuser trennen mehr als ein Duzend verschiedene Abfallsorten, sofern es eine Infrastruktur bei der Entsorgung gibt. Eines unserer neueren Einrichtungshäuser in Malmö, Schweden, trennt zum Beispiel: Batterien, brennbare Abfälle, Elektroschrott, Buntglas, Farbreste, harte Kunststoffe, Chemikalien, Büropapier, Energiesparlampen, Lebensmittelabfälle, Metall, weiche Kunststoffe, Klarglas und Wellpappe bzw. Karton.

„Das Sortieren führt dazu, dass fast 90 Prozent des Abfalls in IKEA Einrichtungshäusern recycelt oder für die Energieproduktion genutzt wird,“ erzählt Stefano.
IKEA Einrichtungshauseingang

Gemeinsam können wir viel bewegen!


Wir wollen verhindern, dass Abfall aus unserer Geschäftstätigkeit auf Deponien landet. Und wir wollen dir dabei helfen, deinen Abfall auf verantwortungsvolle Weise zu entsorgen. Wusstest du, dass du Batterien und Kompaktleuchtstofflampen in deinem IKEA Einrichtungshaus fürs Recycling zurückgeben kannst?

Frag einfach nach, was du in deinem
IKEA Einrichtungshaus recyceln kannst.
klassische schwedische Fleischbällchen im IKEA Restaurant

Wusstest du das?


Unsere Speisen sind echt lecker, aber manchmal bleiben doch Reste in unseren Restaurants übrig. Die werden aber nicht weggeworfen. Die Speisereste unserer deutschen Einrichtungshäuser werden zu Biogas verarbeitet. Speisen, die nicht verkauft werden, werden von einigen IKEA Restaurants an lokale Einrichtungen gespendet, z.B. um Obdachlosen zu helfen.

Fast 90 % des Abfalls in IKEA Einrichtungshäusern wird recycelt oder thermisch verwertet.

 

LEBENSMITTEL

UTZ Certified-zertifizierte Bitterschokolade von IKEA

UTZ Certified bei IKEA nützt jedem


Wir glauben, dass gute Lebensmittel und Getränke auch gut für die Bauern sein sollten, die sie produzieren. Daher unterstützen wir das Zertifizierungsprogramm von UTZ für die Kaffee-, Tee- und Kakaoproduktion.

Kaffee aus Kaffeekanne

Seit 2008 ist jeglicher Kaffee, der bei IKEA verkauft und serviert wird, UTZ zertifiziert. 2011 nahmen wir eine Schokolade ins Sortiment, die aus UTZ-zertifiziertem Kakao hergestellt wird, und bis 2015 sollen alle Schokoladen- und Teesorten, die wir verkaufen und servieren, eine UTZ-Zertifizierung haben.

Schmackhafter Kaffee, Tee und Kakao zu attraktiven Preisen, respektvoll gegenüber Mensch und Umwelt produziert – so profitieren alle davon, vom Bauern bis hin zu deinem eigenen Haushalt.

Geh auf UTZ Certified und wähle den UTZ-Kaffee oder Schokolade, die du gerade gekauft hast. Das Mindesthaltbarkeitsdatum eingeben und schon siehst du, woher die Bohnen stammen. Ausserdem erfährst du mehr über das Leben der Menschen, die auf dieser Plantage arbeiten.

IKEA war der erste Einzelhändler weltweit, der 100 % rückverfolgbaren UTZ-Kakao in Form einer Tafel Schokolade ins Sortiment nahm.

Koch im IKEA Restaurant hält ein Lachsgericht

Wie kommt der IKEA Lachs auf deinen Teller?


Bei gutem Essen geht es um mehr als nur Geschmack. Wir baten Anders Lennartsson, Sustainability Manager bei IKEA Food, uns zu erklären, wie der Lachs, der im IKEA Restaurant serviert wird, auf den Teller kommt.

„Die Reise beginnt vor der Küste Norwegens, wo die Lachse in frischem, sauberem und wohltemperiertem Wasser in Fischzuchtanlagen leben. Die Lachsbrut wird aus Eiern in Süsswassertanks gezüchtet. Sobald die Lachse gross genug sind, kommen sie in Salzwasseranlagen, dort, wo sie den geringsten Einfluss auf ihre Umwelt haben. Dieser Prozess imitiert die natürliche Reise der Fische vom Süsswasser ins Meer und ermöglicht es, sie unter idealen Bedingungen aufzuziehen.“

„Drei Jahre später kommen die Lachse in Wasserbecken auf Fischerboote, damit sie lebendig in der Produktionsstätte ankommen. Dort wird der Lachs dann zu den schmackhaften, traditionellen schwedischen Gerichten verarbeitet, die wir in unseren Restaurants verkaufen,“ so Anders.

IKEA ist sich der Umweltproblematik, die mit Lachszucht verbunden wird, bewusst.

Wir sind Teil einer vom WWF geleiteten Initiative mit mehreren Kooperationspartnern, um einen Standard für nachhaltige Lachszucht zu entwickeln. Unser Ziel ist es, dass sämtlicher Lachs, der bei IKEA serviert und verkauft wird, den Standard vor Ende des Jahres 2015 erfüllt.

„Die Überfischung der Meere ist für uns ein grosses Thema. Deshalb folgen wir den Richtlinien des WWF, um sicherzustellen, dass die bei IKEA servierten und verkauften Meeresfrüchte aus gesunden und gut gehaltenen Populationen stammen, die die derzeitigen Fangquoten bedienen können,“ sagt Anders.

Nein zu Tierquälerei!


Artgerechte Tierhaltung ist wichtig und ein wesentliches Kriterium für qualitativ hochwertige Lebensmittelprodukte und Einrichtungsgegenstände. Wir lehnen Tierquälerei strikt ab und fördern die Entwicklung und Nutzung weltweit akzeptierter unabhängiger Tierschutzstandards. Für die Masthähnchenzucht haben wir schon höhere Tierschutzanforderungen umgesetzt und im Laufe des Jahres 2013 wollen wir Standards für Legehennen einführen.

In unserem Sortiment im Schwedenshop gibt es 15 Bio-Produkte, darunter z. B. Marmelade, Kaffee und Nudeln. Ausserdem servieren wir Bio-Speisen im IKEA Restaurant.

 
Nachhaltig zu Hause leben
Frau und Kinder in IKEA Küche
Entdecke Produkte, die dir dabei helfen, ein nachhaltigeres Leben zu führen, z. B. beim Energiesparen oder
Mülltrennen.
Nachhaltig zu Hause leben
Energie und Ressourcen
schwarzer Stuhl im Wald
Schau hinter den Kulissen, was wir unternehmen, um die wichtigsten Ressourcen der Erde zu schützen.
Energie und Ressourcen
Menschen und Gesellschaft
eine Gruppe Näherinnen
Schau dir an, was wir tun, um Menschen und Gemeinschaften einen besseren Alltag zu ermöglichen.
Menschen und Gesellschaft
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